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01.08.2010
 

Großer Preis von Ungarn

Vettel schlägt sich selbst

GP von Ungarn: Wie Vettel sich selbst geschlagen hat
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dpa

Wieder kein Sieg trotz Pole-Position: Sebastian Vettel kassierte beim Großen Preis von Ungarn eine Strafe und wurde nur Dritter. Den Sieg holte sich sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber, der auch die WM-Führung übernahm. Eine heftige Strafe gab es zudem nachträglich für Michael Schumacher.

Hamburg - Lewis Hamilton ausgeschieden, Jenson Button abgeschlagen: Weil die beiden McLaren beim Großen Preis von Ungarn schwächelten, hatte Sebastian Vettel in Budapest die große Möglichkeit, die WM-Führung in der Formel 1 zu übernehmen. Doch der 23-Jährige schlug sich einmal mehr selbst. Trotz der siebten Pole-Position im zwölften Rennen wurde der Red-Bull-Pilot nur Dritter. Es triumphierte sein Teamkollege Mark Webber, der sich nicht nur den Sieg vor Fernando Alonso im Ferrari sicherte, sondern nun auch Erster im WM-Klassement ist. Der Australier liegt mit 161 Punkten vor Hamilton (157), der mit einem Getriebeschaden ausschied, Vettel (151), Button (147), der am Ende nur Achter wurde, und Alonso (141).

Dabei hatte aus Vettels Sicht alles bestens begonnen. Er behauptete mit einem hervorragenden Start die Spitzenposition und baute seinen Vorsprung auf Alonso konsequent aus. Doch dann beging Vettel einen kleinen, aber folgenschweren Fehler: Weil er beim Neustart nach einer Safety-Car-Phase, die er zu einem Boxenstopp nutzte, zu viel Abstand zum vor ihm fahrenden Webber gelassen hatte, erhielt er eine Durchfahrtstrafe, die ihn entscheidend zurückwarf.

Vettel musste daraufhin einmal durch die Boxengasse, verlor viel Zeit auf Webber und konnte im weiteren Rennverlauf auch Alonso nicht wieder einholen. Dabei lief der Red Bull deutlich besser als der Ferrari. "Du bist schneller. Schnapp ihn dir", lautete die Ansage von Red-Bull-Teamchef Christian Horner per Funk in Richtung Vettel. Doch der beging 16 Runden vor Schluss einen Fahrfehler, als er am Ende einer Kurve von der Strecke abkam und dabei zu viel Zeit auf Alonso verlor.

Rosberg verliert rechtes Hinterrad in der Boxengasse

"Ich habe gepennt, eigentlich hätte es ein Spaziergang sein müssen. Ich bin sehr enttäuscht", sagte Vettel nach dem Rennen, nachdem man ihm seinen Patzer erklärt hatte. Unmittelbar nach Rennende hatte er sich noch eine heftige Diskussion mit Rennleiter Charlie Whiting geliefert. "Ich dachte, das Safety Car fährt noch eine Runde", beschwerte sich Vettel zunächst.

Die Durchfahrtstrafe war nur eine von mehreren Szenen, die während der Safety-Car-Phase für heftige Turbulenzen sorgte. Weil viele Fahrer diesen Zeitraum für einen Reifenwechsel nutzten, kam es in der Box zu chaotischen Szenen. Zunächst verlor Mercedes-Pilot Nico Rosberg sein rechtes Hinterrad, das ein Mechaniker nicht korrekt angeschraubt hatte. Der Reifen machte sich selbständig und sauste einmal quer durch die Boxengasse. Für schwerwiegende Verletzungen sorgte das Geschoss zum Glück nicht. "Mein Mechaniker hat die Schraube nicht richtig draufbekommen. Ich habe das zu spät bemerkt", sagte Rosberg. Mercedes muss für das Malheur 50.000 Dollar Strafe zahlen.

Harte Strafe: Schumacher wird in Belgien zehn Plätze zurückgesetzt

Sekunden später der nächste Aufreger: Als Adrian Sutil (Force India) in seine Box einbiegen wollte, wurde Robert Kubica (Renault) von seinem Team wieder auf die Strecke entlassen. Folge: Der Pole knallte Sutil in die Seite. "Ich fahr rein und plötzlich kommt mir ein Auto in die Seite reingeschossen", schilderte Sutil den Crash, der für ihn das Aus bedeutete und Renault 50.000 Dollar Strafe kostet.

Ein weiteres bitteres Wochenende erlebte Mercedes, nicht nur wegen Rosbergs Reifenpanne und der Geldstrafe. Michael Schumacher kam nach Startplatz 14 gerade mal auf Rang elf, wurde bereits elf Umläufe vor dem Ende von Webber überrundet und gewann keine WM-Punkte. Damit nicht genug: Bei einem Überholmanöver seines ehemaligen Teamkollegen Rubens Barrichello hätte der 41-Jährige den Williams-Piloten beinah in die Mauer gedrückt. "Das war grausam", schimpfte Barrichello.

Schumacher verstand die Welt nicht mehr. "Für meine Begriffe war genügend Platz, dass er vorbei konnte. Ich wollte ihm natürlich das Leben so schwer machen wie möglich. Faktum ist, dass wir uns nicht berührt haben und Rubens vorbei gefahren ist", wehrte sich Schumacher. Die Rennleitung aber entschied: illegale Behinderung, zehn Startplätze wird der siebenmalige Weltmeister beim Großen Preis von Belgien am 29. August zurückgesetzt.

Erfreulich dagegen die Platzierung von Nico Hülkenberg: Der 22-Jährige schaffte im Williams sein bislang bestes Resultat und landete auf Platz sechs. Timo Glock belegte im Virgin Platz 16.

Ecclestone kritisiert Organisatoren des Großen Preises von Brasilien

Die Formel 1 macht nun eine vierwöchige Sommerpause, ehe es am 29. August im belgischen Spa-Francorchamps weitergeht (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Auch Brasilien ist in diesem Jahr noch für den 7. November im Rennkalender vermerkt. Fraglich ist nur, wie lange noch? Denn Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat die Organisatoren des Großen Preises von Brasilien heftig kritisiert und São Paulo mit der Streichung aus dem WM-Kalender gedroht.

"Vor langer Zeit habe ich fest an Brasilien geglaubt. Nun muss ich sagen: Die Zukunft hängt von signifikanten Verbesserungen ab", sagte der Brite der brasilianischen Zeitung "O Estado". "Ich will mir nicht länger die Diskussionen der Teams über die schlechteste Strecke des Jahres anhören müssen. Ich werde nun ernsthafte Gespräche führen", sagte Ecclestone. Vertraglich ist São Paulos Platz im Rennkalender eigentlich bis 2015 fixiert.

US-Gruppe Cypher will doch nicht in die Formel 1 einsteigen

Unterdessen wird der Bewerberkreis für den freien Formel-1-Startplatz immer kleiner. Die US-Gruppe Cypher zog vor dem Rennen in Ungarn ihre offizielle Kandidatur zurück. Damit werden nur noch das spanische Team Epsilon Euskadi, Stefan GP des serbischen Geschäftsmanns Zoran Stefanovic sowie das gemeinsame Projekt des Durango-Rennstalls mit dem früheren Weltmeister Jacques Villeneuve als Kandidaten gehandelt. Eine offizielle Bestätigung gibt es vom Internationalen Automobilverband Fia dafür aber nicht.

Cypher gab als Grund für seine Absage finanzielle Sorgen an. Nach langen Beratungen sei man zu dem Urteil gelangt, dass das Budget nicht für ein konkurrenzfähiges Team ausreiche, hieß es in einer Mitteilung. Cypher will aber seine Bemühungen nicht gänzlich aufgeben und zu einem späteren Zeitpunkt einen erneuten Anlauf für ein Formel-1-Team starten.

Bis Ende August will die Fia über die Vergabe des 13. Startplatzes für das kommende Jahr entscheiden. Es ist aber auch möglich, dass der Weltverband alle Kandidaten für untauglich befindet und der Startplatz auch 2011 offen bleibt. In diesem Jahr sind zwölf Teams in der Formel 1 unterwegs, nachdem kurz vor Saisonbeginn das amerikanische Projekt USF1 geplatzt war.

ham/sid/dpa

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14.11.2010 von sysop: .

Liebe Forums-Teilnehmer, bitte diskutieren Sie über Sebastian Vettels Gewinn der Formel 1-Saison in unserem neuen Forum 'Diskutieren Sie über Sebastian Vettels Titel-Triumph' weiter. Sie finden es unter der URL [...] mehr...

14.11.2010 von blob123y: Der Vettel ist alles das was den

D - OE personen, partei und firmen schon leangst per politischer degeneration abhanden gekommen ist = gib niemals auf und ignorier was die anderen sagen. der vettel demonstriert 2 werte die den Anderen wimmern. mehr...

14.11.2010 von seppiverseckelt: G E R E C H T ! ! !

...Nach all dem Pech, nach all den unverschuldeten Ausfällen ist d a s am Ende einfach nur GERECHT !!!!! mehr...

14.11.2010 von silenced: <->

Schade, ich hätte dem Alonso das echt gegönnt. Nur damit der Spruch 'Fair Play zahlt sich aus' wieder einmal widerlegt wird ... aber nein. :/ Aber nice work vom Rasenballsport F1 Team. mehr...

14.11.2010 von tz88ww: Geiler als geil

Irgendwas scheint mit der Spiegel-Uhr nicht zu stimmen !! Vielleicht mal stellen. Nee, aber mal im Ernst. Der beste Fahrer hat verdient gewonnen. Glückwunsch. mehr...

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