Der junge Bursche wirkt keck. Sehr keck sogar. "Was die vier dieses Jahr machen, ist mir ziemlich wurscht", sagt Sebastian Vettel über das Quartett der Weltmeister im Fahrerfeld 2010: Rückkehrer Michael Schumacher, Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Und Vettel sagt auch: "Ich will mich um einen Platz verbessern." Vergangene Saison war der 22-Jährige WM-Zweiter.
Ist Vettel womöglich also gar nicht frech (Motto: "Jugend forsch"), sondern zu Recht sehr selbstbewusst?
Viel spricht dafür, dass der Red-Bull-Fahrer sein Ziel tatsächlich erreichen wird, obwohl er deutlich weniger Grand-Prix-Rennen gefahren, weniger Siege gefeiert und weniger Podestplätze erreicht hat als seine härtesten Konkurrenten im WM-Titelkampf.
Vettel kennt sein Team, die Ingenieure ihn und seine Bedürfnisse, man ist aufeinander eingespielt. Sein Fahrerkollege ist weiterhin Mark Webber. Der Australier neigt nicht zu Großmäuligkeit, er wird seine Rolle als Nummer zwei klaglos akzeptieren.
Vettel mache keinen Fehler zweimal, hat Teamchef Christian Horner gesagt. Und Vettel ist gierig auf Erfolg, als einziger der Favoriten noch ohne WM-Titel. "Wenn man einmal vorne ist, möchte man dort nicht freiwillig weg", sagt er.
Schumacher gibt seinen achten Titel als Saisonziel aus
Am häufigsten Weltmeister wurde bislang Michael Schumacher, sieben Mal. Und der 41-Jährige hat immer noch nicht genug. Seinen Teamkollegen - in der Formel 1 der erste und wichtigste Gegner - wird er im Griff haben. Es ist unwahrscheinlich, dass Nico Rosberg ein baugleiches Auto schneller bewegen kann als Schumacher, auch wenn der tapfer ankündigt, gegenhalten zu wollen. "Auf der Strecke wird einem nichts geschenkt, weder von der Konkurrenz noch vom eigenen Teamkollegen", sagt Rosberg.
Schumachers große Stärke war zudem immer, sich neuen Gegebenheiten anpassen, sich ins Auto hineinfühlen zu können. Dies wird 2010 eine große Rolle spielen. Da nicht mehr nachgetankt werden darf, verlieren die Autos im Laufe des Rennens rund 160 Kilogramm an Gewicht.
Gegen Schumacher spricht dessen Pause. Drei Jahre ohne echten Wettkampf auf der Strecke müssen aufgeholt werden, zudem ist die Konkurrenz größer geworden - und besser. Deutlich mehr Fahrer als früher sind zu Siegen fähig. Das erhöht den Druck, in jedem Rennen muss gekämpft werden.
Zudem muss Schumacher ein neues Auto kennenlernen, ist zum letzten Mal 1997 auf profillosen Reifen ("Slicks") gefahren, er kennt die Strecken in Valencia, Singapur und Abu Dhabi nicht. Weiterhin bleiben Fragen, ob dessen Nacken den Belastungen einer langen Saison mit 19 Rennen standhält.
Trotz aller Zweifel warnt der frühere Formel-1-Pilot Martin Brundle davor, Schumacher zu unterschätzen. "Das ist niemals eine gute Idee." Der Engländer erwartet den Altmeister "sehr aggressiv", fragt sich aber auch: "Wie wird sich Schumacher fühlen bei einem Rad-an-Rad-Duell mit einem Ferrari?"
"Noch sind Button und Hamilton in den Flitterwochen"
Nichts anderes als den Titel erwartet man in England von McLaren. Ob am Ende Lewis Hamilton zum zweiten Mal Weltmeister wird oder Titelverteidiger Jenson Button, ist für die Fans nicht erheblich. McLaren ist das einzige Team, in dem beide Piloten zu den WM-Favoriten zu zählen sind, mithin die schwierigste Fahrerpaarung.
Aktuell spricht deutlich mehr für Hamilton, den Weltmeister von 2008. Der 25-Jährige ist seit Jahren Teil des McLaren-Teams, Button muss dagegen mit einem neuen Renningenieur in die Saison gehen, dem wichtigsten Partner eines Fahrers. Wer den ehrgeizigen Hamilton kennt, weiß, wie sehr es ihn wurmt, einen Teamkollegen zu haben, dem die "1" auf das Auto lackiert wurde.
Eine entscheidende Rolle in diesem inner-englischen Duell wird der MP4-25 spielen. Wenn das Auto sich über die Renndistanz aufgrund des Gewichtsverlusts in seinem Handling stark verändert, die Reifen und Bremsen massiv abnutzen, wird Hamilton besser zurechtkommen. Er gehört zu den Piloten, die sich dem Auto sehr gut anpassen können.
Doch wenn der Rennwagen es erlaubt, konstante Runden zu drehen, und es dem als "Reifenflüsterer" bekannten Button gelingt, die Abnutzung in Grenzen zu halten, könnte der 30-Jährige aus dem Stallduell als Sieger hervorgehen. Nigel Mansell, früherer Weltmeister, setzt auf Hamilton. Rennfahrer-Legende Jackie Stewart urteilt: "Für mich ist Lewis klar im Vorteil."
Bleibt Ferrari. Bei den Italienern wird Fernando Alonso der Nummer-1-Fahrer sein. Nach den Eindrücken der Testfahrten ist der 28-jährige Spanier Vettels größter Konkurrent. Felipe Massa wird sich nach seinem schweren Unfall erst einmal wieder ans Renngeschehen gewöhnen müssen. Es ist stark zu bezweifeln, dass sich der 28-Jährige gegen Alonso durchsetzen kann, auch wenn er beliebt im Team ist. Massa dürfte nicht mehr als der Unterstützer des zweimaligen Weltmeisters sein.
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Liebe Forums-Teilnehmer, bitte diskutieren Sie über Sebastian Vettels Gewinn der Formel 1-Saison in unserem neuen Forum 'Diskutieren Sie über Sebastian Vettels Titel-Triumph' weiter. Sie finden es unter der URL [...] mehr...
D - OE personen, partei und firmen schon leangst per politischer degeneration abhanden gekommen ist = gib niemals auf und ignorier was die anderen sagen. der vettel demonstriert 2 werte die den Anderen wimmern. mehr...
...Nach all dem Pech, nach all den unverschuldeten Ausfällen ist d a s am Ende einfach nur GERECHT !!!!! mehr...
Schade, ich hätte dem Alonso das echt gegönnt. Nur damit der Spruch 'Fair Play zahlt sich aus' wieder einmal widerlegt wird ... aber nein. :/ Aber nice work vom Rasenballsport F1 Team. mehr...
Irgendwas scheint mit der Spiegel-Uhr nicht zu stimmen !! Vielleicht mal stellen. Nee, aber mal im Ernst. Der beste Fahrer hat verdient gewonnen. Glückwunsch. mehr...
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