Aus bei Lotus Renault: Heidfeld kämpft um sein Cockpit

Die Formel 1 kehrt nach der Sommerpause zurück, Rennfahrer Nick Heidfeld nicht. Sein Rennstall Lotus Renault will den Deutschen loswerden. Zu den Gründen schweigen die Beteiligten, Heidfeld hat rechtliche Schritte eingeleitet.

Rennfahrer Heidfeld (Archiv): Bei Lotus Renault ausgetauscht Zur Großansicht
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Rennfahrer Heidfeld (Archiv): Bei Lotus Renault ausgetauscht

Hamburg - Auf seiner Homepage lächelte Heidfeld auch am Donnerstagvormittag noch im Lotus-Renault-Dress seine Fans an. Es ist ein Bild, das von der Aktualität überholt worden ist. Am Sonntag beim Großen Preis von Belgien (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist der 34-Jährige nicht in dem blau-gelben Formel-1-Rennwagen im Einsatz. Stattdessen nimmt Bruno Senna (Brasilien) im zweiten Renault Platz. Heidfeld ist raus. Das teilte der Rennstall am Mittwochabend, in einer sechszeiligen Presseerklärung, mit. Heidfeld hat bereits rechtliche Schritte gegen Renault eingeleitet.

"Ich habe einen gültigen Vertrag und möchte fahren. Im Moment gibt es ein schwebendes Verfahren, dementsprechend ist es angebracht für mich, nicht zuviel zu sagen", sagte Heidfeld am Donnerstag. Für den kommenden Mittwoch ist eine Vorverhandlung angesetzt, am 19. September in London soll die Hauptverhandlung stattfinden. Dann werde es eine Entscheidung geben, sagte Heidfeld.

Heidfeld, der in 183 Formel-1-Grand-Prixs keinen Sieg erringen konnte, steht mit der Verbannung vor dem Aus in der Rennserie. Lotus Renault hat bestätigt, ihn dauerhaft ausmustern zu wollen. Senna sagte am Donnerstag: "Die Absicht des Teams und von mir ist es, dass ich bis zum Saisonende fahre."

Zuletzt war der Deutsche von Eric Bouiller deutlich kritisiert worden: "Er hat nicht die Führungsrolle angenommen, die wir von ihm sehen wollten", sagte der Lotus Renault-Teamchef. Heidfeld, der im Februar als Vertreter für den verunglückten Robert Kubica ins Team gekommen war, liegt mit insgesamt 34 Punkten in der WM-Wertung zwei Punkte vor Teamkollege Witaly Petrow.

Nach einem guten Start bei Lotus Renault mit einem dritten Platz in Malaysia im April zeigte die Formkurve von Heidfeld zuletzt aber nach unten. Vor allem im Qualifying hatte er mit dem Teamkollegen Probleme, verlor acht von insgesamt elf Trainingsduellen.

Zu den genauen Gründen für das Heidfeld-Aus wollte sich Lotus Renault eigentlich am Donnerstag äußern. Eine geplante Presseerklärung wurde jedoch vorerst nicht verschickt. Angeblich soll der neue Mann, Bruno Senna, der sein bislang letztes von insgesamt 18 Rennen im Finale der vergangenen Saison bestritt, Sponsorengelder mitbringen.

Heidfeld kann in seiner Formel-1-Karriere auf insgesamt acht zweite Plätze zurückschauen. Weitere fünfmal schaffte er es auf Rang drei. Nun ist Heidfeld ausrangiert.

chp/dpa/sid

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insgesamt 10 Beiträge
deus-Lo-vult 25.08.2011
Der kleine Senna soll also die Führungsposition besetzen, die Heidfeld angeblich vermissen ließ? :O Bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit: Senna bringt Millionen Sponsorengelder mit. Heidfeld nicht.
Der kleine Senna soll also die Führungsposition besetzen, die Heidfeld angeblich vermissen ließ? :O Bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit: Senna bringt Millionen Sponsorengelder mit. Heidfeld nicht.
frigor 25.08.2011
es stimmt auch, was im Artikel steht: Nach einem guten Start bei Lotus Renault mit einem dritten Platz in Malaysia im April zeigte die Formkurve von Heidfeld zuletzt aber nach unten. Vor allem im Qualifying hatte er mit dem [...]
Zitat von deus-io-vultDer kleine Senna soll also die Führungsposition besetzen, die Heidfeld angeblich vermissen ließ? :O Bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit: Senna bringt Millionen Sponsorengelder mit. Heidfeld nicht.
es stimmt auch, was im Artikel steht: Nach einem guten Start bei Lotus Renault mit einem dritten Platz in Malaysia im April zeigte die Formkurve von Heidfeld zuletzt aber nach unten. Vor allem im Qualifying hatte er mit dem Teamkollegen Probleme, verlor acht von insgesamt elf Trainingsduellen.
Tahlos 25.08.2011
würde auch die magere Meldung erklären. Was sollen die auch dazu ernsthaft sagen?
Zitat von deus-io-vultDer kleine Senna soll also die Führungsposition besetzen, die Heidfeld angeblich vermissen ließ? :O Bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit: Senna bringt Millionen Sponsorengelder mit. Heidfeld nicht.
würde auch die magere Meldung erklären. Was sollen die auch dazu ernsthaft sagen?
ökos teuer 25.08.2011
Sind wir doch ehrlich. Heidfeld und Schumacher sind Auslaufmodelle.
Zitat von deus-io-vultDer kleine Senna soll also die Führungsposition besetzen, die Heidfeld angeblich vermissen ließ? :O Bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit: Senna bringt Millionen Sponsorengelder mit. Heidfeld nicht.
Sind wir doch ehrlich. Heidfeld und Schumacher sind Auslaufmodelle.
horstma 25.08.2011
Heidifeld hätte drei Cockpits haben können - nur waren ihm und seinem neuen Flausenkonstrukteur (Berater) diese Angebote nicht gut genug. Sein Berater, ein Formel-1-Neuling, hatte ihm eingeredet, für ihn käme nur ein Cockpit bei [...]
Heidifeld hätte drei Cockpits haben können - nur waren ihm und seinem neuen Flausenkonstrukteur (Berater) diese Angebote nicht gut genug. Sein Berater, ein Formel-1-Neuling, hatte ihm eingeredet, für ihn käme nur ein Cockpit bei einem der absoluten Top-Teams in Frage, die würden geradezu auf ihn warten. Also hat man die Teams mit ihren Angeboten hängen lassen oder in die Wüste geschickt. Tja, aber komischerweise war Ferrari von den 170 Rennen und 0 Siegen weniger beeindruckt als sein Berater. Dann kam Schumacher zurück, und der Ofen war ganz aus. Klar, daß Mercedes lieber einen siebenfachen Weltmeister als einen nullfachen Sieger einstellt. Heidifeld hat sich durch diese Aktion in's Abseits manövriert und wird von vielen Teams schon aus Prinzip kein Angebot mehr bekommen. "Ihr seid nicht gut genug für mich" lässt man sich ungern zweimal sagen. Da probiert man es dann lieber mit einem Anfänger, bei dem der Größenwahn noch nicht solche Züge angenommen hat. Da geht es nicht nur ums Geld. Es ist der Frentzen-Effekt: Manchmal verhindert der persönliche Charakter des Fahrers oder Beraters den Erfolg, obwohl das fahrerische Talent da wäre.
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  • Donnerstag, 25.08.2011 – 15:26 Uhr
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