Hamburg - Sebastian Vettel und Fernando Alonso gemeinsam bei Ferrari? Nach Informationen der BBC soll diese spektakuläre Kombination in der Formel 1 ab 2014 Wirklichkeit sein. Der britische Sender beruft sich bei seinen Informationen auf eine nicht namentlich genannte Quelle bei Ferrari. Demnach soll Vettel bereits einen Vertrag bei den Italienern unterschrieben haben.
"Da ist nichts Wahres dran. Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass wir diese Gerüchte hören, und es wird auch nicht das letzte Mal sein", kommentierte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni den Bericht. Auch Red Bull reagierte: "Das sind Unwahrheiten. Diese Meldung stimmt schlicht und einfach nicht", sagte Motorsportchef Helmut Marko der "Bild"-Zeitung.
Vettel hat bei Red Bull noch einen Vertrag bis 2014, Alonsos Kontrakt bei Ferrari ist sogar bis Ende 2016 datiert. Und es ist kaum vorstellbar, dass beide Top-Piloten für denselben Rennstall fahren, wie auch Ferrari-Boss Luca di Montezemolo betont: "Ich habe in den letzten 20 Jahren immer gesagt, dass ich nicht zwei Hähne in einem Hühnerstall haben will", wird der Italiener auf der Internetseite des Formel-1-Rennstalls zitiert: "Ich will keine zwei Stars, denn ich will keine Probleme und Rivalitäten, weil das Spannungen und Unausgeglichenheit im Team verursacht."
Beobachter halten Wechselgerücht für ein Störfeuer
Damit dementiert di Montezemolo zwar nicht, dass Ferrari Vettel gerne verpflichten würde. Aber eben nicht, so lange auch Alonso für die Italiener fährt. Zudem ist derzeit noch nicht einmal abschließend geklärt, wer in der kommenden Saison das zweite Cockpit neben dem Spanier besetzt. Während viele im Team eine Trennung von Felipe Massa befürworten, will di Montezemolo mit dem Brasilianer verlängern - und der Präsident hat das letzte Wort in dieser Angelegenheit. Daher könnte die Vertragsverlängerung mit Massa noch vor dem Großen Preis von Indien in zwei Wochen bekanntgegeben werden.
Beobachter der Szene halten das Wechselgerücht um Vettel auch eher für ein Störfeuer im derzeitigen WM-Kampf. Nach seinem Sieg in Südkorea hat der Red-Bull-Pilot seinen Kontrahenten Alonso in der Fahrerwertung überholt und liegt bei noch vier ausstehenden Rennen sechs Punkte vor dem Spanier. Sowohl Vettels Form als auch die Stärke seines Wagens sprechen für den Deutschen, der seinen Titel-Hattrick anpeilt.
ham/dpa/sid
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