Pressestimmen zur Formel 1 "Hamilton flößt Angst ein"

"Wunderbare Perfektion": Lewis Hamilton hat mit dem Erfolg in Belgien eine Pflichtaufgabe souverän gemeistert. Doch das bessere Ende im WM-Kampf könnte Sebastian Vettel erwischen. Die Pressestimmen im Überblick.

Belgien-Sieger Lewis Hamilton
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Belgien-Sieger Lewis Hamilton


Lesen Sie hier die Pressestimmen zum Großen Preis von Belgien.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Hamilton baut eine Mauer vor Vettel auf. Eine Niederlage wie jene in Spa löst Ärger aus, weil Ferrari eines der besten Rennen der vergangenen Jahre bestritten hat. Ein Sieg wäre möglich gewesen, wenn der Rivale nicht ein außerordentlicher Hamilton gewesen wäre. Der Brite flößt Angst ein, doch Vettel und Ferrari werden seine Erfolgsträume stören."

Corriere dello Sport: "Ferrari siegt zwar nicht, macht jedoch Fortschritte. Das Rennen in Spa bezeugt, dass es nur einen minimalen Unterschied in diesem technologischen Wettbewerb auf höchstem Niveau zwischen Hamilton und Vettel gibt. Ferrari hat aus der Pleite in Silverstone Wichtiges gelernt."

La Repubblica: "Vettel ist aggressiv und hält im Rennen perfekt Schritt. Er lässt Hamilton nicht los, doch der Engländer erlebt ein perfektes Wochenende. Die beiden Piloten haben ein neues Hoch an Perfektion erreicht. Jeder wartet auf den Fehler des anderen, um zu siegen."

La Stampa: "Für die 30 Millionen pro Jahr, die ihm Ferrari in den kommenden drei Jahren zahlen wird, sollte Vettel auch Wunder bewirken. Doch in Spa geschieht das nicht. Sebastian bleibt Hamilton über 300 Kilometer auf den Fersen, doch dieser hält dem Angriff Stand. Mercedes war von Anfang an der Favorit, Ferrari hoffte auf den zweiten Platz. Im Grunde sind alle zufrieden."

Corriere della Sera: "Vettel verliert gegen die wunderbare Perfektion Hamiltons, der das Rennen in Spa auf dem Niveau seines Gegners bestritten hat. Wie in Sotschi und in Spielberg ist Ferrari zwar dem Sieg sehr nah, geht jedoch als Verlierer aus dem endlosen Nervenkrieg zwischen Hamilton und Vettel hervor."

ENGLAND

The Telegraph: "Lewis Hamiltons Jubel nach seinem 58. Sieg wirkte gedämpft. Er wusste, dass Mercedes angesichts der hervorragenden Renngeschwindigkeit von Sebastian Vettel und Ferrari Grund zur Sorge hat. Der konstante Druck des Deutschen trotz der langen Geraden in Spa deutet an, dass das springende Pferd in den verbleibenden Rennen im Vorteil sein könnte."

The Guardian: "Diese Formel-1-Saison ist ein stetes Auf und Ab, das eine Voraussage des Endergebnisses fast unmöglich macht. Der belgische Grand Prix sorgte für weitere, faszinierende Tiefe im sich nähernden Finale. Hamilton gewann, aber Vettel folgte ihm über fast das gesamte Rennen mit nur eineinhalb Sekunden Rückstand. Der Kurs in Belgien sollte eigentlich die Stärken von Mercedes klar begünstigen, doch Ferrari zeigte eine unerwartete Geschwindigkeit."

Daily Mail: "Lewis Hamilton verteidigte seine Position, wie es sonst wohl keiner könnte, als Sebastian Vettel mit der Nase des Ferrari schon beinahe im Heck des Briten saß. Die zwei Männer vertrauten bei mehr als 300 km/h wohl einem sechsten Sinn, und Hamilton hatte das bessere Ende für sich."

SCHWEIZ

Blick: "Hamilton vor Vettel - und dann lange niemand mehr. Der Brite und der Deutsche dominieren auch in Belgien die Formel 1. Sauber-Pilot Pascal Wehrlein sorgt für Schlagzeilen, indem er seine Zukunft beim Hinwiler Rennstall stark anzweifelt."

Neue Zürcher Zeitung: "Es ist die Entschlossenheit in Kombination mit einem noch einmal verstärkten Mercedes-Motor, die Lewis Hamilton seinen 200. Grand Prix in der Formel 1 mit einem Sieg gegen seinen deutschen Widersacher Sebastian Vettel hat abschließen lassen. Am Ende lagen 2,3 Sekunden zwischen dem Silberpfeil und dem Ferrari, aber das wirkt komfortabler als es in den entscheidenden Szenen des Rennens war."

SPANIEN

Marca: "Hamilton widersteht Vettel in einem Todeskampf. Er haut in Belgien auf den Tisch und pirscht sich mit sieben Punkten an den Deutschen heran."

As: "Hamilton hält dem Druck Vettels Stand. Es sah nach einer relativ einfachen Angelegenheit für Hamilton aus, doch der Einsatz des Safety Cars brachte Vettel wieder ins Spiel."

Sport: "Demonstration von Hamilton. Der Engländer zeigte eine tadellose Leistung, obwohl er von Vettel bedrängt wurde. Hamilton spürte immer wieder den Atem des Deutschen im Nacken."

El Mundo Deportivo: "Hamilton macht den Kampf um die WM mit einer unglaublichen Abwehrleistung spannend. Er zeigte sein Kämpferherz. Hamilton wusste von Beginn an, dass er in Spa nicht scheitern durfte, denn dann wäre es brenzlig für ihn geworden."

jan/zusammengestellt vom sid



insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
dirk.resuehr 28.08.2017
1. Mercedes oder Hamilton?
Ok, autofahren kann er zweifelsohne. Besonders gut, weil er x% mehr PS zur Verfügung hat, kann jeder auf den Geraden sehen, da zieht der Mercedes spielerisch davon. Unter uns:Das könnte meine Oma auch!
Motorosycho 28.08.2017
2.
Hut ab, da bewegt ihre Oma ein F1-Auto wohl besser als Bottas
vhn 28.08.2017
3. Mercedes Power
Es gab immer wieder Piloten mit einem überlegenen Auto. Hamilton hat es sicher leichter als Vettel. Aber er muss es auch erst mal nach Hause fahren. Meine Sympathien sind trotzdem bei Ferrari/Vettel weil die trotz unterlegenem Motor fast permanent dran sind und in dieser Saison ihre Chancen gut genutzt haben. In der Jägerrolle sind sie gut. Die Saison ist wenigstens spannend und in Spa drei Autos nebeneinander bei Ü300 km/h am Ende der Gerade: das wollen wir sehen...
Rot2010 28.08.2017
4. F1 ist tot!
Was für ein schwachsinninges Rennen. Vettel gurkt 44 Runden immer hinter Hamilton her, kein Angriff, nichts. Für solch eine unterirdische Vorstelluing der F1 Fahrer bekommen diese Typen Riesengehälter und die Fan werden völlig verarscht. Die Kommentatoren versuchten krampfhaft Spannung herbeizureden bei diesem komplett veralteten sog. Sport-Format.
jujo 28.08.2017
5. ....
Zitat von Rot2010Was für ein schwachsinninges Rennen. Vettel gurkt 44 Runden immer hinter Hamilton her, kein Angriff, nichts. Für solch eine unterirdische Vorstelluing der F1 Fahrer bekommen diese Typen Riesengehälter und die Fan werden völlig verarscht. Die Kommentatoren versuchten krampfhaft Spannung herbeizureden bei diesem komplett veralteten sog. Sport-Format.
Vorschlag, machen Sie es so wie ich, wenn ich überhaupt reinzappe. Startphase ansehen, dann wegzappen bis ca 5 Runden vor Schluß, die Zeit dazwischen reicht für einen ausgiebigen Mittagsschlaf. :-)
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