Crash beim GP von Belgien: Alonso fordert mehr Respekt

Der schwere Crash beim Formel-1-Rennen von Belgien hat Fernando Alonso wichtige Punkte im Kampf um die WM gekostet. Nun hat der Ferrari-Pilot Verursacher Romain Grosjean indirekt scharf kritisiert und besonders von jungen Fahrern mehr Respekt vor den Regeln gefordert.

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Ferrari-Pilot Alonso: Glück im Unglück

Hamburg - Für Ferrari-Pilot Fernando Alonso, Lewis Hamilton (McLaren) und Sergio Perez (Sauber) war der Große Preis von Belgien wegen eines schweren Unfalls schon nach wenigen Metern beendet. Besonders Für den WM-Führenden Alonso war es ein herber Rückschlag im Kampf um den Titel.

"Was passiert ist, ist eine Schande", schimpfte Alonso, "das Podium wäre für mich sicher möglich gewesen." Sebastian Vettel profitierte von Alonsos Ausfall und machte im Kampf um die WM 18 Punkte gut, liegt nur noch 24 Zähler hinter dem Spanier (164) zurück.

Alonso hat den Verursacher des Crashs, Lotus-Pilot Romain Grosjean, nun indirekt scharf kritisiert. "Ich denke, dass bestimmte Fahrer versuchen sollten, beim Start weniger Risiko einzugehen. Es gibt diese Tendenz gerade bei jungen Fahrern", sagte der 31-Jährige: "Es wäre besser, wenn sie gerade am Anfang ihrer Karriere die Regeln mehr respektieren und ihr Verhalten auf der Strecke den Vorschriften anpassen würden."

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Grand Prix von Belgien: Großer Crash in Spa
Der 26-jährige Grosjean und Alonso kennen sich schon länger, fuhren sogar schon für das gleiche Team. Der Franzose hatte seine Formel1-Karriere 2009 als Testfahrer bei Renault begonnen. beim Großen Preis von Europa feierte er im selben Jahr als Teamkollege von Alonso sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports. Nachdem er in der Saison 2010 und 2011 über kein Formel-1-Cockpit verfügte, kehrte er 2012 als Stammfahrer für Lotus zurück.

Domenicali fordert Konsequenzen

Beim Großen Preis vom Belgien hatte der Franzose seinen Wagen direkt nach dem Start in den McLaren von Hamilton hineingesteuert. Daraufhin nahm der Brite Grosjean mit seinem Boliden auf die Hörner und katapultierte ihn in Alonsos Ferrari. Der Spanier hatte dabei noch Glück, dass er nicht ernsthaft verletzt wurde - Grosjeans Bolide verfehlte seinen Kopf nur um wenige Zentimeter.

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat nach dem Unfall Konsequenzen gefordert. "Klar ist, dass es besser wäre, wenn in den Junior-Serien die Regeln zum Verhalten auf der Strecke unbeugsam durchgesetzt würden. Dann wären die Fahrer so gut wie möglich auf die höchste Klasse des Motorsports vorbereitet", sagte der Italiener. Dies sei Sache des Internationalen Automobilverbandes (Fia).

In der Diskussion steht zudem eine Art Jet-Kanzel. "Wir arbeiten mit dem Verband an dem richtigen Schutzsystem", sagte Domenicali. "Mit dem, was wir getestet haben oder woran wir arbeiten, können aber auch Probleme auftreten." Eine Sorge in Sachen Jet-Kanzel ist, dass die Piloten bei einer Gefahrensituation wie zum Beispiel Feuer nicht schnell genug aus dem Wagen klettern können.

Grosjean wurde wegen seines Fehlverhaltens für das nächste Rennen am kommenden Sonntag im italienischen Monza gesperrt. Zudem muss er eine Strafe in Höhe von 50.000 Euro zahlen. Grosjean war dabei in dieser Saison schon siebenmal in Zwischenfälle verwickelt.

mib/sid

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1. F1 Rambos
nandogo 03.09.2012
Also ich wuerde fahrer wie Grosjean und maldonado nicht vermissen in der F1. Das haette gestern ganz boese ausgehen koennen, besonders fuer Alonso. Viel zu klein die strafe fuer diese beiden rowdies!
2. Wer im Glashaus sitzt....
hammer27 03.09.2012
...sollte nicht mit Steinen werfen. Alonso ist ja selbst nicht unbedingt als Kind von Traurigkeit bekannt und hat in der Vergangenheit die ein oder andere grenzwertige Aktion gezeigt. In diesen Fällen kommentierte er nur immer: "das ist Racing" - auch wenn das Ausscheiden für ihn sehr unglücklich war, sollte er doch jetzt bitteschön keine anderen Maßstäbe ansetzen. Das ist einfach nur peinlich. Ich finde, die FIA muß einfach eine durchängige Linie in der Bestrafung fahren - die in der Vergangenheit häufig erfolgte Regelauslegung abhängig von Team/Fahrer (insbes. Lex Ferrari) macht den Sport leider unglaubwürdig.
3.
niska 03.09.2012
Zitat von hammer27...sollte nicht mit Steinen werfen. Alonso ist ja selbst nicht unbedingt als Kind von Traurigkeit bekannt und hat in der Vergangenheit die ein oder andere grenzwertige Aktion gezeigt. In diesen Fällen kommentierte er nur immer: "das ist Racing" - auch wenn .....
Dann schauen wirs uns vielleicht auch mal wieder an.
4. Einen Meter weiter . . . .
klaus54 03.09.2012
Richtung Heck und Alonsos Kopf wäre weg gewesen. Die ganze Formel 1 lebt doch nur vom Glück. Ein Glück, dass er noch lebt!!
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