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01. September 2018, 17:00 Uhr

Ferrari-Dominanz in Monza

Räikkönen fährt schnellste Runde der Formel-1-Geschichte

So stellt man sich ein Heimspiel vor: Die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel starten beim Großen Preis von Italien von den Plätzen eins und zwei. Beim Qualifying purzelten die Rekorde.

Besser hätte das Qualifying beim Heim-Grand-Prix in Monza für Ferrari kaum laufen können. Kimi Räikkönen startet beim Großen Preis von Italien am Sonntag (15.10 Uhr, TV: RTL, Liveticker: SPIEGEL ONLINE) von der Poleposition direkt vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel.

Weltmeister Lewis Hamilton geht von Platz drei ins Rennen und teilt sich die zweite Startreihe mit dem zweiten Mercedes-Piloten Valtteri Bottas. Der Schwede Marcus Ericsson nahm einen Tag nach seinem schweren Trainingsunfall zwar am Qualifying teil, musste sich aber mit der zweitschlechtesten Zeit begnügen und startet vom vorletzten Platz.

Zu Beginn des entscheidenden dritten Abschnitts des Qualifyings sah es zunächst so aus, als könnte sich Hamilton die Poleposition sichern. Der Weltmeister stellte einen neuen Formel-1-Rekord für die schnellste Runde auf. Später unterbot Hamilton diesen Wert sogar, konnte sich aber nicht lange über die Bestmarke freuen, weil erst Vettel und dann Räikkönen mit noch besseren Zeiten konterten. Schließlich war es der Finne, der im Ferrari mit 1:19.119 die schnellste Runde der Formel-1-Geschichte fuhr.

"Das ist natürlich eine großartige Ausgangsposition für morgen, aber wir haben erst die Hälfte des Jobs erledigt", sagte Räikkönen. "Ich könnte mir keinen besseren Platz als die Poleposition wünschen. Hoffentlich läuft morgen alles glatt." Beim Großen Preis von Belgien war Räikkönen in Folge eines chaotischen Starts ausgeschieden. Im Anschluss hatte er die falsche Strategie seines Teams beim Qualifying dafür verantwortlich gemacht.

Vettel freute sich darüber, dass die beiden Ferraris an der Spitze stehen. "Es ist unglaublich, wie wir hier unterstützt werden", sagte Vettel. "Wir haben ein sehr gutes Team-Ergebnis erreicht. Ich bin nicht ganz zufrieden mit meiner letzten Runde. Aber es ist großartig, beide Wagen ganz vorne zu haben."

Weltmeister Hamilton wurde von den Ferrari-Fans lautstark ausgebuht. Das schien den Briten aber nicht zu stören. "Herzlichen Glückwunsch an Ferrari", sagte Hamilton. "Sie waren am ganzen Wochenende schneller als wir. Wir haben alles gegeben, was wir geben konnten. Morgen geben wir noch mehr."

In der WM-Gesamtwertung führt Hamilton mit 17 Punkten Vorsprung vor Vettel. Räikkönen hat als Dritter mit 85 Punkten Rückstand auf die Spitze nur noch theoretische Chancen auf den Titel. Der Große Preis von Italien ist das 14. von 21 Saisonrennen.

mmm/dpa

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