Formel 1 in Japan Vettel nur Neunter im Qualifying, Hamilton holt Pole

Lewis Hamilton hat sich für den Großen Preis von Japan die Poleposition gesichert. Dahinter: Mercedes-Teamkollege Bottas und Red-Bull-Pilot Verstappen. Weit dahinter: Sebastian Vettel, weil sich Ferrari verpokert hatte.

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel


Sebastian Vettel hat nach einer erstaunlichen Reifenstrategie seines Teams im Qualifying zum Großen Preis von Japan wohl frühzeitig alle Chancen auf den dringend benötigten Sieg in Suzuka (Sonntag, 7.10 Uhr, TV: RTL, Liveticker SPIEGEL ONLINE) verspielt.

Während WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton zur Poleposition vor seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas und Max Verstappen im Red Bull fuhr, verpokerte sich Ferrari bei der Reifenwahl im Q3. Vettel wurde nur Neunter.

"Im Nachhinein und von außen ist es immer einfach zu sagen, dass das falsch war", sagte Vettel bei RTL zur Taktik seines Teams: "Wir sind davon ausgegangen, dass die Strecke nass ist. Hätte der Regen etwas früher eingesetzt, dann stünden wir da wie die Helden. Jetzt nicht so sehr."

Vettel war wie der letztlich viertplatzierte Kimi Räikkönen mit Intermediate-Reifen auf eine so gut wie trockene Strecke geschickt worden, funkte aber schon nach wenigen Kurven: "Es ist ziemlich trocken. Ich komme direkt wieder rein." Während die Konkurrenz mit Trockenreifen Topzeiten fuhr, verschenkten die Scuderia-Piloten wertvolle Minuten. Erst nach dem erneuten Reifenwechsel begann es tatsächlich zu regnen.

Vettel hat als Zweiter in der WM-Gesamtwertung bereits 50 Punkte Rückstand auf Hamilton, der fünf der letzten sechs Rennen gewann. Für den Briten ist es die 80. Pole seiner Karriere und die achte in diesem Jahr.

sak/sid/dpa



insgesamt 31 Beiträge
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dirk.resuehr 06.10.2018
1. Mangelerscheinungen
Das wievielte Mal hat Ferrari die falsche Strategie? Scheint Prinzip zu sein, Team samt Fahrer scheinen nicht zu den Hellsten der Branche zu zählen. Aber unter uns, wen juckts?
Keene Ahnung 06.10.2018
2. Berichtigung
Sebastian Vettel muss sich aufgrund einer falschen Reifenstrategie von Ferrari und eines Fahrfehlers im einzigen Versuch im entscheidenden Q3 mit Rang neun begnügen. Starker Regen verhinderte anschliessend eine Verbesserung. Auch sein Teamkollege baute in seinem einzigen Versuch einen Fahrfehler ein und qualifizierte sich hinter Max Versappen nur als vierter.
28zwei27 06.10.2018
3. Unter Druck versagt. Wiederholt.
Natürlich wird hier nun die wilde "Diskussion" um die falsche Strategie von Ferrari entstehen. Fakt ist aber, dass neun von zehn Fahrer vor dem abschließenden Regen in der Lage waren eine schnelle Runde zu fahren. Nur Vettel nicht, er machte wie zu erwarten einen Fahrfehler. Kimi Räikkönen zeigte wie's geht. Im gleichen Auto, mit gleicher Strategie. Aber Räikkönen muss Ferrari verlassen...
bhang 06.10.2018
4. Ob während der Saison 2019 Hamilton oder Verstappen
mit der Eisenstange aus ihrem Vertrag bei AMG respektive RedBull rauszubugsieren versucht werden wird, um für Ferrari zu fahren, indem Ferrari obszön viel Geld anbietet (100 Millionen für zwei Jahre zusätzlich zu einer irren Ablösesumme)? Die Frage dürfte erlaubt sein...
k.hohl 06.10.2018
5. Nur die halbe Wahrheit!
Zitat aus dem Artikel: "Sebastian Vettel muss sich aufgrund einer falschen Reifenstrategie von Ferrari mit Rang neun begnügen." Das ist ganz offensichtlich nur die halbe Wahrheit. Wie alle anderen Fahrer auch, hätte auch S. Vettel eine schnelle Runde im Anschluß fahren können. Sein Teamkollege tat dies, mit dem Erfolg eines Startplatzes in der 2. Reihe. Vettel machte unter dem Druck erneut einen Fehler, wieder einen unnötigen Fahrfehler. Man bekommt den Eindruck, er hat die WM entweder schon abgeschrieben - oder hat massive Probleme, wenn er gefordert wird. Jetzt die Schuld ausschließlich auch Ferrari zu schieben ist jedenfalls offensichtlich einseitig und beschönigend.
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