F1-Rennen in Japan: Vettel vertagt WM-Entscheidung

Jenson Button muss sich noch etwas gedulden. Beim Grand Prix von Japan fuhr der Spitzenreiter hinterher und verpasste die fehlenden Punkte zum Titelgewinn. Großer Sieger in Suzuka war Sebastian Vettel. Der Deutsche gewann souverän und verbesserte seine WM-Chancen.

Rennen in Suzuka: Vettels Solo, Buttons Pleite Fotos
Getty Images

Suzuka - Vettel schaffte am Sonntag in Suzuka einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Der Red-Bull-Fahrer, der von der Pole-Position ins drittletzte Rennen der Saison gegangen war, ließ sich auch von einer Safety-Car-Phase aufgrund eines Unfalls des Spaniers Jaime Alguersuari (Toro Rosso) kurz vor Schluss nicht aus dem Konzept bringen. Für die 53 Runden à 5,807 Kilometer benötigte er 1:28:20,443 Stunden.

"Was für ein Rennen. Mein Auto war fantastisch. Ich bin überglücklich und sehr zufrieden, wie der Plan aufgegangen ist. Ich hatte fast bis zum Ende alles unter Kontrolle", sagte Vettel nach der Siegerehrung.

In der Fahrerwertung holte der Deutsche deutlich auf Spitzenreiter Button auf, der nur Achter wurde und seit fast vier Monaten nicht gewonnen hat (letzter Sieg am 7. Juni in der Türkei). Mit nunmehr 69 Punkten hat der WM-Dritte Vettel 16 Punkte Rückstand auf den englischen Brawn-Piloten. Zweiter mit 71 Punkten ist Buttons Teamkollege Rubens Barrichello, der in Suzuka Rang sieben belegte.

Das nächste Rennen wird am 18. Oktober in Brasilien ausgetragen. Sollte Button dort vier Punkte mehr holen als Barrichello, also mindestens Fünfter werden und der Brasilianer leer ausgehen, wäre er zum ersten Mal Weltmeister. Daran würde auch ein weiterer Erfolg Vettels nichts mehr ändern. Das letzte Rennen wird am 1. November in Abu Dhabi absolviert.

Platz zwei für Trulli - Punkte für die deutschen Fahrer

Direkt hinter Vettel, der seinen dritten Saisonsieg erreichte, landete der italienische Toyota-Pilot Jarno Trulli mit einem Rückstand von 4,877 Sekunden. Dritter wurde der entthronte Weltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes), der 6,472 Sekunden später als Vettel ins Ziel kam.

Punkte holten auch die deutschen Fahrer Nico Rosberg (Williams/Rückstand: 8,793 Sekunden) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber/9,509) auf den Plätzen fünf und sechs. Adrian Sutil wurde 13., der Force-India-Fahrer vergab eine bessere Platzierung durch einen Dreher.

Glock übernimmt Verantwortung für Trainingsunfall

Timo Glock nahm am Rennen in Japan nicht teil. Der deutsche Toyota-Fahrer hatte im Qualifying am Samstag einen Unfall erlitten und sich dabei eine Schnittverletzung am Bein zugezogen. Glock äußerte sich inzwischen zu seinem Crash und übernahm die Verantwortung für das Missgeschick: "Es war allein mein Fehler. Ich hatte die Kurve falsch eingeschätzt. Ich wollte aus der Runde alles rausholen, hatte dann ein bisschen Übersteuern beim Ausgang und wollte noch viel Schwung mitnehmen. Dann bin ich mit dem linken Vorderrad aufs Gras gekommen."

ach/sid

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