Hamburg - Alle schauten zuvor auf Michael Schumacher, die Sieger von Bahrain kommen aber aus seinem früheren Rennstall. Der erste Grand Prix der neuen Formel-1-Saison wurde zum Triumph für Ferrari. Fernando Alonso und Felipe Massa feierten einen ungefährdeten Doppelsieg. Schumacher fuhr den Roten von Anfang an hinterher und landete am Ende auf Rang sechs. Diesen Platz hatte er bereits nach der ersten Runde innegehabt.
Pech hatte Sebastian Vettel. Der 22-Jährige Favorit, der von der Pole Position aus gestartet war, fuhr die erste Hälfte des Rennens ungefährdet an der Spitze, bis ihm technische Probleme zu schaffen machten. In der 34. von 49 Runden wurde der Red Bull Vettels plötzlich langsamer. Die Ferraris konnten auf der Geraden an ihm vorbeiziehen. Am Ende reichte es für Vettel nur noch für den vierten Platz, da ihn auch Ex-Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes noch überholte. Hinter Vettel wurde Mercedes-Pilot Nico Rosberg Fünfter. Adrian Sutil im Force India wurde Zwölfter, Nico Hülkenberg kam bei seinem ersten Großen Preis als 15. ins Ziel.
Die zwei Ferraris hatten sich vom Start weg hinter Vettel platziert, wären aber ohne Vettels technisches Malheur wohl chancenlos gegen den Deutschen gewesen. Zu souverän hatte Vettel seine Runden gedreht. Alles sprach für einen Start-Ziel-Sieg, bis den 22-Jährigen das Pech einholte. "Das ist schon sehr schade, ich hatte das Rennen locker im Griff", sagte Vettel. "Auf der Geraden hatte ich keinen Zug mehr", sagte er: "Insgesamt kein gutes Ergebnis."
Schon nach der ersten Runde war vieles klar
Schumacher verbesserte sich am Start von Rang sieben um eine Position und hielt diesen Platz über das gesamte Rennen. Es zeichnete sich relativ schnell ab, dass er die ersten Fünf des Rennens kaum würde einholen können. So beschränkte sich der Rekordweltmeister darauf, die hinter ihm fahrenden Jenson Button und Mark Webber in Schach zu halten. "Ich habe Spaß gehabt, alles hat bestens funktioniert", sagte Schumacher. Dass er nur Sechster wurde, hat ihn nicht irritiert. und ließ sich vom Ergebnis nicht entmutigen: "Ich habe schon früher zu Saisonbeginn so große Rückstände gehabt. Ich weiß aus Erfahrung, dass das alles noch zu machen ist. Es wäre verfrüht, jetzt schon zu sagen: Es geht nicht mehr. Es geht immer."
Die hohen Erwartungen, die Motorsportfans aus aller Welt an das Rennen gerichtet hatten, konnte der Große Preis insgesamt nicht erfüllen. Es war ein vor allem in der Spitze sehr taktisch geführtes Rennen ohne Positionskämpfe. Die ersten Sechs standen eigentlich schon nach der ersten Runde fest.
Erst die ersten Reifenwechsel brachten Verschiebungen im Feld. Hamilton und Schumacher steuerten im 16. Umlauf als erste der Top-Acht die Box an; die anderen Sieganwärter folgten wenig später. Rosberg verlor bei diesem Halt seinen vierten Platz an Hamilton. Der in der 19. Runde eingebogene Vettel blieb auch nach dem Wechsel auf harte Reifen zunächst ungefährdet vorn. Mit zunehmender Renndauer rückten die Ferraris aber immer näher und überholten ihn schließlich problemlos.
Starkes Massa-Comeback nach seinem Unfall
Schumacher zeigte bei seinem Renn-Comeback zumindest, dass mit ihm im Lauf der 19 Grand Prix langen Saison zu rechnen sein wird. Der 41 Jahre alte siebenmalige Champion konnte bei seinem Debüt im Silberpfeil zwar nicht in die Entscheidung um den Sieg mit eingreifen, holte aber gleich wichtige Punkte. Bei seiner Abschiedsvorstellung in Brasilien am 22. Oktober 2006 war er Vierter geworden.
Alonso krönte seinen ersten Einsatz im "Roten Renner" gleich mit dem Sieg. Sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa durfte sich bei seinem ersten Start nach seinem schweren Unfall in Ungarn als Zweiter ebenfalls wie ein Sieger fühlen. Der Spanier Alonso gewann in 1:39:20,396 Stunden. Massa lag 16,098 Sekunden zurück. Ex-Weltmeister Lewis Hamilton belegte im McLaren-Mercedes den dritten Rang. Vettel war 38,799 Sekunden langsamer als Alonso. Schumacher wies 44,163 Sekunden mehr auf. "Ein ganz besonderer Tag ist das", so der Sieger anschließend in seinem ersten Rennen für Ferrari: "Besser kann man so eine Beziehung nicht beginnen."
Pech hatte Timo Glock. Der Deutsche kam mit dem neuen Virgin-Team nicht ins Ziel. Wegen eines Getriebeschadens musste er sein Auto in der 21. Runde in der Garage abstellen. "Mir ist der dritte Gang kaputt gegangen", sagte Glock. "Dann kam auch noch der Fünfte dazu. Irgendwann machte es keinen Sinn mehr, weiter zu fahren."
aha/dpa
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Das war das langweiligste Sportereignis der letzten zehn Jahre. Ohne Nachtanken keine Bewegung im Feld. Also schaut man nur den Start und danach weiß man, wer gewinnen wird. mehr...
Ich vermisse das tanken überhaupt nicht, ebensowenig wie die aus dem tanken resultierenden Überholmanöver. Ich will ÜBERHOLMANÖVER sehen, Bernie, ÜBERHOLMANÖVER (that's overtaking for you)! Fragt doch mal bei Lauda oder Stewart [...] mehr...
GÄHN! Das war das langweiligste Formel 1-Rennen, das ich je gesehen habe. Das Hiterher-Gefahre in der Formel 1 wäre in der gegenwärtigen Form sogar zu langweilig, um daraus ein Konsolen-Rennspiel zu machen - und das will [...] mehr...
Das gleiche muss ich auch sagen , Todlangweilig. mehr...
Da gebe ich Ihnen Recht. Todlangweilig. Nach 20 Min. habe ich ausgeschaltet, trotz Schumi. Die F-1 wird zu Tode reglementiert. mehr...
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