Formel 1 Ferrari startet Projekt Titelgewinn mit F150

Als erster großer Rennstall hat Ferrari das Auto für die neue Formel-1-Saison präsentiert. Ein Desaster wie im Vorjahr soll den Italienern nicht wieder passieren. Schärfster Rivale aus Sicht von Ferrari-Toppilot Fernando Alonso ist Michael Schumacher.

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Hamburg - Vize-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien und sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa enthüllten am Firmensitz in Maranello den F150, mit dessen Namen Ferrari an die Unabhängigkeit Italiens im Jahr 1861 erinnern will. "Wir haben den F150 mit einem ganz einfachen Ziel entwickelt, wir müssen es nur erreichen", sagte Teamchef Stefano Domenicali. Wie dieses Ziel heißt, ist klar: Sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung am Ende auf Platz eins zu liegen. Alonso hatte 2010 im Saisonfinale in Abu Dhabi den sicher geglaubten Titel noch an Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel verloren.

"Wir haben in dieser Saison fünf Weltmeister auf der Strecke", sagte Alonso. Neben ihm und Vettel sind dies die Briten Lewis Hamilton und Jenson Button, sowie Michael Schumacher. Überraschend macht der Spanier nicht Vettel als möglichen ärgsten Rivalen der kommenden Saison aus, sondern den in der Vorsaison enttäuschenden Rekordweltmeister Michael Schumacher: "Wenn alle das gleiche Auto haben, ist der gefährlichste für mich immer noch Michael."

Ferrari eröffnete die Präsentationen in der Formel 1, die in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Vettels Red-Bull-Team sowie das Werksteam von Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg stellen ihre neuen Autos am kommenden Dienstag beim Beginn der ersten offiziellen Testfahrten in Valencia vor.

Rosberg warnt vor zu frühen Erkenntnissen

Mercedes-Pilot Rosberg warnte allerdings davor, die ersten Eindrücke überzubewerten. Eine Standortbestimmung gibt es für Mercedes nach seiner Meinung erst nach der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain am 12. März. "Weil wir beim Testen ein komplett anderes Auto haben werden als in Bahrain", so Rosberg mit Blick auf die viergeteilten Tests, bei denen sich die Piloten nicht nur an die Reifen des neuen Exklusiv-Herstellers Pirelli gewöhnen müssen.

Auch der verstellbare Heckflügel und die Wiedereinführung des Energierückgewinnungssystems Kers sind 2011 neu. "Das Auto wird 2011 sicherlich komplexer", so Alonso. Man verliere automatisch etwas an Konzentration, sagte der Spanier, der 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister geworden war. Die Franzosen wollen als Lotus Renault die etablierten Teams der Vorsaison herausfordern.

McLaren-Mercedes wird seinen MP4-26 als einziges Top-Team erst nach der ersten Testsession vorstellen - und wohl auch als einzige Mannschaft mit großem Showeffekt. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin wollen die Briten am 4. Februar ihr Auto präsentieren. Bis dahin ist der neue Ferrari schon eine Woche alt und für Ferrari-Boss Luca di Montezemolo steht jetzt schon fest: "Ich erwarte lediglich drei Teams, höchstens vier, die 2011 an der Spitze mitfahren."

aha/sid/dpa



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insgesamt 6 Beiträge
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Hypocrist 28.01.2011
1. ?
Warum nur sieht der Ferdinand in MSC den Hauptgegner? Hat der ne Glaskugel und weiß mehr als wir?
hasenfuss27 28.01.2011
2. ...
Zitat von HypocristWarum nur sieht der Ferdinand in MSC den Hauptgegner? Hat der ne Glaskugel und weiß mehr als wir?
Die Aussage war wohl eine andere: "Wenn alle das gleiche Auto haben, ist der gefährlichste für mich immer noch Michael." Abgesehen davon, würde ich schwer davon ausgehen, dass WIR nicht alles wissen, was die Herren übereinander und ihre Autos bereits wissen... Aber mit Glaskogel hat das wenig zu tun... eher mit Geld...
nandogo 28.01.2011
3. bonito
Sieht gut aus die neue rote goettin! Die italienische fahne auf dem heckfluegel ist ja mal ein hingucker! Das auto wird sich aber definitiv noch veraendern vor dem ersten Rennen. Von einer innovativen radaufhaengung ist zb. die rede. >>Ferrari confirm "The positioning of the KERS {battery} within the fuel cell ">Tombazis (chefdesigner):"Doch bis zum ersten Rennen wird es noch einige Neuerungen geben, die noch nicht am Auto sind, zum Beispiel etwas beim Heckflügel und das Auspuffsystem."
Gerdd 29.01.2011
4. Nur das eine
Zitat von HypocristWarum nur sieht der Ferdinand in MSC den Hauptgegner? Hat der ne Glaskugel und weiß mehr als wir?
Nein. Nur eins vielleicht: Fernando macht gerne viel Wind, und er weiss aus Erfahrung, dass das beim Michael keinen Eindruck hinterlaesst, was man von einigen der juengeren Fahrer wohl so nicht sagen kann.
nandogo 29.01.2011
5. Schumi out
Fernando hat nie behauptet das Schumi der staerkste gegnner ist. Das wollte man in den deutschen medien nur so verkaufen. Er sagte wenn ALLE das gleiche auto haetten, dann waere Schumi wohl der staerkste gegner. Alonso weiss besser wie seine fans das die zeit des rentner-fahrers abgelaufen ist und er mit den youngsters nicht mehr mithalten kann. Ihm wird ja sogar im simulator schlecht und das ist GANZ unguenstig in der heutigen zeit, wo die testfahrten eingeschraenkt sind und vieles im simulator aufgearbeitet werden muss.Da hat er ein echtes problem! Wenn Nico ihm dieses jahr wieder um die ohren faehrt, dann wird er wohl die koffer packen und endlich platz machen fuer junge talente wie zb. Huelkenberg.
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