Formel 1 Hamilton triumphiert in Ungarn

Lewis Hamilton hat seine Führung in der WM-Wertung ausgebaut. Der Mercedes-Pilot feierte beim Großen Preis von Ungarn einen Start-Ziel-Sieg. Sebastian Vettel sicherte sich mit einem spektakulären Manöver Platz zwei.

Lewis Hamilton führt das Feld an
Getty Images

Lewis Hamilton führt das Feld an


Das Rennen am Hungaroring war ein Rückschlag für Sebastian Vettel im WM-Kampf. Der Deutsche landete im Ferrari hinter seinem Mercedes-Rivalen Lewis Hamilton, den zweiten Platz sicherte er sich mit einem Überholmanöver in der 65. Runde. Vettel zog dabei an Valtteri Bottas vorbei, der am Ende Fünfter wurde, Kimi Räikkönen (Ferrari) fuhr auf Platz drei.

Nach zwölf von 21 Saisonrennen führt Hamilton in der Gesamtwertung nun mit 24 Punkten vor dem Deutschen. Dritter ist Vettels Teamkollege Räikkönen. Hier geht's zum aktuellen WM-Stand.

Hamilton war von der Poleposition ins Rennen gegangen, dahinter folgten Bottas, Räikkönen und Vettel. Beim Start tat sich wenig, Bottas wehrte eine Attacke von Räikkönen ab, der Finne wurde dann noch von Vettel überholt - und hatte zusätzlich mit einem außergewöhnlichen Problem zu kämpfen: Die Techniker hatten vergessen, die Trinkflasche in seinem Ferrari anzuschließen. Nicht ganz unwichtig bei Lufttemperaturen von 32 Grad, über dem Asphalt wurden sogar mehr als 50 Grad gemessen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte bei RTL: "Ich weiß nicht, ob ich schon mal so einen heißen Renntag erlebt habe."

Vettel wartet lange - und dann geht der Stopp schief

In Runde sechs ging das virtuelle Safety Car auf die Strecke, der Grund: Der Red Bull von Max Verstappen hatte technische Probleme, die Box forderte den jungen Niederländer auf, seinen Wagen neben der Strecke abzustellen.

Zur Rennhälfte, nach 35 von 70 Runden war Vettel als Einziger aus der Spitzengruppe noch nicht in der Box. Er versuchte, an der Spitze genug Vorsprung auf Hamilton herauszufahren, um seine Führung über einen Stopp hinaus zu retten. Doch als es in Runde 39 so weit war, stand sein Ferrari lange 4,2 Sekunden. Hamilton und Bottas hatten sich wieder an Vettel vorbei auf die Plätze eins und zwei geschoben.

Vettel hing nun hinter den beiden Mercedes fest und schaffte es zunächst nicht, zu überholen. Räikkönen hatte auf eine Zwei-Stopp-Strategie gesetzt und fuhr mit frischen Reifen in der Schlussphase deutlich schnellere Runden als Vettel. In Runde 65 kam dann aber doch noch die Chance für den Deutschen. Er zog an Bottas vorbei, beim Versuch, Vettel direkt wieder zu überholen, gab es eine Kollision zwischen dem Finnen und dem Deutschen, Fahrzeugteile flogen durch die Luft. Der Vorfall wurde nicht untersucht, beide Fahrer kamen also ohne Strafe davon. Bottas wurde außer von Vettel auch noch von Räikkönen und Daniel Ricciardo (Red Bull) überholt.

Die Formel 1 geht nun in eine kurze Sommerpause, das nächste Rennen ist der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps am 26. August.

luk



insgesamt 16 Beiträge
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hileute 29.07.2018
1.
Hätte nicht gedacht das Hamilton mit ein Stopp durchkommt. Bottas hat wohl zuviel Hitze abbekommen oder aus anderen Gründen kurzzeitig jeglichen Verstand ausgestaltet, schön das er Riccardo letztendlich doch vorbeigelassen hat
meinunggefragt 29.07.2018
2. wie du mir?
Wer behauptet hatte Räikkönen hätte vor ein paar Wochen Hamilton zugunsten von Vettel abgeschossen (was natürlich Quatsch ist), muss sich das auch über Bottas heute anhören (dass er es versucht hat zumindest). Was wahrscheinlich auch Quatsch ist. Behaupten werden es jetzt Leute trotzten.
joes.world 29.07.2018
3. Die Fehler bei Ferrari summieren sich
Der Fahrfehler von Vettel im Regen letztes mal könnte ihm die WM kosten. In jedem Fall mal viel Vertrauen in sich selber. Aber Ferrari macht leider auch zu viele vermeidbare Fehler. Denn das letzte Rennen zeigte, dass Vettel nicht dieses Vertrauen zu seinem Team mehr hat, wie das noch bei Red Bull der Fall war. Denn dort war er wohl behütet. Nicht wenig, wenn man bedenkt wie sehr die Fahrer immer am Limit unterwegs sind. Da tut es gut, wenn der Rennfahrer weiß, wo er im Team steht und weiß, wenn er um die WM kämpft, dass er das 100% Vertrauen der Bosse im Team hat, Dieses Gefühl aber, scheint Vettel nun zu fehlen. Seine Funksprüche vor seinem Ausfall letztes Rennen, zeugen davon. Eine bessere psychologische Betreuung durch Arivabene hätte ihm mehr Selbstvertrauen und am Ende keinen Ausfall bringen können. Ein guter Teamchef kann eben auch Psychologie. Dem gerne etwas hart auftretenden Arivabene fehlt das. Eine echte Schwäche wenn man um den WM-Titel mitfighten will Und heute der nächste Fehler. Klar vor Bottas, wäre sich bei Vettel ein Reifenwechsel ausgegangen um danach immer noch vor Bottas zu sein. Man hätte halt nur nicht den allerweichsten aufziehen können. Vettel hätte sich dann an Hamilton orientieren können, ihn unter Druck setzen. Die fehlerhafte Strategie Ferraris machte dies zu nichte. Scheinbar wollte man um jeden Preis den weichesten verwendeten und vergaß dabei aufs Siegen. UNd das auf eine der wenigen Strecken, wo der Ferrari besser und schneller ist als der Mercedes. So etwas darf nicht sein, wenn man den WM-Sieger stellen will! Braucht Ferrari einen anderen Teamchef?
uzsjgb 29.07.2018
4.
Zitat von joes.worldDer Fahrfehler von Vettel im Regen letztes mal könnte ihm die WM kosten. In jedem Fall mal viel Vertrauen in sich selber. Aber Ferrari macht leider auch zu viele vermeidbare Fehler. Denn das letzte Rennen zeigte, dass Vettel nicht dieses Vertrauen zu seinem Team mehr hat, wie das noch bei Red Bull der Fall war. Denn dort war er wohl behütet. Nicht wenig, wenn man bedenkt wie sehr die Fahrer immer am Limit unterwegs sind. Da tut es gut, wenn der Rennfahrer weiß, wo er im Team steht und weiß, wenn er um die WM kämpft, dass er das 100% Vertrauen der Bosse im Team hat, Dieses Gefühl aber, scheint Vettel nun zu fehlen. Seine Funksprüche vor seinem Ausfall letztes Rennen, zeugen davon. Eine bessere psychologische Betreuung durch Arivabene hätte ihm mehr Selbstvertrauen und am Ende keinen Ausfall bringen können. Ein guter Teamchef kann eben auch Psychologie. Dem gerne etwas hart auftretenden Arivabene fehlt das. Eine echte Schwäche wenn man um den WM-Titel mitfighten will Und heute der nächste Fehler. Klar vor Bottas, wäre sich bei Vettel ein Reifenwechsel ausgegangen um danach immer noch vor Bottas zu sein. Man hätte halt nur nicht den allerweichsten aufziehen können. Vettel hätte sich dann an Hamilton orientieren können, ihn unter Druck setzen. Die fehlerhafte Strategie Ferraris machte dies zu nichte. Scheinbar wollte man um jeden Preis den weichesten verwendeten und vergaß dabei aufs Siegen. UNd das auf eine der wenigen Strecken, wo der Ferrari besser und schneller ist als der Mercedes. So etwas darf nicht sein, wenn man den WM-Sieger stellen will! Braucht Ferrari einen anderen Teamchef?
Die Strategie war absolut richtig. Mit dem Medium-Reifen wäre Vettel viel zu langsam gewesen, vor allem da der Ultra problemlos gehalten hat. Keine der Topteams ist mit Medium gefahren, wie kommen Sie darauf, dass dieser Reifen der richtige gewesen wäre? Ich verstehe auch nicht, wie Sie auf die Idee kommen, Vettel würde Selbstvertrauen oder Vertrauen in das Team fehlen. Die Verbindung Vettel-Ferrari funktioniert wunderbar, Vettel macht den Eindruck, als wenn er sich dort sehr wohl fühlt. Besonders dieses Jahr ist es sehr auffällig, wie gelassen und ruhig Vettel wirkt, da hat sich zu den letzten Jahren deutlich etwas geändert. Vettel ist lange genug dabei, um zu wissen, dass Fehler passieren - eigene und die des Teams. Deswegen wird er heute auch Ferrari sicherlich keinen Vorwurf machen, dass der Reifenwechsel zwei Sekunden zu langsam war. Selbst wenn er vor Bottas wieder auf die Strecke gekommen wäre, ist es fraglich, ob er Hamilton hätte überholen können. In Ungarn kann man nicht überholen, wenn man nicht deutlich schneller ist. Vettels größtes Problem bei Ferrari ist Kimi Räikkönen. Der schafft es einfach nicht den Mercedes Punkte abzunehmen, was aber dringend nötig wäre.
le.toubib 29.07.2018
5. Naja.
Zitat von uzsjgbDie Strategie war absolut richtig. Mit dem Medium-Reifen wäre Vettel viel zu langsam gewesen, vor allem da der Ultra problemlos gehalten hat. Keine der Topteams ist mit Medium gefahren, wie kommen Sie darauf, dass dieser Reifen der richtige gewesen wäre? Ich verstehe auch nicht, wie Sie auf die Idee kommen, Vettel würde Selbstvertrauen oder Vertrauen in das Team fehlen. Die Verbindung Vettel-Ferrari funktioniert wunderbar, Vettel macht den Eindruck, als wenn er sich dort sehr wohl fühlt. Besonders dieses Jahr ist es sehr auffällig, wie gelassen und ruhig Vettel wirkt, da hat sich zu den letzten Jahren deutlich etwas geändert. Vettel ist lange genug dabei, um zu wissen, dass Fehler passieren - eigene und die des Teams. Deswegen wird er heute auch Ferrari sicherlich keinen Vorwurf machen, dass der Reifenwechsel zwei Sekunden zu langsam war. Selbst wenn er vor Bottas wieder auf die Strecke gekommen wäre, ist es fraglich, ob er Hamilton hätte überholen können. In Ungarn kann man nicht überholen, wenn man nicht deutlich schneller ist. Vettels größtes Problem bei Ferrari ist Kimi Räikkönen. Der schafft es einfach nicht den Mercedes Punkte abzunehmen, was aber dringend nötig wäre.
Räikkönen ist zur Zeit immerhin der Dritte im classement! *Solch* ein schlechter Fahrer kann er also nicht sein ...
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