Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Kritik von Bernie Ecclestone: "Formel 1 so schlecht wie nie zuvor"

Unternehmer Ecclestone: "Zu vorhersehbar" Zur Großansicht
Getty Images

Unternehmer Ecclestone: "Zu vorhersehbar"

Die Formel 1 ist an einem historischen Tiefpunkt angekommen - das behauptet Bernie Ecclestone. In einem Interview kritisierte der Chefvermarkter die enorme Langeweile rund um die Rennen.

Chefvermarkter Bernie Ecclestone hat kurz vor dem Auftakt der Testfahrten in Barcelona ein vernichtendes Urteil über die gegenwärtige Lage der Formel 1 gefällt. Die "Formel 1 ist so schlecht wie nie zuvor", sagte der 85-Jährige in einem Interview der "Daily Mail". "Ich würde mein Geld nicht ausgeben, um mit meiner Familie ein Rennen anzusehen. Ausgeschlossen."

Ecclestone führt diesen seiner Ansicht nach verheerenden Zustand auf jene Leute zurück, die nur den kurzfristigen Erfolg im Blick hätten. "Ich will machen, was am besten für die Formel 1 ist", versicherte der Brite, der als Geschäftsführer der Formula One Group für die Werbung und kommerzielle Verwertung der Formel 1 zuständig ist.

Die Rennen seien "zu vorhersehbar", kritisierte Ecclestone und spielte damit auf die Dominanz der Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg an. In den vergangenen beiden Jahren wurde Hamilton jeweils Weltmeister vor Rosberg.

Bereits in der Vergangenheit hatte Ecclestone die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 kritisiert und dafür plädiert, einen günstigeren Motor für die kleineren Teams einzuführen, um das Leistungsgefälle zu verringern. Den Zuschauern müssten wieder spannende Rennen mit unterschiedlichen Siegern präsentiert werden, so Ecclestone.

mon/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 21 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Bevor hier wieder der Laien-Parade durchtrampelt:
Bueckstueck 22.02.2016
Bernie kann das sagen. Er darf das sagen. Er muss es sagen. Bernie macht nämlich nicht die Regeln die den derzeitigen Zustand herbeigeführt haben, diese Regeln kungelt die FIA zusammen mit der "Strategiegruppe" aus, die u.a. aber insbesondere aus Mercedes, Ferrari und Red Bull besteht.
2. Es wär ja so einfach
sebastian.teichert 22.02.2016
Mehr Sound, weniger Technik und ein einfacheres Regelwerk. Genau das, was Sebastian Vettel zuletzt gefordert hat! Aber wie sollte ein Hamilton ohne die ganze Technik gewinnen können? Fahren kann er nicht.
3. Ecclestone
dergenervte 22.02.2016
Herr Ecclestone ist doch für die Langeweile mit verantwortlich. Wer Großkonzerne mit viel Geld ins Boot holt sollte sich nicht wundern, wenn diese Konzerne sich die Siege Millionen kosten lassen. Aber auch die VIA ist schuld. Rennwagen müssen große, laute und auch rauchende Motoren haben und keine winselnden Rasenmähermotoren. Auch brauchen Rennwagen keine Elektronik für irgendwelche Mätzchen. Großer Motor, Vergaser oder Einspritzung, kein KERS, ein anständiges Fahrwerk und wieder nachtanken. Dann wird auch wieder gefightet und nicht auf den Verbrauch geschielt. Die zuschauer wollen Action sehen und kein Öko-Schaulauf. Rennwagen sollen saufen und lärmen.
4. Da gebe ich recht, aber...
funny-smartie 22.02.2016
Zitat von BueckstueckBernie kann das sagen. Er darf das sagen. Er muss es sagen. Bernie macht nämlich nicht die Regeln die den derzeitigen Zustand herbeigeführt haben, diese Regeln kungelt die FIA zusammen mit der "Strategiegruppe" aus, die u.a. aber insbesondere aus Mercedes, Ferrari und Red Bull besteht.
... fürs Marketing, Vertrieb und somit auch letztendlich den Ticketpreisen für den Eintritt ist er zuständig. Würde er nicht so komplizierte Verträge mit Werbepartnern, Veranstaltungsstrecken und der Verteilung der Gelder an die Teams konstruieren, wäre es mit Sicherheit auch einfacher und interessanter für Familienfans. Aber seien wir doch mal ehrlich, welche Familie kann sich den Eintritt mit Kind und Kegel für so ein Renn-Wochenende noch leisten? Ich glaube da "lebt" Bernie in der falschen Welt des Geldes. Bestes Beispiel Nürburgrennen 2015 wurde wegen Mangel an Geld "abgesagt" und was dem Terminkalender rausgestrichen. Lag es etwa an der Dominanz von Mercedes der letzten zwei Jahre?
5. Hausgemachtes Problem
Harald Schmitt 22.02.2016
die kriegen doch den Hals nicht voll genug. das müssen Streckenbetreiber Millionen zahlen damit die überbezahlten Snobs dann gelangweilt im Kreis rumfahren. Immer neue Technik, die sie nicht im Griff haben und bunte Reifen damit man zum Schluß gar nicht mehr weiß wer grad vorne fährt und wie oft er in der Box war und wie oft er noch muss. Einfach mal KISS-Prinzip, eifache Motoren, einfache Reifen, einfache Elektronik, Aerodynamik wo man auch überholen kann ohne am Flügen in besonderen Zonen rumzudrehen. Und endlcih mal Ticketpreise und Boxengassentickets für die normalsterblichen Fans. Die Promis rennen sich da über den Haufen und der zahlende Pöbel muss draussen bleiben. Da fahren die dann lieber vor leeren Tribühnen in Katar, Russland oder China.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Fotostrecke: Die rote Göttin will auf den Olymp

SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: