Formel 1 Kwjat verstärkt Ferrari-Team

Mit ihm hat Sebastian Vettel schon seine unliebsamen Erfahrungen gemacht, künftig wollen sie zusammenarbeiten. Daniil Kwjat wird bei Ferrari Entwicklungsfahrer.

Daniil Kwijat
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Daniil Kwijat


Sebastian Vettel arbeitet bei Ferrari künftig mit einem alten Bekannten zusammen. Der Formel-1-Rennstall hat Daniil Kwjat als Entwicklungsfahrer verpflichtet, das teilten die Italiener am Mittwoch via Twitter mit. Weitere Details zur Zusammenarbeit nannte Ferrari zunächst nicht.

Kwjat hatte in der Saison 2016 in den zwei aufeinanderfolgenden Rennen in China und Russland Unfälle mit Vettel provoziert und für viel Ärger beim Deutschen gesorgt. Vettel bezeichnete Kwjat damals als "Torpedo".

Der Russe wurde damals gleich nach dem Russland-Rennen vom Top-Team Red Bull Racing in den Ausbildungsrennstall Toro Rosso versetzt. Dort verlor er im Laufe der vergangenen Saison seinen Job, die Aufgabe bei Ferrari sichert nun zumindest seinen Verbleib im Formel-1-Umfeld. Kwjat wird Simulatorfahrten absolvieren; ob er auch als Ersatzfahrer eingeplant ist, teilte Ferrari zunächst nicht mit.

Der 23-Jährige hatte sich lange Zeit auch Hoffnung auf das letzte freie Formel-1-Cockpit bei Williams gemacht, wurde dort aber wohl von seinem Landsmann Sergej Sirotkin ausgestochen. Der 22-Jährige, unterstützt von der russischen SMP-Bank, ist mittlerweile klarer Favorit auf den Job bei Williams. Auch Pascal Wehrlein (Worndorf) werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

aha/sid



insgesamt 3 Beiträge
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schlipsmuffel 10.01.2018
1. Also
zweimal zu schlecht gewesen (1.Red Bull, 2.Toro rosso) und deshalb holt ihn Ferrari? Seltsame Personalpolitik. Da hätte Pascal Wehrlein wohl besser gepasst.
Wurm100 10.01.2018
2. Entscheidung für Kvyat macht sehr wohl Sinn
Wehrlein ist immer noch Schützling von Mercedes. Somit ist es schlecht möglich für Ferrari ihn zu bekommen. Kvyat hingegen ist an niemanden mehr gebunden und sicher nicht so schlecht wie er immer gemacht wird. Dass er bei Red Bull wegen "schlechter Leistungen" gefeuert wurde, halte ich auch für falsch. Schließlich war er fast stets auf dem Niveau von Ricciardo. Sie wollten halt Verstappen hoch bekommen und dafür musste einer gehen. Auch letzte Saison ist Kvyat meist eigentlich gut gefahren und lag oft aussichtsreich im Rennen, bis irgendwas am Toro Rosso kaputt ging, wofür er nix konnte. Das sieht man natürlich nicht, wenn man nur aufs Endergebnis schaut. Klar hat er ab und zu (aber auch nicht so drastisch wie es medial immer dargestellt wird) einige dumme Fehler gemacht und ist zurecht rausgeflogen, aber für die Formel 1 ist er allemal gut genug, erst recht für einen Platz als Entwicklungsfahrer.
schlipsmuffel 10.01.2018
3. So, so
Pascal Wehrlein ist immer noch Schützling von Mercedes? Und deswegen steht er jetzt ohne Cockpit da! Tolle Art des Beschützens von Mercedes! Den Angeber Hamilton wird er ja wohl kaum ersetzen dürfen!
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