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Formel-1-Boss Ecclestone: "Niemand demonstriert in Bahrain"

Autos explodieren, Molotow-Cocktails fliegen, Radikale schimpfen über "ein Verbrechen": Die Stimmung vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain ist extrem angespannt. Allein Bernie Ecclestone verkennt die Lage, von Protesten will er nichts wissen.

Brennende Reifen in Bahrain (am Samstag): Protest gegen das Formel-1-RennenZur Großansicht
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Brennende Reifen in Bahrain (am Samstag): Protest gegen das Formel-1-Rennen

Hamburg - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone will von einer angespannte Situation im Vorfeld des umstrittenen Großen Preises von Bahrain nichts wissen. "Es gibt keinen Grund, warum das Rennen kein Erfolg werden sollte", sagte der 82-Jährige der Nachrichtenagentur AFP nach dem Rennen in China: "Was ist passiert, sie demonstrieren? Davon weiß ich nichts. Niemand demonstriert dort", sagte der Brite. Die Proteste im kleinen Golfstaat hatten sich zuletzt wieder verschärft.

In der Nacht zum Montag explodierte in der Hauptstadt Manama ein Auto, die radikale "Bewegung des 14. Februar" bekannte sich via Twitter zu der Tat, bei der laut Polizeiangaben niemand verletzt wurde. Ziel sei es gewesen, gegen das Formel-1-Rennen zu protestieren. In der Nacht auf Freitag war die Polizei mit Tränengas gegen einige Hundert Demonstranten vorgegangen. "Euer Rennen ist ein Verbrechen", skandierten die Protestierenden und warfen mit Molotow-Cocktails auf die Vertreter des Staatsmacht.

Unter der Woche hatte Human Rights Watch bereits berichtet, dass die Polizei 20 Regierungsgegner in den Städten nahe des Sakhir Circuits verhaftet hatte. Die größtenteils schiitische Opposition ruft im Vorfeld des Rennens unter dem Motto "Demokratie ist unser Recht" zu gewaltfreien Protesten auf.

Im vergangenen Jahr hatte das Rennen in der Nähe der Hauptstadt Manama trotz heftiger Proteste durch Oppositionelle und Menschenrechts-Organisationen stattgefunden. Rund um den vierten Saisonlauf sorgten tägliche Zwischenfälle und ein erschossener Demonstrant weltweit für Aufsehen. 2011 war der Große Preis von Bahrain wegen politischer Unruhen nicht durchgeführt worden. Dennoch soll es am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder gefahren werden.

leh/sid

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insgesamt 22 Beiträge
janfred 15.04.2013
ich war die letzten eineinhalb Jahre über 10 mal in Bahrrein. Von Demonstrationen kann dort keine Rede sein. Die beschriebenen Aktionen sind terroristische Angriffe. Mehr als die hälfte der Festgenommenen kommt NICHT aus Bahrrein. [...]
ich war die letzten eineinhalb Jahre über 10 mal in Bahrrein. Von Demonstrationen kann dort keine Rede sein. Die beschriebenen Aktionen sind terroristische Angriffe. Mehr als die hälfte der Festgenommenen kommt NICHT aus Bahrrein. Diese überwiegend ausländischen Terroristen haben ganz bestimmte Ziele. Siehe Libyen, Syrien, Algerien etc. Der Durschnitts-Bahrreini schämt sich für die Unruhen. Es geht keinem wirklich schlecht dort. Wer weiss wie Aotovernarrt die Araber sind, weiss auch dass der jährliche Formel 1 Lauf immer ein Highlight des Jahres ist.
laxness 15.04.2013
denn getan? garnix. Sollen sie gegen ihre korrupte Regierungs-Klique demonstrieren solange sie wollen. Und danach, wenn die Clique wegdemonstriert ist selber zu einer korrupten Clique werden. Alles fein, aber lasst eure [...]
Zitat von sysopAutos explodieren, Molotow-Cocktails fliegen, Radikale schimpfen über "ein Verbrechen": Die Stimmung vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain ist extrem an
denn getan? garnix. Sollen sie gegen ihre korrupte Regierungs-Klique demonstrieren solange sie wollen. Und danach, wenn die Clique wegdemonstriert ist selber zu einer korrupten Clique werden. Alles fein, aber lasst eure dreckigen Finger von der F1. Idioten!
janfred 15.04.2013
ich war die letzten eineinhalb Jahre über 10 mal in Bahrrein. Von Demonstrationen kann dort keine Rede sein. Die beschriebenen Aktionen sind terroristische Angriffe. Mehr als die hälfte der Festgenommenen kommt NICHT aus Bahrrein. [...]
ich war die letzten eineinhalb Jahre über 10 mal in Bahrrein. Von Demonstrationen kann dort keine Rede sein. Die beschriebenen Aktionen sind terroristische Angriffe. Mehr als die hälfte der Festgenommenen kommt NICHT aus Bahrrein. Diese überwiegend ausländischen Terroristen haben ganz bestimmte Ziele. Siehe Libyen, Syrien, Algerien etc. Der Durschnitts-Bahrreini schämt sich für die Unruhen. Es geht keinem wirklich schlecht dort. Wer weiss wie Aotovernarrt die Araber sind, weiss auch dass der jährliche Formel 1 Lauf immer ein Highlight des Jahres ist.
shmubu 15.04.2013
Und wieder einmal kommt dieses Land gerade in der Woche vor dem Formel 1 Rennen in die Schlagzeilen. Meldungen in den letzten 8 Monaten? Fehlanzeige. Und auch nach dem Rennen wird niemand mehr darüber berichten. Erbärmlich, wie [...]
Und wieder einmal kommt dieses Land gerade in der Woche vor dem Formel 1 Rennen in die Schlagzeilen. Meldungen in den letzten 8 Monaten? Fehlanzeige. Und auch nach dem Rennen wird niemand mehr darüber berichten. Erbärmlich, wie hier die Aufmerksamkeit durch ein Sportereignis zur Propaganda missbraucht wird. Und SPON fällt auch noch drauf rein und macht mit...
mercadante 15.04.2013
Weil Bahrein eine Formel 1 Strecke hat , weil Bahrein mit Regierende EU Politikern gern zusammen feiern oder nette Geschäfte machen , alles das was mit Assad nie machen konnten .
Weil Bahrein eine Formel 1 Strecke hat , weil Bahrein mit Regierende EU Politikern gern zusammen feiern oder nette Geschäfte machen , alles das was mit Assad nie machen konnten .
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  • Montag, 15.04.2013 – 17:40 Uhr
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Formel 1: Rennkalender 2013
Rennen Datum Großer Preis von (Ort)
1 17.03. Australien (Melbourne)
2 24.03. Malaysia (Sepang)
3 14.04. China (Shanghai)
4 21.04. Bahrain (Manama)
5 12.05. Spanien (Barcelona)
6 26.05. Monaco (Monte Carlo)
7 09.06. Kanada (Montréal)
8 30.06. Großbritannien (Silverstone)
9 07.07. Deutschland (Nürburgring)
10 28.07. Ungarn (Budapest)
11 25.08. Belgien (Spa-Francorchamps)
12 08.09. Italien (Monza)
13 22.09. Singapur (Singapur)
14 06.10. Südkorea (Yeongam)
15 13.10. Japan (Suzuka)
16 27.10. Indien (Neu Delhi)
17 03.11. Abu Dhabi (Abu Dhabi)
18 17.11. USA (Austin)
19 24.11. Brasilien (São Paulo)

Formel 1: Teams und Fahrer 2013
Team Fahrer 1 Fahrer 2
Red Bull Sebastian Vettel Mark Webber
Ferrari Fernando Alonso Felipe Massa
McLaren Jenson Button Sergio Pérez
Lotus Kimi Räikkönen Romain Grosjean
Mercedes Nico Rosberg Lewis Hamilton
Sauber Nico Hülkenberg Esteban Gutiérrez
Force India Paul di Resta Adrian Sutil
Williams Pastor Maldonado Valtteri Bottas
Toro Rosso Daniel Ricciardo Jean-Eric Vergne
Caterham Charles Pic Giedo van der Garde
Marussia Max Chilton Jules Bianchi




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