Bundesliga-Urgestein: Rolf Rüssmann ist tot

Über viele Jahrzehnte war Rolf Rüssmann im deutschen Fußball tätig. Als Spieler, später als Manager. Nun ist der kantige Verteidiger nach langer Krankheit gestorben.

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Fußballer Rüssmann: Tod mit 59 Jahren

Hamburg - Zehn Tage vor seinem 59. Geburtstag erlag Rüssmann in der Nacht zum Samstag einem Krebsleiden. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Der ehemalige Vorstopper der deutschen Nationalmannschaft, der am 13. Oktober 1950 im westfälischen Schwelm geboren wurde, hinterlässt Ehefrau Eva und zwei Töchter.

"Kürzlich erst hat Rolf bei uns seine Mitarbeit in den ehrenamtlichen Gremien für die Nachwuchsförderung mit dem Hinweis auf seine angegriffene Gesundheit beendet", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, "dem Fußball war er zeitlebens leidenschaftlich verbunden. Ich persönlich kannte und schätzte ihn seit über 30 Jahren. Unser großes Mitgefühl gilt seiner Familie".

Rüssmann, der es auf 20 Einsätze in der DFB-Auswahl brachte und 1978 bei der WM in Argentinien dabei war, absolvierte in der Bundesliga 453 Spiele. Mit dem FC Schalke 04 wurde der kopfballstarke Verteidiger 1972 deutscher Pokalsieger und Vizemeister.

Rüssmann war auch in den Bundesliga-Bestechungsskandal verwickelt und wurde vom Landgericht Essen im März 1973 rechtskräftig verurteilt und mit einer Geldstrafe belegt. Der DFB verhängte zudem eine zweijährige Spielsperre, woraufhin Rüssmann zum belgischen Spitzenclub FC Brügge wechselte.

Nach seiner raschen Begnadigung durch den DFB kehrte Rüssmann bereits im Januar 1974 von Brügge zum FC Schalke 04 zurück. Dort spielte Rüssmann bis November 1980. Anschließend wechselte er nach Dortmund und war bei der Borussia bis 1985 aktiv.

Nach der aktiven Laufbahn war Rüssmann als Manager tätig: 1987 für wenige Monate als Nachfolger Rudi Assauers bei Schalke, dann in Mönchengladbach (1990 bis 1998) und beim VfB Stuttgart (Februar 2001 bis Dezember 2002).

ach/sid

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