Liebes Achilles-Team,
dank eurer Beratung und vieler Trainingskilometer in Berlin bin ich im April 2007 den Berliner Halbmarathon in 1:38 Stunden und im Juni 2007 den Stockholmer Hitzemarathon in 3:39 Stunden gelaufen. Nun hat es mich beruflich nach Addis Abeba (Äthiopien) verschlagen und statt an Landwehrkanal und Spree laufe ich hier durch den Eukalyptushain. Ich möchte gern den Hamburg Marathon am 27. April laufen, Zielzeit 3:30 Stunden. Hier finden meine Läufe aber auf dem Laufband auf 2300 Höhenmetern und die Läufe draußen ein Mal pro Woche auf 3000 Meter statt.
Man kommt natürlich deutlich schneller ins Schnaufen und der Hämoglobinwert steigt in dopingverdächtige Höhen. Meine Frage: Wie passe ich mein Training optimal an? Sollte ich einem Plan für 4:00 oder 3:45 Stunden folgen und hoffen, dass das Höhendoping dafür sorgt, dass ich in Hamburg dennoch 3:30 Stunden laufen kann? Oder einige Elemente aus dem Plan komplett weglassen?
Hallo Thomas,
zu Beginn eines Höhenaufenthaltes steht die Anpassung an die Höhenluft. Vorsicht bei und mit intensiven Einheiten. Die Länge der Läufe kann adäquat wie auf Meeresspiegel absolviert werden. Mit den Intensitäten musst du jedoch aufpassen. Je länger dein Aufenthalt in der Höhe, desto mehr kannst du alle Geschwindigkeiten denen von zu Hause anpassen. Immer jedoch auch diese Regel im Hinterkopf behalten: je länger die Intervallstrecke der Tempoläufe, desto vorsichtiger mit der Geschwindigkeit. Ganz wichtig ist der Grundsatz: Mit langen lockeren Läufen kannst du nur Gutes tun. Durch deinen Höhenaufenthalt läufst du sicher mindestens 15 Minuten schneller als mit gleichem Training in Deutschland. Wenn du es planen kannst, dann sei zwischen dem 10. und 21. Tag vor Hamburg wieder zurück in der Heimat. Dann bist du im sicheren Nach-Höhenaufenthalt-Bestform-Bereich.
Viel Spaß noch, Jens Karraß
Hallo Achim,
dein Artikel über die Angst des
Läufers vor Hunden hat einen kleinen Schönheitsfehler: Die Grunewald-Seite des Schlachtensees ist Hundeauslaufgebiet (bis zur Avus)! Dort dürfen die Hunde unangeleint rumlaufen und Mensch und Tier müssen versuchen, sich miteinander zu arrangieren. Auf der Website der Berliner Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung kannst du nachschlagen, wo du dich vielleicht etwas sicherer fortbewegen kannst. Beziehungsweise wo man ohne Bedenken Hundebesitzer anpöbeln kann, wenn ihr Hund nicht angeleint ist.
Viel Spaß beim Hürdenlauf über die Kothaufen, Thorsten
Hallo zusammen,
ich hatte beim Laufen noch nie eine negative Erfahrung mit Hunden. Dabei bin ich durchaus kein Hundefreund. Ich reagiere nicht auf die Hunde, die Hunde reagieren nicht auf mich. Ganz anders meine Freundin, die auch schon einmal von einem Hund gebissen wurde. Schuld war ein unfähiger Hundehalter: "Der will nur spielen." Sie wechselt teilweise so hastig die Seite, dass sogar ich mich erschrecke. Ich möchte nicht wissen, wie das in diesem Moment auf den Hund wirkt. Dann wird noch ein bisschen mit den Armen gefuchtelt. Ich laufe dann als Puffer zwischen ihr und dem Hund, was bisher auch gut funktioniert hat. Ich denke, Probleme gibt es nur, wenn Halter und Läufer etwas falsch machen.
Grüße, Ulrich
Lieber Ulrich,
vielleicht riechen Sie komisch?
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo
Hallo Achilles-Team,
zum Thema Hunde kann ich nur denen beipflichten, die einen weniger aufgeregten Umgang mit den Tieren empfehlen. In der Gegend, in der ich trainiere, sind viele freilaufende Hunde unterwegs. Angefallen hat mich noch keiner. Im Zweifelsfall hilft es, den Schritt ein wenig zu verlangsamen und eventuell ein paar beruhigende, freundliche Worte zu wählen. Viele lassen sich auch gern mal streicheln. Lediglich von Hektik und Geschrei rate ich dringend ab, das würde mich persönlich auch nervös machen.
Beste Grüße, Markus
Hi Markus,
Walker sind auch noch nicht angefallen worden. Es ist doch so: Nur die Schnellen werden als Spielzeug angesehen. Eigentlich toll, denn dann ist man ein echter Läufer. Also Markus, weniger streicheln, mehr Tempoläufe!
Grüße, Jens Karraß
Hallo Achilles-Team,
es gibt auch die Sorte der treudoofen Vierbeiner, die ohne eine Spur Aufmerksamkeit durch den Park trotten. Diese Tiere würden es nicht einmal merken, wenn neben ihnen ein Kühllaster mit Rinderhälften verunglücken würde. Ich rede von der Gattung Hund, die plötzlich und ohne vorheriges Umsehen die Richtung wechselt - gerne auch rückwärts - und spontan auf die Wege tapst. Ein Zusammenstoß ist dann nur noch durch Glück vermeidbar. Die Besitzer reagieren zumeist entsetzt, allerdings zu Gunsten des Läufers: "Keine Angst, der ist lieb, der tut nichts." Ähnlich stupides Verhalten kann ich weiterhin bei drei- bis fünfjährigen Kindern beobachten. Eltern drücken ihr Mitgefühl jedoch weniger betont für den Läufer aus. Stattdessen darf man sich zwei Stunden nach der Beinahe-Havarie vor dem Haftrichter einfinden.
Grüße, Christian
Hallo Christian,
mit den Kindern hast du recht, da ist immer der Läufer schuld. Aber bei den Hunden ist es so: Wenn du einfach deine Spur bis zum Ende hältst, wird der Hund immer zur Seite gehen.
Probiere es mal aus, Jens Karraß
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