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22.04.2006
 

GP von San Marino

Schumacher fährt auf die Pole Position

Michael Schumacher hat eine Trotzreaktion für den Grand Prix von San Marino angekündigt - und Wort gehalten. Im Qualifying legte der Ferrari-Pilot die beste Zeit hin, dahinter landeten zwei Honda. Alonso startet von Position fünf, Rosberg und Heidfeld hatten Pech. 

Imola - Rekord-Weltmeister Schumacher hat mit der 66. Bestzeit nicht nur Geschichte geschrieben, sondern zugleich die Hoffnungen auf eine Wiederauferstehung Ferraris genährt. Der 37-Jährige sicherte sich in der Qualifikation zum Großen Preis von San Marino am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in 1:22,795 Minuten den ersten Startplatz. "Ich bin stolz und erleichtert über diesen Erfolg. Wir haben nach den schlechten Wochen sehr hart dafür gearbeitet. Jetzt hoffe ich als Botschafter von San Marino natürlich, den Tifosi hier den Sieg zu schenken", sagte Schumacher.

Ferrari-Pilot Schumacher: "Ich bin stolz"
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DPA

Ferrari-Pilot Schumacher: "Ich bin stolz"

Er überflügelte mit der 66. Pole Position zudem Ayrton Senna und nahm dem legendären Brasilianer damit auch den letzten bedeutenden Rekord ab. Der dreimalige Titelträger hatte letztmals am 1. Mai 1994 ausgerechnet in Imola auf dem ersten Startplatz gestanden - wenige Minuten später raste er in der Tamburello-Kurve in die Betonmauer und erlag seinen schweren Kopfverletzungen.

"Dieser Rekord hat eine spezielle Bedeutung für mich. Aber das wird einem wohl erst so richtig nach so einem Wochenende bewusst",  so der in der WM-Wertung 17 Punkte hinter Titelverteidiger Fernando Alonso (Spanien) liegende Schumacher. Der Renault-Pilot, der zwei der bisherigen drei Rennen gewonnen hat, geht am Sonntag nur als Fünfter (1:23,709) auf den 4,933-Kilometer-langen Kurs. Neben Schumacher steht der Brite Jenson Button im Honda in der ersten Reihe (1:22,988), Ralf Schumacher landete im Toyota in 1:23, 722 auf Rang sechs.

Neuling Nico Rosberg belegte im Williams-Cosworth in 1:23,966 den 13. Platz. Der von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Nick Heidfeld (BMW-Sauber/1:24,129) kam nach einem Dreher in die Mauer nicht über Position 15 hinaus. Der Finne Kimi Räikkönen enttäuschte im McLaren-Mercedes auf Position acht (1:24,158), allerdings relativierte Mercedes-Sportchef Norbert Haug das Abschneiden: "Wir werden im Rennen sehen, was unsere Strategie wert ist", so Haug.

mig/sid

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