Formel 1 Sutil steht bei Sauber vor dem Aus

Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich angeblich einen neuen Arbeitgeber suchen. Durch die Verpflichtung von Marcus Ericsson und die angeblichen Beförderung des Ersatzfahrers würde sein Sauber-Rennstall dringend benötigte Sponsoren gewinnen.

Sauber-Pilot Sutil: Formel-1-Zukunft ungewiss
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Sauber-Pilot Sutil: Formel-1-Zukunft ungewiss


Hamburg - Das Formel-1-Team Sauber hat einen neuen Piloten für die kommende Saison verpflichtet. Der schwedische Bezahlfahrer Marcus Ericsson wechselt von Caterham zu den Schweizern. Zudem will der finanziell angeschlagene Sauber-Rennstall laut übereinstimmenden Medienberichten zudem Ersatzpilot Giedo van der Garde aus den Niederlanden befördern. Damit droht der Deutsche Adrian Sutilsein Cockpit zu verlieren.

Sutil hat laut eigener Aussage noch einen gültigen Vertrag für 2015. Zuletzt hatte er sich zuversichtlich geäußert, auch im kommenden Jahr für Sauber zu fahren. "Es gibt da keine Veränderung", sagte er vor dem Großen Preis der USA am Sonntag (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Er habe sich "für eine gewisse Zeit" an Sauber gebunden. Angeblich soll ihm Sauber für die Auflösung seines Vertrages eine Abfindung zahlen.

Seit Langem plagen das Team große finanzielle Schwierigkeiten. Durch die Kombination Ericsson, 24, und van der Garde, 29, als Stammfahrer würde Sauber durch deren Sponsoren angeblich rund 30 Millionen Euro kassieren - Geld, das offenbar dringend benötigt wird. "Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit Marcus dem Team einen frischen Impuls geben wird", sagte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn. Offiziell will man den zweiten Piloten für 2015 zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Bezahlfahrer gibt es in der Formel 1 seit Jahrzehnten. Sie haben meist potente Sponsoren, die sie dann zu ihrem Arbeitgeber mitbringen. Häufig würden diese Paydriver wohl kein Cockpit bekommen, wenn sie ohne finanzielle Unterstützung wären. Allerdings begannen unter anderem auch Michael Schumacher, Fernando Alonso und Niki Lauda als Bezahlfahrer.

max/sid



insgesamt 4 Beiträge
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jewiberg 01.11.2014
1. Dann gibts ja bald wieder mehr Unfälle!
Wenn statt talentierter Fahrer künftig immer mehr Bezahlfahrer kommen, wird die F1 gefährlicher. Demnächst kommen dann die Oligarchensöhne oder Kim aus Nordkorea entdeckt die F1.
colinchapman 02.11.2014
2. War abzusehen
Die Abwärtsspirale bei Sauber dreht sich immer schneller, in der Ära Kaltenborn blieben erst die Erfolge aus, dann infolge davon das Geld, und um das zu kompensieren, muß man nun ZWEI Paydriver beschäftigen, mit denen der Erfolg nun erst recht ausbleibt. Frau Kaltenborn hat als Rennleiter einen Stefano Domenicali nicht geholt, als der zu haben war - der ist jetzt bei Audi. Das Ende bei Sauber ist vorprogrammiert - 40 Mio TV-Gelder und 30 Mio Paydriver-Sponsorship reichen nicht, um ein 90-Mio-Minimalbudget zu decken.
oldmax 02.11.2014
3. Kurzsichtig
Die F1 generiert sehr viel Geld. Ein erheblicher Teil wird an die Teams verteilt, aber der Schlüssel ist unklug gewählt. Die starken Rennställe erhalten X-mal mehr als die Kleinen und diese müssen sehr bald die Segel streichen sofern es so weitergeht. Wenn am Schluss nur noch 5 oder 6 Teams dabei sind, ist die F1 ein Auslaufmodell.
mathel1966 03.11.2014
4. Das Ende ist nahe
Es sind mehrere Faktoren die das Ende der Formel 1 bedeuten. Z.b die Strecken ,nurnoch diese Retorten Strecken vom Thielke. Monza stirbt dafür fährt man in Aserbeischan. Dann kann doch jeder mit diesen Autos fahren, ein 17 Jähriger fährt auf anhieb so schnell wie die Stammpiloten. Früher hätte der nie eine Superlizenz bekommen. Schade um das Erbe eines Clark, Fangio, Stewart usw. Auch mich als Intensiv Fan seit 1977 stimmt das sehr Traugig!
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