Pressestimmen zur Formel 1 "Autoscooter mit 300 Stundenkilometern"

Ein Wort wird in den internationalen Medien über den Grand Prix von Baku häufig bemüht. Es lautet "Chaos". Vettel patzte, Hamilton hatte Glück, Ricciardo und Verstappen sind die "roten Krawallmacher".

Max Verstappen und Daniel Ricciardo (Red Bull Racing)
imago/ Motorsport Images

Max Verstappen und Daniel Ricciardo (Red Bull Racing)


Hier sind die Pressestimmen zum Großen Preis von Aserbaidschan:

ITALIEN

Repubblica: "Ein Thriller-Finale in Baku"

Corriere della Sera: "Autoscooter und Knalleffekte - Hamilton verspottet Vettel in der Schlacht von Baku"

Gazzetta dello Sport: "Von einem Champion wie Sebastian Vettel würde man erwarten, dass der Angriff auf Valtteri Bottas sein Ziel erreicht. (...) Eine Sünde."

La Stampa: "Autoscooter mit 300 Stundenkilometern. Ricciardo und Verstappen - die roten Krawallmacher"

SPANIEN

Sport: "Hamilton holt sich den Sieg bei einem Herzflatter-Rennen - ein unglaublicher Sainz wird Fünfter. (...) Hamilton war der Schlaueste, holt den ersten Saisonsieg für sein Team und übernimmt die Führung."

El Mundo Deportivo: "Hamilton fällt der Sieg vor die Füße. Hamilton zog das dicke Los in der Safety-Car-Lotterie. Ein völlig unerwarteter Sieg für den Briten. Vettel vergeigt seinen zweiten Platz bei einer riskanten Attacke auf Bottas. Ein ganz mieser Tag für Red Bull. Was für ein verrücktes Rennen! Der Einsatz des Safety Car nach dem Zusammenprall der beiden Red Bull veränderte schlagartig die gesamte Situation."

Marca: "Hamilton regiert das Chaos. (...) Nach einem schweren Fehler von Vettel kommt dieser nicht aufs Podium. Umschwung in der WM-Wertung zugunsten des Briten nach dessen erstem Sieg und ein schwerer Rückschlag für den Deutschen."

ENGLAND

Telegraph: "Nicht alle Wochenenden werden so wie in China und Aserbaidschan sein, aber es ist ein paar Jahre her, dass wir eine Saison mit so viel Potenzial wie 2018 erlebt haben."

Guardian: "Hinter Hamilton hatte dessen WM-Rivale, Ferraris Sebastian Vettel, das Rennen einige Zeit unter Kontrolle, (doch) seine Hoffnungen wurden durch ein spätes Safety Car zunichte gemacht, als er seine ruhige Bedachtheit für ein überambitioniertes Manöver aufgab hat, das ihn auf den vierten Platz zurückwarf."

BBC: "Die großen Tiere in den beiden wichtigsten Teams trennen nur vier Punkte an der Spitze der Meisterschaft. Und während Lewis Hamilton und Sebastian Vettel nun einen komfortablen Vorsprung auf den Rest haben, fühlt es sich so an, als könnte in jedem Rennen einer der Fahrer von Mercedes, Ferrari oder Red Bull der potenzielle Gewinner sein."

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Formel-1-Rennen in Baku: Red Bull dezimiert sich selbst

FRANKREICH

L'Équipe: "(Valtteri) Bottas hätte nach einem meisterhaften Rennen diesen Großen Preis gewinnen müssen. Aber in Aserbaidschan entschied das Schicksal - in Form eines winzigen Carbonsplitters - anders. Das Pech der einen kann eben auch das Pech der anderen sein. Der Finne hatte allerdings zuvor brillant der letzten Attacke von (Sebastian) Vettel getrotzt, der zu gierig war (...).

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Was für ein irrer Grand Prix von Aserbaidschan - mit was für einem irren Finish und was für einem Sieger! Auch wenn Lewis Hamilton regierender Formel-1-Weltmeister und Fahrer in einem absoluten Top-Team ist, mit einem Sieg des Mercedes-Mannes war am Sonntag in Baku lange Zeit nicht zu rechnen. Viel eher schien Ferrari-Star Sebastian Vettel auf einen Triumph zuzusteuern - bis sich die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo gegenseitig per Crash aus dem Rennen nahmen!"

Die Presse: "Selbst Weltmeister brauchen manchmal etwas Glück. Lewis Hamilton feierte den ersten Saisonsieg, weil Vettel patzte und Teamkollege Bottas Pech hatte."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Die Chaostheorie ist auf den Straßen Bakus zur Verkehrsordnung geworden. Am Ende ging der über weite Strecken wie ein sicherer Sieger aussehende Sebastian Vettel im Ferrari ohne Podiumsplatz aus, dafür siegte Lewis Hamilton erstmals in dieser Formel-1-Saison für Mercedes."

Der Tages-Anzeiger: "Der Formel-1-Zirkus war zurück in Baku. Und mit ihm das Chaos. Der dritte Grand Prix in Aserbaidschans Hauptstadt stand dem Rennen im vergangenen Juni in Sachen Turbulenzen in nichts nach - zumindest, was die Schlussphase betrifft. Während des letzten Teils des Pensums überschlugen sich die Ereignisse erneut."

Zusammengestellt von dpa und sid.

ngo/dpa/sid



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