Formel-1-Qualifying Weltmeister Hamilton startet in Brasilien von der Pole - Ärger um Vettel  

Weltmeister ist er schon, in Interlagos startet Lewis Hamilton im Rennen um die Konstrukteurs-WM von Platz eins. Sebastian Vettel wurde Zweiter - und zerstörte die Kontrollwaage in der Boxengasse.

Lewis Hamilton
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Lewis Hamilton


Der alte und neue Weltmeister Lewis Hamilton hat sich die Poleposition für den Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr MEZ, TV: RTL, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gesichert. Der Mercedes-Fahrer drehte im Qualifying am Samstag in Sao Paulo die schnellste Runde, sicherte sich damit die insgesamt 82. Poleposition seiner Karriere und verwies Sebastian Vettel im Ferrari auf den zweiten Platz. Dritter in Interlagos wurde Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari.

"Das war schon ein hartes Qualifying mit dem Hin und Her, die Ferraris sind unglaublich schnell an diesem Wochenende", sagte Hamilton: "Ich wusste zwischendurch nicht, wo ich stehe, in der letzten Runde musste ich noch mal alles rausholen."

Vettel zerstört Apparatur in der Boxengasse

Konkurrent Vettel musste nach dem Qualifying zum Rapport bei den Stewards antreten. Er war zum Wiegen reingeholt worden, stellte während des Wiegens jedoch nicht seinen Motor ab und zerstörte beim Rausfahren auch noch die Waage. Der Fall wurde zunächst an die Rennkommissare weitergeleitet. Vettel wurde nach der Auswertung des Vorfalls verwarnt und mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegt. Auch Hamilton sorgte während des Qualifyings für Aufsehen, als er eine Runde des Williams-Piloten Sergej Sirotkin behinderte. Beinahe kam es zur Kollision. Eine Ermittlung wurde nicht aufgenommen.

Hamilton steht bereits seit dem letzten Rennen in Mexiko als Weltmeister 2018 fest, es geht in den beiden verbleibenden Rennen aber noch um den Titel in der Konstrukteurs-WM. Sebastian Vettel und sein Ferrari-Kollege Kimi Räikkönen müssen bei noch 86 zu vergebenden Punkten alleine in Interlagos mindestens 13 Punkte auf Hamilton und Bottas gutmachen, sonst geht der Teamtitel zum fünften Mal in Folge an Mercedes.

ngo/dpa/sid



insgesamt 11 Beiträge
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skeptikerjörg 10.11.2018
1. Gleiches Recht?
Wenn gleiches Recht für gleiche Vergehen herrschen würde, müsste Hamilton für seine Behinderung im Qualifying 3 Startplätze nach hinten gesetzt werden. Austrudeln auf der Ideallinie ist nicht gerade weltmeisterlich. Und Hamilton könnte es verschmerzen. Aber wer für Mercedes fährt, ist eben nicht gleich. Some animals are more equal ...
chense90 11.11.2018
2. Als n...
...netter Hamilton darf man in der Formel 1 eins halt alles während mann als depp äh deutscher konsequent abgetraft wirs
TheFunk 11.11.2018
3. Beinahe Crash mit Sirotkin
verursacht. Das wäre böse ausgegangen. Dann auch noch Kimi Raikkonen im wegbleiben gestanden. Hamilton hätte auf jeden Fall versetzt werden müssen. Mercedes halt, amtierender Weltmeister.... Mercedes soll unbedingt die Teamwertung gewinnen....
vhn 11.11.2018
4. Formel Chancenungleichheit
"sonst geht der Teamtitel zum fünften Mal in Folge an Mercedes" Damit ist alles gesagt. Meist haben nur ein, zwei Fahrer die Chance auf den Titel. Top Talente haben Null Chance (wie Verstappen). Überholmanöver sind bei den Autos konstruktiv nicht vorgesehen. Und selbst die Reifen gehen nicht mehr kaputt wie früher. Hoffentlich kommt wenigstens irgendwann die Budget Limitierung. Und ob Ham der beste Fahrer ist wie viele (und er wahrscheinlich selbst auch) behaupten? Wer will das wissen, wenn die Fahrzeuge von der Performance so weit auseinander sind?
Hagbard 11.11.2018
5.
Es gibt seit ewigen Zeiten Diskussionen, das Wiegen so zu gestalten, dass es nicht entscheidend fürs Quali-Ergebnis ist. Anscheinend ist man da noch nicht wirklich weiter gekommen. Ich verstehe Vettel. An seiner Stelle hätte in dieser konkreten Situation vermutlich jeder den Aufstand geprobt. Dass Hamilton nicht wie andere Fahrer für ein so gelagertes Vergehen bestraft wurde, passt ins Bild. Seit ich mich für die Formel1 interessiere, waren die Entscheidungen der Stewards noch nie wirklich einheitlich und gerecht. Es hat immer Lieblinge geben und andere, die selbst für Kleinigkeiten bestraft wurden. Michael Schumacher war während seiner Karriere mehrfach in beiden Gruppen.
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