Warm-up Alles Wichtige zum Großen Preis von Australien

Riskante Überholmanöver und packende Rennen: Auf der Strecke im Albert Park von Melbourne ist Spannung garantiert. Rekord- und Vorjahressieger kommen aus Deutschland. Alles zum Formel-1-Auftakt in Australien.

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Formel-1-Fahrer Ricciardo: Australier in Australien mit historischer Chance
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Formel-1-Fahrer Ricciardo: Australier in Australien mit historischer Chance


Die aktuelle Lage

Die vergangenen sieben Rennen hat Mercedes alle gewonnen, fünf davon sogar mit einem Doppel-Erfolg. Insgesamt wurden die "Silberpfeile" nur dreimal geschlagen, jeweils von Daniel Ricciardo im Red Bull. Auch die Testfahrten sprechen dafür, dass Mercedes diese Siegesserie fortsetzen kann. Insgesamt drehten Lewis Hamilton und Nico Rosberg die meisten Runden, der Deutsche fuhr davon die schnellste. Im Schnitt ist das Auto 0,8 Sekunden schneller als im Vorjahr. Auch das Qualifying ging an Mercedes. Doch auch Ferrari hat einen großen Sprung gemacht, um 1,2 Sekunden konnte sich das Team steigern. Damit liegen sie zwar noch hinter Mercedes, aber mindestens gleichauf mit Red Bull und Williams.

Der Australien-GP 2014

Das Erfolgsjahr 2014 begann für Mercedes mit einem Sieg von Rosberg. Ricciardo feierte Platz zwei, ausgerechnet in seiner Heimat. "Zu schön, um wahr zu sein", dachte sich auch die Fia und disqualifizierte den Australier. Die Benzindurchflussmenge seines Red Bull lag über den erlaubten 100 Kilogramm pro Stunde. Der erste Podestplatz eines Dänen in der Formel 1 von Kevin Magnussen wurde dadurch ein zweiter. McLaren-Kollege Jenson Button wurde Dritter. Der Rennverlauf? Rosberg überholte Hamilton nach dem Start, der schied kurz darauf aus. Der Deutsche verteidigte seine Führung über eine Safetycar-Phase hinaus ungefährdet. Sebastian Vettel machte den Fehlstart für Red Bull durch sein Ausscheiden perfekt.

Die Strecke

Einmal pro Jahr werden die Straßen durch den Albert Park in Melbourne zur Rennpiste. Ansonsten läuft hier der ganz normale Stadtverkehr, weshalb die Strecke in den ersten Trainingstagen oft sehr rutschig sein kann. Den Kurs charakterisiert ein Kontrast aus Hochgeschwindigkeitspassagen und engen Schikanen. Daher ergeben sich gute Überholmöglichkeiten. Mit Vollgas am Ende einer Geraden überholen und den Gegner dann kurz vor der Kurve ausbremsen: Das funktioniert prima auf Start-und-Ziel. Und da die Fahrer das auch gerne schon nach dem Start ausprobieren, ist dieser immer besonders interessant.

Das Besondere

Zwei Rennen stechen heraus: Wer am 11. November 1991 seinen Schirm vergessen hatte, bekam ein großes Problem. Dauerregen in Adelaide, die Strecke war klatschnass. Trotzdem: Das Rennen fand statt, wurde aber nach 14 Runden und insgesamt 53 Kilometern angebrochen. Ayrton Senna lag in Führung und gewann den kürzesten Grand Prix der Formel-1-Geschichte. Viele Ausfälle gab es am 16. März 2008 - damals schien jedoch die Sonne. Von den 22 Startern schafften es gerade einmal sieben ins Ziel. Acht Fahrer schieden durch einen Unfall aus, sechs durch einen technischen Defekt. Einer wurde disqualifiziert. Hamilton gewann das Rennen und wurde am Ende Weltmeister. Apropos: Fünf der jüngsten neun Australien-Sieger holten am Ende auch den Titel.

Die Rekorde

Die wohl erstaunlichste Quote aller bisherigen Australien-Starter hat Ayrton Senna. Sechs seiner neun Rennen startete er von der Poleposition, zum Sieg reichte es aber nur zweimal. Das war allerdings immer in Adelaide. In Melbourne teilen sich Vettel, Hamilton, Michael Schumacher und Mika Häkkinen mit je drei die meisten Poles. Mit den vier Siegen von Schumacher gleichziehen könnte in diesem Jahr allerdings nur Jenson Button. Er ist neben Kimi Räikkönen der Einzige im Fahrerfeld, der mit drei Erfolgen in Australien schon häufiger als einmal gewonnen hat. Vielleicht gelingt aber auch Ricciardo die Premiere, denn einen australischen Triumph gab es dort in der Formel 1 noch nie, Mark Webber erzielte mit Platz vier das bisher beste Ergebnis.



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wind_stopper 14.03.2015
1. Nichts neues
diese Resultate hat man schon an den Testfahrten ablesen können. Bin nur überrascht, dass MacLaren so weit hinterher fährt. Wenigstens haben wir jetzt auch eine Erklärung und wissen, dass Alonso in dieser Saison nicht mehr fahren wird - es sei denn, MacLaren/Honda schaffen noch ein Wunder und verbessern ihr Auto in die Top 5.
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