Formel 1 Ricciardo verlässt Red Bull am Saisonende

Überraschung in der Formel 1: Daniel Ricciardo wird seinen Vertrag bei Red Bull Racing nicht verlängern. Bei seinem kommenden Arbeitgeber wird der Australier Teamkollege eines Deutschen.

Daniel Ricciardo
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Daniel Ricciardo


Der Australier Daniel Ricciardo verlässt nach fünf Jahren den Red-Bull-Rennstall. Das teilte das einstige Weltmeisterteam mit. Ricciardo ist aktuell Fünfter der WM-Fahrerwertung. Auch in der abgelaufenen Saison landete der 29-Jährige als bester Red-Bull-Fahrer auf Rang fünf. 2019 wird er für Renault an den Start gehen.

"Wir respektieren Daniels Entscheidung und wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Ricciardo gehörte ab 2008 zur Red-Bull-Nachwuchsakademie, aus der auch der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hervorging.

2014 wurde er Vettels Teamkollege und bezwang den amtierenden Champion im Stallduell. Für Red Bull Racing gelangen Ricciardo sieben Siege, darunter Ende Mai beim Prestigerennen in Monaco. Insgesamt stand er 29-mal für sein Team auf dem Podium.

Red Bull sucht Nachfolger

Red Bull muss nun nach einem zweiten Piloten neben dem Niederländer Max Verstappen (Vertrag bis 2020) suchen. Ein logischer Kandidat wäre Carlos Sainz jr., der derzeit für Renault fährt, aber vertraglich noch an Red Bull gebunden ist. Eine weitere Option wäre, den Franzosen Pierre Gasly vom Schwesterteam Toro Rosso zu befördern.

Ricciardo wiederum zieht es zu Renault, die ehrgeizige Ziele haben: 2019 möchte das Werksteam um Siege fahren, im Jahr darauf um die Weltmeisterschaft. Nach zwölf von 21 Saisonrennen hat Renault als WM-Vierter 82 Punkte auf dem Konto, 141 weniger als der WM-Dritte Red Bull.

Bei Renault wird Ricciardo Teamkollege des Deutschen Nico Hülkenberg.

mfu/sid



insgesamt 4 Beiträge
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uzsjgb 03.08.2018
1. Logischer Schritt
Ricciardo musste von Red Bull weg, solange er noch einigermaßen gut gegen Verstappen aussah. Ansonsten wäre sein Marktwert zu sehr gesunken. Aber es ist trotzdem ein Glücksspiel, ob Renault sich in den nächsten Jahren verbessern wird. Spannend wird es wie er gegen Hülkenberg abschneidet, ich vermute das wird sehr ausgeglichen. Renault war bereits letztes Jahr an Ricciardo interessiert und hat dann aber in der Honda-Motorenrochade "nur" Sainz bekommen. Bin mal gespannt, wo Sainz landet. Er hatte kein gutes Verhältnis zu Verstappen während der gemeinsamen Toro Rosso-Zeit und ich glaube auch nicht, dass er gut genug für Red Bull ist. Für Gasly wäre es allerdings auch ein bisschen früh, da droht Gefahr, dass es ihm ähnlich ergehen würde, wie Kvyat. Renault hatte wohl auch Ocon in der Hinterhand, der einer der großen Verlierer sein könnte. Was mit Force India wird weiß man noch nicht, gut möglich, dass der Käufer andere Fahrer haben möchte. Auf jeden Fall ist dieses Jahr viel Spannung in der Silly Season.
Wer..wars 03.08.2018
2.
Lächerlicher Vorwurf... Riccardo scheint mehr vertrauen in den Renault zu haben,statt auf den neuen Honda Motor.....oder eher die Flucht vorm dem Nr.2 Status
aurichter 03.08.2018
3. Komisch
seit wann hat FIAT ein F1 Team und dann noch mit schlechtem Fahrer? Oder wollen die Turiner auch einsteigen und Ferrari Konkurrenz machen? Wozu braucht man beim F1 Rammböcke, ist das nicht gefährlich bei den hohen Geschwindigkeiten? Merkwürdiger Kommentar :-))
TheFunk 04.08.2018
4. Win-win-situation
Ricciardo wird Werksfahrer und wird anständig bezahlt, anstatt die Nummer zwei hinter dem überschätzten Verstappen zu sein. Renault wird besser und besser...Renault hat einen Coup gelandet, damit hat niemand gerechnet. Ein sympathischer Fahrer, gut zudem, ideal als Werbefigur... Man darf gespannt sein, ob Renault nicht besser sein wird als RB-Honda nächstes Jahr.
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