Mercedes-Doppelsieg in Sotschi Hamilton unaufhaltsam auf dem Weg zum Formel-1-WM-Titel

Fünfter Sieg in den vergangenen sechs Rennen: Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Russland gewonnen. Sebastian Vettel fuhr als Dritter durchs Ziel - und muss nun auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

Lewis Hamilton
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Lewis Hamilton


Doppelsieg für Mercedes: Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Russland vor Valtteri Bottas für sich entschieden. Sebastian Vettel musste sich in Sotschi mit Rang drei begnügen. In der WM-Gesamtwertung hat der Ferrari-Pilot fünf Rennen vor Saisonende bereits 50 Punkte Rückstand auf Hamilton und kann den WM-Titel nicht mehr aus eigener Kraft erfahren.

Bottas und Hamilton hatten bereits das Qualifying dominiert. Und auch den Rennstart machten die beiden Mercedes-Piloten unter sich aus, Bottas hielt von der Pole die Führung vor Hamilton. Vettel auf Position drei hatte es auf der langen Startgeraden verpasst, aus dem Windschatten nach vorn zu fahren. Der Ferrari-Pilot konnte kurz neben Hamilton ziehen, bremste dann spät vor der ersten Kurve, kam kurz von der Strecke ab und ordnete sich hinter den beiden Mercedes ein.

Nur einmal konnte Vettel nach dem Boxenstopp von Hamilton an dem WM-Führende vorbeiziehen, doch auf der langen Geraden hatte der Ferrari gegen den Mercedes keine Chance, Hamilton fing Vettel schnell wieder ein.

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Hamiltons Sieg in Russland: Bottas, der Gentleman

Zur Hälfte des Rennens kam es dann zwischen den Mercedes-Piloten zu jener Situation, über die im Vorfeld des Rennens ob der Startaufstellung - Bottas vor dem WM-Führenden Hamilton - ausgiebig diskutiert wurde: Vorjahressieger Bottas ließ den Teamkollegen passieren.

Noch ein Gewinner: Max Verstappen

"Valtteri ist ein Gentleman", sagte Hamilton anschließend über diese Situation. "Er hat hier einen super Job gemacht, und dann hat er mich vorbeigelassen. Ich kann verstehen, wenn er enttäuscht ist." Bottas sprach genau wie Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff von einem "schwierigen Tag. Aber für Lewis geht es eben um den Titel."

In Folge der Stallorder konnten beide Mercedes das Rennen von der Spitze des Felds kontrollieren. Vettel als erster Verfolger hatte vor allem in den Kurven mit seinem Wagen zu kämpfen. Ganz im Gegenteil zu Max Verstappen: Der Red-Bull-Pilot arbeitete sich von Startposition elf auf Rang fünf vor und gehörten damit ebenfalls zu den Gewinnern von Sotschi.

sak

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netrocker_77 30.09.2018
1. Ernsthaft? Laaaangweilig...
Ich frage mich, wo Christian Danner und Heiko Wasser bei den vergangenen Rennen die angebliche Spannung gesehen haben. Wenn die Teams nach 5 Runden bereits ihren Fahren funken, dass sie auf Reifen und Spritverbrauch achten und daher das Attackieren einstellen müssen, dann hat das nichts mehr mit Rennsport zu tun. Dass alles nur noch auf Strategie hinausläuft, macht die Formel1 zu einem langweiligen Event, so dass FormelE oder DTM mittlerweile mehr Zuschauer anlockt, als die vermeintliche Königsklasse... sorry, aber es macht einfach keinen Spaß mehr.
skeptikerjörg 30.09.2018
2. Wie langweilig
Keine Frage, nach einem kurzen Zwischenhoch von Ferrari hat Mercedes wieder das bessere Auto und mit Hamilton den Fahrer, der weniger Fehler macht. Aber das Ergebnis ist große Langeweile. Dass Bottas dann zwischendurch mal anhalten und Hamilton vorbei lassen muss, macht es auch nicht spannender. Allerdings, dass die WM entschieden ist, liegt an den Fehlern von Ferrari und Vettel. Baku, Hockenheim, Monza, Singapore war einfach zu viel. Einzige Hoffnung ist, dass Verstappen in der nächsten Saison ein konkurrenzfähiges Auto hat, sonst lohnt es nicht, sich noch die F1 anzuschauen. Lieber DTM, da gibt es noch Racing; auch wenn Mercedes dort aussteigt.
hileute 30.09.2018
3. Erschreckend wie chancenlos vettel hamilton überholen
lassen musste, als ob er im fiesta von RTL gesessen hätte. Das Mercedes mit Stallorder fährt kann man blöd finden, Fakt ist aber das bottas nunmal dafür bezahlt wird Hamilton den Rücken freizuhalten
Attila2009 30.09.2018
4.
Zitat von netrocker_77Ich frage mich, wo Christian Danner und Heiko Wasser bei den vergangenen Rennen die angebliche Spannung gesehen haben. Wenn die Teams nach 5 Runden bereits ihren Fahren funken, dass sie auf Reifen und Spritverbrauch achten und daher das Attackieren einstellen müssen, dann hat das nichts mehr mit Rennsport zu tun. Dass alles nur noch auf Strategie hinausläuft, macht die Formel1 zu einem langweiligen Event, so dass FormelE oder DTM mittlerweile mehr Zuschauer anlockt, als die vermeintliche Königsklasse... sorry, aber es macht einfach keinen Spaß mehr.
Korrekt und vor allem ist das für die Zuschauer gar nicht einsehbar und verständlich warum jemand aus ökonomischen Gründen nicht fahren darf was er könnte. Der Versuch aus der F 1 eine Öko-Ralley zu machen muss einfach scheitern. Die sollten das Finanzlevel fest legen , meinetwegen drastisch gekürzt, aber innerhalb dieses Finanzbugdets sollen die Teams machen können was sie wollen. Auch das Nachtanken als taktisches Element vermisse ich sehr. Heute weiß man schon dass der gewinnt der nach 5 Runden vorn ist, sofern kein Regen kommt. Das läuft nur wie am Computer. Der Fahrer ist nicht mehr entscheidend, der Computer und der Motor entscheidet. Man sieht es auch daran das die Rennställe am Ziel alle paarweise ankommen.
uzsjgb 30.09.2018
5.
Zitat von skeptikerjörgKeine Frage, nach einem kurzen Zwischenhoch von Ferrari hat Mercedes wieder das bessere Auto und mit Hamilton den Fahrer, der weniger Fehler macht. Aber das Ergebnis ist große Langeweile. Dass Bottas dann zwischendurch mal anhalten und Hamilton vorbei lassen muss, macht es auch nicht spannender. Allerdings, dass die WM entschieden ist, liegt an den Fehlern von Ferrari und Vettel. Baku, Hockenheim, Monza, Singapore war einfach zu viel. Einzige Hoffnung ist, dass Verstappen in der nächsten Saison ein konkurrenzfähiges Auto hat, sonst lohnt es nicht, sich noch die F1 anzuschauen. Lieber DTM, da gibt es noch Racing; auch wenn Mercedes dort aussteigt.
Darf ich fragen, was an der Fahrt von Verstappen langweilig war? Das war eine der besten Leistungen dieser Saison, wer das als langweilig abtut hat wohl wenig Freude am Motorsport. Darf ich fragen, was langweilig war an den taktischen Spielchen zwischen Renault und Force India, wo Magnussen noch ein Wörtchen mitzureden hatte? Rundenland ging es dort spannend zu und es war lange nicht klar, wer hier die Oberhand haben würde. Im Vergleich zu den Russland-Rennen der vergangenen Jahre war das Rennen durchaus spannend mit viel Abwechslung durch das gesamte Feld hindurch.
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