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Formel-1-Boss Ecclestone: Der Alleinherrscher

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Formel-1-Boss Ecclestone: Rund 2,5 Milliarden Euro Vermögen Zur Großansicht
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Formel-1-Boss Ecclestone: Rund 2,5 Milliarden Euro Vermögen

Bernie Ecclestone hat die Formel 1 zu einem Milliardengeschäft gemacht - und kann die Rennserie weiterregieren. Mit der Einstellung des Bestechungsverfahrens ist auch die Nachfolge-Diskussion auf Eis gelegt. Und Mercedes bleiben peinliche Nachfragen erspart.

Hamburg - Red Bull, Mercedes, Ferrari: Wenn die Formel-1-Teams vor einem Rennen an der Strecke ihre Motorhomes aufbauen, diese transportablen Paläste, stehen die Aufbauten der großen Rennställe am Anfang des Fahrerlagers. Es dokumentiert auch die Hierarchie, wer wie wichtig ist in der Königsklasse des Motorsports. Ganz vorne, noch vor allen Teams, lässt stets Bernie Ecclestone sein Motorhome errichten - auch in Zukunft.

Mit der Zahlung von 100 Millionen Dollar entgeht der 83-Jährige nicht nur einer möglichen Verurteilung. Er bleibt damit auch der mächtige Mann der Formel 1, die im Falle eines Schuldspruchs vor der Frage gestanden hätte: Wie geht es jetzt weiter?

"Als Alleinherrscher hat Bernie die Formel 1 zu dem gemacht, was sie heute ist. Bernie wäre derzeit nicht ersetzbar", sagte Niki Lauda der "FAZ". Nun sind Ecclestone und Lauda, dreifacher Formel-1-Weltmeister und Aufsichtsratchef von Mercedes-Motorsport, seit Jahrzehnten befreundet, daher würde sich der Österreicher öffentlich niemals gegen den Engländer stellen. Allerdings treffen Laudas Worte den Kern - und zugleich das Problem der Formel 1.

Ecclestone ist so mächtig, dass es an der Spitze der Motorsportserie ein Machtvakuum geben würde, wenn er abdankt. Angefangen hat er vor fast vierzig Jahren mit der Vergabe von Startplätzen an die Teams. Anschließend kamen die Fernsehrechte hinzu, auch die Werbung an der Strecke und im Fahrerlager. Verträge zwischen den Strecken und der Rennserie? Handelt Ecclestone persönlich aus.

Ecclestone kennt alle Einnahmen und Ausgaben

Bei den Ein- und Ausgaben der Formel 1 dürfte es keinen Cent geben, von dem Ecclestone nichts weiß. Er bescherte der Rennserie mit seinem Geschäftssinn und Verkäufertalent Milliardenumsätze und machte sich selbst steinreich. Das Vermögen der Mannes aus Ipswich, der aus bescheidenden Verhältnissen stammt und einst als Gebrauchtwagenhändler arbeitete, wird auf rund 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

Zwar gibt es innerhalb der Formel 1 auch kritische Stimmen in Bezug auf Ecclestone und dessen Machtfülle. Nur will sich damit niemand zitieren lassen. Wer Ecclestone als Gegner hat, hat ein Problem, im schlimmsten Fall ein finanzielles. Ecclestone hat sich die Teams gefügig gemacht, indem er sie an den Gewinnen der Rennserie beteiligt. Die mächtigen Rennställe bekommen mehr Geld, die nicht so mächtigen weniger Geld. Den genauen Schlüssel bei der Verteilung kennt niemand außer Ecclestone.

So lange es seine Gesundheit zulässt, dürfte es an der Spitze der Formel 1 keine Veränderung geben. Anschließend aber umso mehr. "Nach Ecclestone wird es, vermute ich, ein Management-Team mit unterschiedlichen Kompetenzen geben. Das wird ein ganz normales Management-Board sein wie in jedem anderen Großunternehmen", vermutet Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Die Einstellung des Verfahrens dürfte auch Wolffs Arbeitgeber sehr gelegen kommen und unangenehme Fragen ersparen. Schließlich sind es Großkonzerne wie Daimler, die seit einigen Jahren penibel auf die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien achten, die in den Compliance-Regeln niedergeschrieben sind.

Ein Mercedes-Engagement in einer Sportart, an deren Spitze ein Mann steht, der wegen Bestechung verurteilt ist? Nach den Konzern-Grundsätzen unmöglich. Aber es gibt ja keine Verurteilung, nur eine 100-Millionen-Dollar-Zahlung.

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insgesamt 39 Beiträge
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1. Schlecht für die Formel 1
gekkox 05.08.2014
Man merkt schon lange, dass Ecclestone keine neuen und Zeitgemässen Ideen mehr hat - mehr noch, er redet alles schlecht was neu ist. Hoffentlich ist er trotzdem bald weg vom Fenster!
2. +r
pnz3000 05.08.2014
Herrscher.
3. Sind 100 Millionen
diefreiheitdermeinung 05.08.2014
nicht in Wirklichkeit genauso Bestechung ? Und auch noch in aller Öffentlichkeit. Vor dem Gesetz sind ALLE gleich ? Auch jene, die keine 100 Millionen auf der hohen Kante haben sondern nur eine, oder keine Million ? Eben....
4. ;-)
alois.hingerl 05.08.2014
Zitat von pnz3000Herrscher.
offensichtlich zu subtil ...
5. Ws sollte man auch erwarten
Saturn48 05.08.2014
Justitia ist eben eine Hure dazu gibt es nicht mehr zu sagen
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Fotostrecke
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Formel 1: Rennkalender 2014
Rennen Datum Großer Preis von (Ort)
1 16.03. Australien (Melbourne)
2 30.03. Malaysia (Sepang)
3 06.04. Bahrain (Manama)
4 20.04. China (Shanghai)
5 11.05. Spanien (Barcelona)
6 25.05. Monaco (Monte Carlo)
7 08.06. Kanada (Montreal)
8 22.06. Österreich (Spielberg)
9 06.07. Großbritannien (Silverstone)
10 20.07. Deutschland (Hockenheimring)
11 27.07. Ungarn (Budapest)
12 24.08. Belgien (Spa-Francorchamps)
13 07.09. Italien (Monza)
14 21.09. Singapur (Singapur)
15 05.10. Japan (Suzuka)
16 12.10. Russland (Sotschi)
17 02.11. USA (Austin)
18 09.11. Brasilien (São Paulo)
19 23.11. Abu Dhabi (Abu Dhabi)

Formel-1-Saison 2014: Die wichtigsten Änderungen
Motor
Die Ära der Saugmotoren ist vorbei. Statt der 2,4-Liter-Triebwerke mit acht Zylindern stecken nun 1,6-Liter-Turbomaschinen mit sechs Zylindern unter der Fahrzeugabdeckung. Pro Saison darf ein Fahrer nur fünf Motoren einsetzen, bisher waren es acht. Ab dem sechsten Motor muss er aus der Boxengasse starten.
Hybridsystem
Das Hybridsystem ERS (Energy Recovery System) liefert pro Runde zusätzlich 160 PS für 33,3 Sekunden. Die beiden Elektromotoren speisen sich aus der Wärmeenergie des Abgasstrahls sowie kinetischer Energie des Bremsvorgangs.
Spritlimit
Erlaubt sind für jedes Rennen nur noch 100 statt bislang 150 Kilogramm Sprit. Die Folge ist, dass die Fahrer verbrauchsschonender fahren müssen. Wer nur auf dem Gaspedal steht, wird das Ziel nicht erreichen.
Fahrzeugnase
Sie wurde drastisch abgesenkt. Zuletzt war eine Maximalhöhe von 55 Zentimetern erlaubt. Nun sind es nur noch 18,5 Zentimeter von der Spitze der Rennwagen zum Boden. Die Nasen liegen damit unwesentlich höher als der Frontflügel. Der Grund für die Änderung: Durch die noch tiefer liegende Wagenspitze soll bei Kollisionen die Gefahr weiter gemindert werden, dass andere Piloten von ihr getroffen werden.
Frontflügel
Er ist schmaler geworden. Statt 1,80 Metern beträgt die erlaubte Maximalbreite 1,65 Meter. Auswirkung hat das auf die sogenannten Endplatten, die für die Luftführung vor den Vorderreifen wichtig sind.
Heckflügel
Das untere Heckflügel-Element, der sogenannte Beamwing, ist nicht mehr erlaubt. Für die Ingenieure besteht auch hier die Herausforderung darin, den dadurch verlorenen Abtrieb zu kompensieren.
Auspuff
Nur noch ein Endrohr ist erlaubt. Bislang wurden die Abgase über zwei seitliche Kanäle abgeleitet und so auf das Heck geführt, dass auch dadurch weiterer Abtrieb erreicht wurde, sprich: eine bessere Straßenlage. Das neue Endrohr muss mittig angebracht sein.
Startnummern
Erstmals tragen die Piloten nicht mehr die Startnummern nach der Abschlussrangliste der vorhergehenden Saison. Nur die 1 ist weiter dem Titelverteidiger vorbehalten, ansonsten durften sich die Piloten ihre Startnummer aussuchen. Zur Wahl standen Zahlen von 2 bis 99.
Strafen
Es gibt nun Strafpunkte für bestimmte Vergehen. Diese werden in einem Jahr zusammengerechnet, ähnlich wie bei der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Kommt ein Fahrer auf zwölf Punkte, muss er ein Rennen pausieren. Eine Verwarnung, beispielsweise wegen des Überfahrens einer durchgezogenen Linie, hat einen Punkt zur Folge. Eine Durchfahrtsstrafe zieht zwei Punkte nach sich. Wird ein Pilot beim Qualifying von einem Gegner extrem behindert, muss der Übeltäter nicht nur fünf Plätze in der Startaufstellung nach hinten, sondern bekommt auch drei Punkte. Eine Rückstufung von zehn Startplätzen (zum Beispiel als Schuldiger einer Kollision) bedeutet fünf Strafpunkte. Zudem können die Rennkommissare 2014 schon für kleinere Vergehen wie Verlassen der Fahrlinie Fünf-Sekunden-Strafen aussprechen.
WM-Punkte
Wie in den vergangenen Jahren bekommen die zehn besten Fahrer des Rennens Punkte, der Sieger erhält 25. Neu ist, dass es beim letzten der 19 Rennen in Abu Dhabi die doppelte Punktzahl gibt. Der Sieger erhält dann 50 Zähler, der Zweite 36 statt 18, und für Platz zehn gibt es anstatt eines Punktes dann zwei Zähler.
Die neue "Power Unit"

Fotostrecke
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Formel 1: Teams und Fahrer 2014
Team Fahrer 1 Fahrer 2
Red Bull Sebastian Vettel Daniel Ricciardo
Ferrari Kimi Räikkönen Fernando Alonso
Mercedes Nico Rosberg Lewis Hamilton
Lotus Romain Grosjean Pastor Maldonado
McLaren Jenson Button Kevin Magnussen
Sauber Adrian Sutil Esteban Gutiérrez
Force India Nico Hülkenberg Sergio Pérez
Toro Rosso Jean-Eric Vergne Daniil Kwjat
Williams Felipe Massa Valtteri Bottas
Caterham Marcus Ericsson Kamui Kobayashi
Marussia Max Chilton Jules Bianchi

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