10. August 1999, 17:06 Uhr

Studie

Formel-1-Piloten leiden wie Büromenschen

Der so genannte "Mausarm" ist unter Formel-1-Piloten ebenso häufig verbreitet wie unter Angestellten. Ein chronischer Schmerz, der sich durch anhaltendes Fingerkribbeln, Muskel- und Gelenkschmerzen bemerkbar macht.

London - Formel-1-Fahrer sind von einem Gesundheitsproblem bedroht, das bisher als typisches Büro-Leiden galt: dem Mausarm (Repetitive Strain Injury). Fast zwei Drittel der internationalen Spitzenfahrer hatten im vergangenen Jahr Handgelenksprobleme, ergab eine im "British Journal of Sports Medicine" veröffentlichte Studie. Die Symptome hätten von Fingerkribbeln, noch mehrere Stunden nach dem Rennen, bis zu Muskel- und Gelenkschmerzen gereicht, berichtete der "Independent" (London) am Dienstag.

Die starken Lenkrad-Vibrationen und die anhaltende Beanspruchung von Fingern und Handgelenken während eines Rennens können nach Erkenntnissen der Wissenschaftler auch Nerven einklemmen und Bänder dehnen. Derartige Probleme hätten 14 von 22 Fahrern gehabt, die 1998 während des Französischen Grand Prix von Chirurgen des Pariser Krankenhauses Bichat untersucht wurden. "Die Fahrer sollten Polster für ihre Handgelenke benutzen, um die Belastung zu verringern", riet einer der französischen Mediziner, Emmanuel Masmejean.


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