Formel 1 in China Räikkönen und Vettel im Training schneller als Mercedes

Kimi Räikkönen ist im freien Training in Shanghai die schnellste Zeit gefahren. Der Finne verwies im Ferrari Teamkollege Sebastian Vettel auf Platz zwei, knapp dahinter folgten die beiden Mercedes.

Kimi Räikkönen
Getty Images

Kimi Räikkönen


Das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hat im freien Training zum Großen Preis von China (Sonntag 8 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: RTL und Sky) das Tempo vorgegeben. Räikkönen drehte auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit in 1:36,896 Minuten die schnellste Runde. Auch Vettel war mit einem neuen Motor in seinem Ferrari in 1:37,005 Minuten knapp schneller als die beiden Silberpfeile.

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg musste sich mit Rang drei begnügen, war aber schneller als sein Teamrivale und Weltmeister Lewis Hamilton. Mercedes ist aber bekannt dafür, im freien Training nicht die gesamte Motorenleistung abzurufen. Und für das Qualifying am Samstag ist in Shanghai Regen vorhergesagt, dann könnte das Feld noch weiter durcheinander gewirbelt werden. Hamilton wird dann aufgrund eines Getriebeschadens um fünf Startplätze nach hinten versetzt.

Nachdem McLaren-Pilot Fernando Alonso in Bahrain noch hatte pausieren müssen, wurde der 34-Jährige Elfter. Zudem erhielt der Spanier von den Ärzten des Weltverbandes Fia nach seinem schweren Unfall von Australien die endgültige Starterlaubnis.

Nico Hülkenberg landete in seinem Force India auf Platz neun, Formel-1-Neuling Pascal Wehrlein kam nach 1:39,941 Minuten nicht über Rang 17 hinaus, war aber schneller als Teamkollege Ryo Haryanto.

Im ersten Training am Morgen hatten die Piloten viel Zeit verloren, weil die Session nach drei Reifenplatzern lange unterbrochen werden musste, um die Strecke zu reinigen. Reifenlieferant Pirelli wies schnell jede Schuld von sich, die Schäden am Williams von Felipe Massa und dem Renault von Kevin Magnussen seien auf mechanische Probleme zurückzuführen. Offenbar hatten die Felgen die Pneus aufgeschlitzt. Im zweiten Training sorgte Esteban Gutierrez noch für spektakuläre Bilder: Beide Bremsen an den Hinterrädern seines Haas standen plötzlich in Flammen.

krä/sid

insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
pb-sonntag 15.04.2016
1. Gewaltig, im Training vor Mercedes!
Im Rennen dann "unter Ferner liefen". Ja, so macht man sich auch Mut, klingt aber wie pfeifen im dunklen Wald.
uzsjgb 15.04.2016
2.
Zitat von pb-sonntagIm Rennen dann "unter Ferner liefen". Ja, so macht man sich auch Mut, klingt aber wie pfeifen im dunklen Wald.
Kein Team wird wertvolle Punkte im Rennen opfern, nur um am Freitag nutzlose Bestzeiten zu fahren. Hier die Erklärung zu den gefahrenen Zeiten: Die Reifenmischung Supersoft hält wegen der Beschaffenheit des Asphalts keine 10 Runden. Deswegen wäre es ungünstig, auf diesen Reifen starten zu müssen. Starten muss man auf den Reifen, mit denen man die beste Zeit in Q2 gefahren ist. Mercedes geht davon aus Q2 mit den Softreifen zu überstehen, konzentriert sich in den Trainings also voll auf diese Reifenmischung. Ferrari wird in Q2 wohl die Supersoftreifen fahren müssen, trainiert also mit diesen Reifen. Man geht in der Regel davon aus, dass die Supersoft eine halbe Sekunde schneller sind, als die Soft. Daher kommt der Vorsprung der Ferraris, der aber eigentlich keiner ist. Die Ferraris sind einige Zehntel langsamer, als Mercedes. Was auch jeder erkennen kann, der ein wenig von der Formel 1 versteht.
Seffi 15.04.2016
3. Hm
Zitat von uzsjgbKein Team wird wertvolle Punkte im Rennen opfern, nur um am Freitag nutzlose Bestzeiten zu fahren. Hier die Erklärung zu den gefahrenen Zeiten: Die Reifenmischung Supersoft hält wegen der Beschaffenheit des Asphalts keine 10 Runden. Deswegen wäre es ungünstig, auf diesen Reifen starten zu müssen. Starten muss man auf den Reifen, mit denen man die beste Zeit in Q2 gefahren ist. Mercedes geht davon aus Q2 mit den Softreifen zu überstehen, konzentriert sich in den Trainings also voll auf diese Reifenmischung. Ferrari wird in Q2 wohl die Supersoftreifen fahren müssen, trainiert also mit diesen Reifen. Man geht in der Regel davon aus, dass die Supersoft eine halbe Sekunde schneller sind, als die Soft. Daher kommt der Vorsprung der Ferraris, der aber eigentlich keiner ist. Die Ferraris sind einige Zehntel langsamer, als Mercedes. Was auch jeder erkennen kann, der ein wenig von der Formel 1 versteht.
Zu blöd nur, dass alle Top-Zeiten in FP2 auf den Supersoft generiert wurden, egal ob Ferrari oder Mercedes
schlipsmuffel 15.04.2016
4. Nun,
mit der reisserischen Überschrift wurden wenigstens ein paar dringend notwendige Klicks generiert!
uzsjgb 15.04.2016
5.
Zitat von SeffiZu blöd nur, dass alle Top-Zeiten in FP2 auf den Supersoft generiert wurden, egal ob Ferrari oder Mercedes
Warum ist das blöd? Es gibt keinen Grund für Mercedes ernsthaft auf Zeitenjagd mit den Supersofts zu gehen. Mercedes ist sowieso schneller als Ferrari und wird die Pole holen. Deswegen sind die ganz zu Anfang von FP2 auf frischer Strecke wenige Runden mit den Supersofts gefahren und haben sich dann auf Longruns mit Soft und Medium konzentriert. Ferrari hingegen ist erst viel später in der Session bei besseren Streckenbedingungen mehr Runden mit den Supersofts gefahren. Für Ferrari ist es ja auch wichtiger, die Supersofts zu testen, erstens, weil sie auf die extra halbe Sekunde angewiesen sind, um gute Zeiten zu fahren und zweitens, sie wahrscheinlich das Rennen auf Supersofts starten werden und deswegen mehr Infos über deren Performance benötigen. Wird aber sowieso keine Rolle spielen, da das Qualifying im Nassen stattfinden wird.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.