Formel-1-Fahrer Wehrlein "Ich sage jetzt einfach, was ich hatte"

Mitte Januar hatte sich Pascal Wehrlein am Rücken verletzt und fiel seitdem für seinen Rennstall Sauber aus. Doch worunter der 22-Jährige genau litt, blieb ungewiss. Vor dem Comeback spricht er über die Verletzung.

Pascal Wehrlein
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Pascal Wehrlein


Einen Tag vor seiner Rückkehr in den Formel-1-Wagen beendete Pascal Wehrlein das wochenlange Rätselraten um seine folgenreiche Rückenverletzung. "Ich sage jetzt einfach, was ich hatte: Ich hatte mir drei Wirbel gebrochen", sagte der 22 Jahre alte Sauber-Pilot.

Wehrlein war beim sportlich wertlosen "Race of Champions" in Miami im US-Bundesstaat Florida im Januar mit seinem Fahrzeug in die Streckenbegrenzung gekracht. Er habe sich Kompressionsfrakturen in der Brustwirbelsäule zugezogen. Zwei weitere Wirbel seien gestaucht gewesen. Diese Stauchungen hätten im Nacken angefangen. "Ich habe sehr viel Glück gehabt", sagte Wehrlein.

Er verteidigt die Teampolitik, sich nicht konkret zu der Verletzung geäußert zu haben. Mercedes, aus dessen Talentschmiede Wehrlein stammt, und Sauber hätten ja genau Bescheid gewusst. "Das einzige Ungünstige war, dass die Medien schlecht geschrieben haben", sagte Wehrlein.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte vor dem China-Grand-Prix Anfang April dem Sender RTL von Brüchen und Stauchungen berichtet und gesagt: "Pascal hat Glück gehabt, dass es nicht zu einer weitreichenderen Verletzung gekommen ist." Ein offizielles Statement gab es aber nicht.

Nun startet Wehrlein beim Rennen in Bahrain. Bedenken, dass er noch immer nicht hundertprozentig fit sein könnte, hat er nicht. Allzu viel rechnet er sich im Sauber auf dem Bahrain International Circuit nicht aus. In der vergangenen Saison kam das Schweizer Privatteam im WM-Ranking nicht über den zehnten und damit vorletzten Platz hinaus. Schlechter war nur Wehrleins damaliger Rennstall Manor Racing.

Für Wehrlein werden die 18 Rennen, die ihm nach aktuellem Stand in diesem Jahr bleiben, auch eine Bewährungsprobe. Im Manor hatte er bisweilen sein Können angedeutet und war in Bahrain vor einem Jahr 13. geworden. In Österreich hatte er sogar den einzigen Punkt für das Team als Zehnter geholt. Es waren seine besten Saisonergebnisse.

luk/dpa



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