Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Formel 1: Hamilton distanziert Rosberg im Qualifying deutlich

Lewis Hamilton Zur Großansicht
REUTERS

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hat das Qualifying zum Großen Preis von Australien vor Teamkollege Nico Rosberg gewonnen. Mercedes ließ Ferrari keine Chance. Der neue Qualifikationsmodus ist keine Verbesserung.

Mercedes hat das erste Qualifying der neuen Formel-1-Saison dominiert. Weltmeister Lewis Hamilton siegte beim Großen Preis von Australien vor Teamkollege Nico Rosberg, der Rückstand des Deutschen war mit 0,36 Sekunden recht deutlich. Auf den Plätzen drei und vier landeten die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel (0,83 Sekunden Rückstand) und Kimi Räikkönen (1,19 Sekunden), die chancenlos waren.

Stark präsentierte sich das Team Toro Rosso, das mit Platz fünf für Max Verstappen und dem siebten Rang für Carlos Sainz vor Red Bull an den Start gehen wird. Lokalmatador Daniel Ricciardo sicherte sich den achten Platz.

Der neue Qualifikationsmodus, in dem in allen drei Zeitabschnitten nach kurzer Einfahrphase im 90-Sekunden-Rhythmus der langsamste Fahrer ausscheidet, floppte. Es war deutlich weniger Verkehr auf der Strecke. Viele Fahrer, die noch Zeit für eine Runde gehabt hätten, blieben in der Box und versuchten erst gar nicht, sich zu verbessern. In den letzten drei Minuten des Qualifyings war überhaupt kein Fahrer mehr auf der Strecke.

"Wir sollten am Sonntag näher dran sein", sagte Vettel. "Ich bin recht zufrieden mit der Runde, die ich gefahren bin. Wir haben dann gesagt, wir schonen jetzt Reifen. Es ist ein gutes Ergebnis, wir haben ein langes Jahr vor uns." Es sei allerdings "ein bisschen komisch" gewesen, "am Ende nicht mehr draußen zu sein".

Wehrlein scheidet als Erster aus

Nico Hülkenberg fuhr in seinem Force India auf Platz zehn, verlor allerdings das teaminterne Duell gegen Sergio Pérez (Platz 9). Fernando Alonso (12.) und Jenson Button verpassten in ihren McLaren ebenfalls die dritte Qualifikationsphase, zeigten sich aber trotzdem im Vergleich zur vergangenen Saison verbessert.

Das neue Qualifying hatte mit dem deutschen Neuling Pascal Wehrlein (Manor) das erste Opfer gehabt. Der 21-Jährige verzeichnete im Qualifying die schlechteste Zeit, weil Teamkollege Rio Haryanto im Vormittagstraining aber einen Unfall verursacht hatte und eine Strafe bekam, geht Wehrlein als 21. in seinen ersten Grand Prix.

Neben den beiden Manor-Piloten schieden in der ersten Session mit Marcus Ericsson (Sauber), Luiz Felipe Nasr (Sauber), Romain Grosjean (Haas) und Esteban Gutierrez (Haas) die ohnehin am Ende des Feldes erwarteten Fahrer aus. Einzig der 18. Startplatz von Daniil Kvyat (Red Bull) war überraschend, der Russe verließ seinen Wagen aber vorzeitig wegen eines Defekts.

Formel-1-Saison 2016
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Red Bull
Daniel Ricciardo und Max Verstappen
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Renault
Kevin Magnussen und Jolyon Palmer
Toro Rosso
Daniil Kwjat und Carlos Sainz jr.
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Manor
Rio Haryanto und Pascal Wehrlein
Haas
Romain Grosjean und Esteban Gutierrez
Der Rennkalender
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (as-Sachir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montréal)
19. Juni: Europa (Baku)
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Großbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Mogyoród)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur (Singapur)
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Japan (Suzuka)
23. Oktober: USA (Austin)
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Interlagos)
27. November: Abu Dhabi (Yas-Insel)
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Pole-Positions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Pole-Positions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

krä/sid

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 22 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Gähnende
mimija 19.03.2016
Langeweile scheint auch in dieser Saison wieder in der F1 zu drohen! Ich habe schon jetzt genug gesehen...!
2. Langweilig, langweilig, langweilig
vhn 19.03.2016
Eine bessere Negativwerbung als dieses Qualifying gibt's ja wohl nicht. Zumal die Kräfteverhältnisse auf 1-4 ja unverändert sind...
3. Formel 1 im Würgegriff von Mercedes
Nabob 19.03.2016
Es lohnt sich wirklich nicht mehr, sich diesen Quatsch, die völlige Entstellung von allem was Motorsport sein könnte, anzusehen. Den debilen Machern der Formel 1 gelingt es immer noch ein bisschen mehr, die Formel 1 noch einen Schritt weiter unattraktiv zu machen (offenbar ist das der Sport). Hier wird auch kein Regelwerk zum Vorteil von Sport und Zuschauer gemacht, sondern alles getan, um Mercedes noch mehr ins Bild zu bringen und zu bewirken (das ist dann wieder gut) ,dass noch mehr Zuschauer wegrennen. Soll man sich nun noch einmal 17 oder 18 oder 19 Rennen lang ansehen, wie dieser englische Bubi mit offenbar psychischen Problemen seinem Teammate ggü. bevorteilt wird, damit anschließend ein Greis mit roter Kappe immer denselben Unfug redet. Unterstützt man mittlerweile so das Marketing von Autoproduzenten? Im Grunde kann man doch am Freitag alle anderen fahren lassen für die Plätze 3 bis xx und ab Sonnabend wird ( unter frenetischem Beifall der schlichten Geistesart von RTL) nur noch gezeigt, was man schon vorher wusste.
4. Formel 1 = Witz von Rennserie
walter_e._kurtz 19.03.2016
Zu einer Rennserie gehört eine Leistungsdichte, die Spannung erzeugt. Mittlerweile hat sich die F1 dermaßen weit davon entfernt, daß man die Rennen auch am Simulator ausfahren kann. Daran sind mE nicht etwa die Motoren schuld, sondern die Unfähigkeit der Serienmanager, die "Ausreißer" einzufangen. Lediglich die ersten drei(!) Fahrer befinden sich innerhalb einer Sekunde, Nr. 4 hat bereits 1,2s, Nr. 8 (letzter Platz Q3) 1,75s Rückstand. Spannung pur :-( Die Manager sollten ihre Posten räumen, jede Amateurveranstaltung bietet eine bessere Show.
5.
appel&ei 19.03.2016
"Der neue Qualifikationsmodus ist keine Verbesserung." Er ist Langeweile pur. Mit jeder Regeländerung machte man es schlechter. Zurück zu 60 Minuten Qualifikation - die schnellste Runde zählt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Formel 1: Auf Papas Spuren
Fotostrecke
Formel 1: Die zehn Momente der Saison 2015


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: