Formel 1 in Monaco Ricciardo triumphiert vor Vettel

Das war ein hartes Stück Arbeit: Mehr als die Hälfte des Monaco-Rennens hatte Daniel Ricciardo mit technischen Problemen zu kämpfen. Trotzdem behauptete er seine Spitzenposition gegen Sebastian Vettel.

AP

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo hat den Großen Preis von Monaco gewonnen. Der Australier feierte einen Start-Ziel-Sieg, es war sein zweiter Saisonerfolg. Hinter ihm kam Sebastian Vettel (Ferrari/+1,43 Sekunden) vor Lewis Hamilton (Mercedes/+14,54) ins Ziel. Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Vierter (+16,42), Valtteri Bottas im zweiten Mercedes Fünfter (+17,24).

In der Gesamtwertung konnte Vettel den Rückstand auf den Führenden Hamilton verkürzen. Der Brite hat 14 Punkte Vorsprung auf Vettel. Ricciardo verbesserte sich vom Fünften auf den dritten Platz und liegt nun 38 Punkte hinter Hamilton. Alle drei Piloten stehen nach sechs von 21 Rennen bei je zwei Saisonsiegen.

Auf kaum einer Formel-1-Strecke ist das Überholen so kompliziert wie auf dem engen Monaco-Parcours. Umso wichtiger ist deshalb ein guter Start. Ricciardo gab sich hier keine Blöße, er kam gut weg und hielt Vettel und Hamilton auf Distanz. Trotzdem wurde es für Ricciardo brenzlig.

"Probleme mit der Leistung"

Rund um die 28. Runde wurde sein Bolide plötzlich langsamer. Er habe "Probleme mit der Leistung" des Autos, funkte er in die Box, die ihm daraufhin zu verstehen gab, da könne man leider nichts machen; er möge einfach sein Bestes geben. Das tat Ricciardo dann auch.

Vettel rückte zwar näher an den Führenden heran, dieser aber schaffte es stets, dem Deutschen zu entwischen, ehe er in Angriffsdistanz gelangte. Zugleich musste Vettel den näher kommenden Hamilton abwehren.

Nico Hülkenberg landete im Renault auf dem achten Platz (+24,84). Max Verstappen, der nach einem Crash im Training von der letzten Position aus ins Rennen gegangen war, wurde nach einer besonders zu Beginn imposanten Aufholjagd und mehreren schnellsten Runden Neunter (+22,99). McLaren-Pilot Fernando Alonso, der in dieser Saison bislang in jedem Rennen in die Punkte gefahren war, schied in der 53. Runde aus.

mon

insgesamt 4 Beiträge
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hansa_vor 27.05.2018
1. Glückwunsch
an den Sunny Boy Ricciardo, gutes und faires Rennen und trotz Problemen den Sieg geholt. Gab es eigentlich noch eine Strafe für Verstappens Strecke verlassen und dem Gegner sofort wieder vor das Auto zu fahren?
Wilke 27.05.2018
2.
Das muss man Verstappen lassen, immer etwas versuchen und dann damit durchkommen. Soviel Glück haben andere nicht, siehe unten: Williams: Deshalb wurde Sirotkin erneut bestraft Weil die Räder drei Minuten vor dem Start noch nicht am Williams befestigt waren, musste Sergei Sirotkin während des Rennens zu einer 10-Sekunden-Strafe in die Box abbiegen. Doch es kam noch dicker: Es folgte eine weitere Strafe. Der Grund: Mechaniker hatten beim "Absitzen" der Strafe ein Gebläse vor das Auto gehalten, um die heißen Bauteile zu kühlen, wie Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting in seiner Medienrunde erklärt. Das widerspricht den Formel-1-Regeln, wonach es beim Absolvieren einer Stop-and-Go-Strafe untersagt ist, "am Auto zu arbeiten". Die Sportkommissare interpretierten das Kühlen als unerlaubte Modifizierung und bestraften Sirotkin folgerichtig erneut.
TheFunk 27.05.2018
3. Verstappen hätte
selbstverständlich bestraft werden müssen. causing a collision und dazu hat er auch noch abgekürzt. Kühlung vor das Autozubehör halten ist meines Erachtens kein Arbeiten am Auto. Das ist dann doch etwas kleinlich von der Rennleitung.
ausdersichtvon 28.05.2018
4. gut gemacht
aber ich glaube nicht an das ganze Theater während des rennen von Red-Bull. schöne Show auch von Mercedes einen Reifenwechsel für Louis vorzutäuschen.
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