Hamburg - Im Beisein aller Rennstallchefs wird die Teamvereinigung Fota am Mittwoch in Genf ihre Pläne zu weiteren Sparmaßnahmen in der Formel 1 vorstellen. Ziel sei es, "die Formel 1 für die Zuschauer, die Fans vor den Fernsehern und die Internet-Nutzer wirtschaftlich zukunftsfähig, umweltfreundlich und preislich attraktiv machen", sagte Fota-Präsident Luca di Montezemolo.
Formel-1-Teams: Weiter Kosten reduzieren
Unter anderem soll ab 2010 ein Motor angeboten werden, der den unabhängigen Teams für fünf Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen soll. Außerdem habe man, so die Fota, "weitere Einsparungsmöglichkeiten bei Bauteilen und Systemen gesucht, die keinerlei Leistungsunterschied bringen."
In dem Sparprogramm, auf das sich die Fota und Fia im vergangenen Dezember geeinigt hatten, sollen die Kosten um 30 Prozent gedrückt werden, rund eine Milliarde Euro weniger wollen die Teams künftig aufwenden. Die Motoren müssen von diesem Jahr an länger halten und sind auf 18.000 Umdrehungen pro Minute begrenzt. Während der Saison sind Testfahrten verboten, die Nutzung von Windkanälen wurde stark eingeschränkt. Auch am Personal soll gespart werden.
McLaren testete System Kers erfolgreich
McLaren-Mercedes wird voraussichtlich gleich zu Beginn der neuen Saison am 29. März in Melbourne das neue Energierückgewinnungssystem Kers zum Einsatz bringen können. "Ich bin zu 99 Prozent zuversichtlich, dass wir es benutzen werden", erklärte McLaren-Pilot Heikki Kovalainen am Mittwoch am Rande der Testfahrten im spanischen Jerez. "Wir sind auf einem Niveau angekommen, an dem wir Kers jeden Tag einsetzen können, verlässlich, ohne jedes Problem und mit maximaler Kraft. Wenn nicht etwas dramatisch schiefgeht, sehe ich keinen Grund, warum wir es nicht einsetzen sollten", sagte der Teamkollege des Weltmeisters Lewis Hamilton.
Die Fia hat nach der Einführung der Systeme zur Energierückgewinnung für die Saison 2009 den Teams freigestellt, ob sie Kers nutzen wollen. Die Systeme speichern während der Fahrt anfallende Bremsenergie, die den Fahrern über einen Knopf am Lenkrad pro Runde für maximal 6,7 Sekunden 82 zusätzliche PS zur Verfügung stellen. Den Vorteilen durch die Mehrleistung stehen bei allen Teams noch Nachteile gegenüber - durch das zusätzliche Gewicht und dessen schlechtere Verteilung im Auto, was das Handling der Fahrzeuge beeinträchtigt.
mti/sid/dpa
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