Formel 1: Großer Preis von Bahrain wird im Oktober nachgeholt

Das ursprünglich für den 13. März geplante Formel-1-Rennen in Bahrain wird am 30. Oktober nachgeholt. Das Rennen war wegen der blutigen Unruhen im Königreich abgesagt worden. Der ursprünglich für den Ende Oktober angesetzte Große Preis von Indien wurde ans Saisonende verschoben.

Jenson Button in Bahrain (2010): Fahrer fürchten eine verlängerte Saison Zur Großansicht
REUTERS

Jenson Button in Bahrain (2010): Fahrer fürchten eine verlängerte Saison

Hamburg - Neuer Termin: 30. Oktober - das wegen politischer Unruhen ausgefallene Formel-1-Rennen in Bahrainwird nachgeholt. Das entschied der Motorsport-Weltrat der Fia in Barcelona nach Angaben des Streckenbetreibers. "Im Namen von Bahrain danke ich Bernie Ecclestone, Jean Todt und der Fia und dem Rest der Motorsportgemeinde für die Unterstützung und das Verständnis, das sie uns in diesem Jahr entgegengebracht haben", sagte Zayed R. Alzayani, Chef des Bahrain International Circuit.

Das Rennen hatte am 13. März als Saisonauftakt stattfinden sollen. Nachdem es zu Toten bei den Unruhen in Manama gekommen war, wurde der Lauf abgesagt. Insgesamt gab es 24 Opfer bei den Protesten.

Weichen muss für die Neuansetzung der Große Preis von Indien, der eigentlich am 30. Oktober seine Premiere in der Formel 1 feiern sollte und nun den Saisonabschluss bilden wird. Wann dieses Rennen genau stattfinden wird, ist bisher noch unklar. Die Teams hatten sich bereits vehement gegen eine Verlängerung der Saison bis 4. oder gar 11. Dezember ausgesprochen. Als bislang letzter Termin ist der Große Preis von Brasilien in São Paulo am 27. November vorgesehen.

Brasilien wird auch im nächsten Jahr wieder den Saisonabschluss bilden. Allerdings werden dann insgesamt 21 Rennen gefahren. Den neuen Rekord-Kalender hat der Weltrat der Fia am Freitag beschlossen. Außerdem befürwortete der Weltrat einige Veränderungen des technischen Reglements von 2013 an. Dann ersetzen Vierzylinder-Turbos mit 1,5 Litern Hubraum die aktuellen 2,4-Liter-Motoren mit acht Zylindern. So soll unter anderem der Benzinverbrauch um 35 Prozent reduziert werden.

Die WM-Entscheidung in der laufenden Saison dürfte nun wie geplant in maximal 20 Saisonläufen fallen. Vor dem Großen Preis von Kanada in gut einer Woche (12. Juni, 19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) führt Titelverteidiger Sebastian Vettel im Red Bull nach fünf Siegen in den ersten sechs Rennen die Gesamtwertung souverän an.

luk/chp/dpa/sid

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1. Congretulations
Sneaky Pie 03.06.2011
Damit zeigt die Formel 1 wessen Kind sie ist: Money sales. Menschenrechte? Egal, Hauptsache es gibt genug Geld. Ich hoffe, die hieraus resultierende Anti-Werbung werden sie richtig spüren, verdient haben sie es sich damit ehrlich.
2. Doch kein Boykott?
WolArn 03.06.2011
Das Rennen sollte boykottiert werden, wiel Regierung damals Hunderte von unschuldigen Menschen verletzt und getötet hatte. Nun hat man es doch nicht geschafft, schade.
3. Boykott
sushifish 03.06.2011
Ich werde das Rennen in Bahrain als Zuschauer boykottieren, auch wenn ich ein riesen Fan der F1 bin, aber das geht gar nicht.
4. Boykott
Si_iso 03.06.2011
Unglaublich... finde diese Entscheidung einfach falsch. Werde mir dieses Rennen nicht anschauen und hoffe, dass die Fahrer und Teams sich schlicht weigern werden dort zu fahren.
5. Ein Hoch auf den Kommerz …
wika 03.06.2011
… ist denn wenigstens sichergestellt, dass bis dahin alle Opposition im Gefängnis sitzt oder schon hingerichtet ist? Wäre ja fatal wenn es während des Rennens zu so unschönen Dingen käme. Werden sich denn auch die Saudis an der Sicherheit der Formel I Gaudi beteiligen? Naja, Hauptsache das Rennen fällt nicht aus, dass wäre ja um einiges gravierender als die paar toten Randalierer. Man muss es schon richtige verstehen … in Afghanistan machen wir Aufstandsbekämpfung … in Libyen Aufstandsunterstützung … und in Bahrain halt Aufstandsignoranz … so sind wir stets gut ausgewogen und überall treffend dabei, und immer an der vordersten Verdienste-Front. Haben sie schon mal darüber nachgedacht wie die Welt heute aussähe wenn alternativ zu 9/11 eine * Handvoll christlich-fundamentalistischer Studenten die Kaaba in die Luft gejagt hätte* … Link (http://qpress.de/2010/10/09/terror-erzwingungs-politik/)? … Nein? … Schade!
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  • Freitag, 03.06.2011 – 15:53 Uhr
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