Formel 1: Ecclestone plant auch für 2013 mit Bahrain

Proteste, Verletzte, ein Toter: Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone lässt all dies unbeeindruckt. Er will die Formel 1 auch im kommenden Jahr in Bahrain fahren lassen. Dass über den Großen Preis in der Unruheregion heftig diskutiert werde, bezeichnet er als PR.

Bahrains Kronprinz bin Hamad al-Khalifa (l.), Ecclestone: Auch 2013 zu Gast Zur Großansicht
REUTERS

Bahrains Kronprinz bin Hamad al-Khalifa (l.), Ecclestone: Auch 2013 zu Gast

Hamburg - Chefvermarkter Bernie Ecclestone will trotz der heftigen Kontroverse um das Bahrain-Rennen auch im kommenden Jahr mit der Formel 1 in das politisch unruhige Königreich zurückkehren. Die Rennserie werde in Bahrain gastieren, "so lange sie uns wollen", sagte der Brite. Die harsche Kritik am Festhalten der Formel 1 an dem Grand Prix begrüßt Ecclestone nun sogar. "Ich denke, das ist gut, weil die Leute so über die Dinge reden. Es heißt doch, so etwas wie schlechte PR gibt es nicht", so der 81-Jährige.

Bahrains Protestbewegung und Menschenrechtsorganisationen hatten der Formel 1 vorgeworfen, sich vom Königshaus instrumentalisieren zu lassen und mit dem Rennen ein falsches Bild der Normalität zu verbreiten. Auch während des Grand-Prix-Wochenendes war es in dem Land zu Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften gekommen. Am Samstag hatte es dabei einen Toten gegeben.

Doch Ecclestone will an seinem langfristigen Vertrag für das Rennen in Bahrain festhalten. "Absolut. Für immer. Kein Problem", sagte der Rechte-Mitinhaber. Das Wachstum der Formel 1 in Bahrain und dem Nahen Osten halte an, fügte er hinzu. Es gebe bereits weitere Interessenten in der Region für die Austragung eines Rennens.

Bahrain war im Jahr 2004 als erstes Land des Nahen Ostens Gastgeber für die Formel 1. 2009 folgte Abu Dhabi. "Mit Blick auf das vorhandene Kapital ist hier der größte Schwerpunkt der Welt. Wenn es danach geht, können wir hier gar nicht genug Rennen haben", sagte Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez.

aha/dpa

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1. ...
deus-Lo-vult 23.04.2012
Zitat von sysopProteste, Verletzte, ein Toter: Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone lässt all dies unbeeindruckt. Er will die Formel 1 auch im kommenden Jahr in Bahrain fahren lassen. Dass über den Großen Preis in der Unruheregion heftig diskutiert werde, bezeichnet er als PR. Formel 1: Ecclestone plant auch für 2013 mit Bahrain - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,829104,00.html)
Aber natürlich! Napoleon Ecclestone wird doch nicht auf die vielen Millionen des Königs verzichten!
2.
ctrlaltdel 23.04.2012
Zitat von deus-Lo-vultAber natürlich! Napoleon Ecclestone wird doch nicht auf die vielen Millionen des Königs verzichten!
Aber natürlich könnte er drauf verzichten, der hat genug... Aber macht er nicht, weil er ein guter Geschäftsmann ist. Es gibt KEINEN vernünftigen Grund, Rennen in Bahrain abzusagen (das Pferd wurde in dem anderen Vettel-Thread schon totgeritten)
3. Typisch Geldgeil
Bundeskanzler20XX 23.04.2012
Zitat von sysopProteste, Verletzte, ein Toter: Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone lässt all dies unbeeindruckt. Er will die Formel 1 auch im kommenden Jahr in Bahrain fahren lassen. Dass über den Großen Preis in der Unruheregion heftig diskutiert werde, bezeichnet er als PR. Formel 1: Ecclestone plant auch für 2013 mit Bahrain - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,829104,00.html)
Durch Geldgier getriebene Funktionäre gehen halt auch in der F1 ohne zu zögern über Leichen. Mal schauen ob der Nachfolger Ecclestones diese Kultur weiter betreibt oder sich durch etwas mehr Rücksicht erstmal ein positiveres Image aneignet. Mit 81 wird Herr Ecclestone sicherlich nichtmehr so lange machen, hoffendlich. Allerdings muss man ihm schon recht geben, dass das Medieninteresse an den Unruhen ohne den Formel-Eins-Zirkus um einiges kleiner gewesen wäre.
4.
ctrlaltdel 23.04.2012
Zitat von Bundeskanzler20XXDurch Geldgier getriebene Funktionäre gehen halt auch in der F1 ohne zu zögern über Leichen. ....
die einzigen, die über Leichen gehen sind die islamischen Fanatiker in Bahrain und anderswo.
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Getty Images