Ferrari stellt neuen Formel-1-Wagen vor Mit diesem Auto will Vettel Weltmeister werden

SF90 - so heißt der neue Rennwagen von Ferrari für die kommende Formel-1-Saison. Die Erwartungen an ihn und Fahrer Sebastian Vettel sind groß, und mit neuem Teamchef soll der erste WM-Titel seit elf Jahren her.

Der SF90 von Ferrari
FERRARI PRESS OFFICE/ HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Der SF90 von Ferrari


Sebastian Vettels neuer Formel-1-Wagen trägt den offiziellen Namen Ferrari SF90. Die Scuderia präsentierte ihr Auto für die kommende Saison im italienischen Maranello. "Als Team tragen wir die Hoffnungen, Erwartungen und den Stolz einer ganzen Nation und von Millionen Fans in aller Welt. Wir akzeptieren diese Verantwortung", sagte Ferrari-Präsident Louis Camilleri.

Der Name des Autos erinnert an die Gründung der Scuderia Ferrari vor 90 Jahren durch Enzo Ferrari. Nach elf titellosen Jahren wollen die Italiener in diesem Jahr wieder in der WM triumphieren. "Das Team ist auf dem richtigen Weg, hoffentlich können wir uns weiter verbessern", sagte Vettel bei der Vorstellung des neuen Boliden.

Neues Ferrari-Auto
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Neues Ferrari-Auto

Neben dem 31-Jährigen wird künftig der Monegasse Charles Leclerc, 21 Jahre, zweiter Ferrari-Stammpilot. Er ersetzt den Finnen Kimi Räikkönen. Zudem löste der Schweizer Mattia Binotto als Teamchef Maurizio Arrivabene ab. Die ersten Testfahrten des Jahres beginnen am Montag in Barcelona. Saisonstart ist am 17. März mit den Grand Prix von Australien in Melbourne.

Spätestens dann wird es erste Erkenntnisse geben, wie die Topteams Mercedes, Red Bull und Ferrari die Regeländerung des Motorsport-Weltverbands Fia umgesetzt haben. Front- und Heckflügel müssen künftig stark modifiziert werden. Die Fia hofft dadurch auf mehr Überholmanöver.

"Sebastian ist so hungrig wie eh und je"

Den letzten WM-Titel für Ferrari gewann Räikkönen 2007, in den vergangenen fünf Jahren dominierte Mercedes mit Lewis Hamilton, der in dieser Zeit viermal triumphierte. 2016 ging der WM-Pokal an den früheren Mercedes-Fahrer Niko Rosberg, anschließend beendete er seine Karriere.

Vettel selbst gewann von 2010 bis 2013 viermal nacheinander die Weltmeisterschaft - damals allerdings noch für Red Bull. Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher, Vettels großes Vorbild, fuhr 2000 auch im fünften Jahr für die Italiener, als er seinen ersten von letztlich fünf WM-Titeln mit Ferrari holte. "Sebastian ist so hungrig wie eh und je nach Siegen. Er strebt voller Hingabe danach, unsere Ziele zu erreichen", sagte Firmenchef Camilleri.

jan/dpa



insgesamt 12 Beiträge
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astrolenni 15.02.2019
1. Frontflügel
Diese Monster-Frontflügel schreien ja gerade danach, abgefahren zu werden. Ist es das, was Liberty will für mehr Überholmanöver? Fahrer, die 30 s in der Box verlieren?
skeptikerjörg 15.02.2019
2. Wollen kann man viel
Vettel würde gerne Weltmeister werden, klar. Wollen mehr oder weniger alle, die an den Start gehen. Die wenigsten haben jedoch auch eine Chance. Und Vettel? Selbst als er in der letzten Saison zeitweise ein konkurrenzfähiges Auto hatte, hat er es durch eigene Fehler in den Sand gesetzt, wollte zu viel, war zu unbeherrscht, usw. Und wenn nicht er gepatzt hat, ist die Ferrari Strategie hilfreich eingesprungen. Es gehört halt mehr dazu, als nur ein schnelles, standfestes Auto. Ich befürchte, es wird wie in den letzten Jahren: Mercedes und Hamilton fahren vor weg, die anderen hecheln hinterher.
nospam 15.02.2019
3. völlig falscher Ansatz...
... die überdimensionierten Frontflügel. Was es braucht sind große Heckflügel und Autos die insgesamt höher liegen damit sie ein größeres Windschattenprofil bilden. Diese langweiligen gescripteten Rennen mit DRS und Vorgaben wann der Flügel gesenkt werden darf müssen ein Ende haben.
laxness 15.02.2019
4. Frontflügel
weglassen und dafür Hinterrad-Lenkung :-)
robeuten 15.02.2019
5. Eben!
""Sebastian ist so hungrig wie eh und je nach Siegen." Eben - er war NIE so hungrig wie ein Schumacher, oder eben auch Hamilton. Nee, das wird nix!
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