Formel 1 in Frankreich Hamilton ist Trainingsschnellster in Le Castellet

Ein brennendes Auto und lose Reifen bei der Konkurrenz konnten Lewis Hamilton nicht beirren: Der Weltmeister fuhr am ersten Trainingstag mit modifiziertem Motor die schnellste Zeit auf dem Circuit Paul Ricard.

Lewis Hamilton im Mercedes
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Lewis Hamilton im Mercedes


Titelverteidiger Lewis Hamilton ist auch im zweiten Training zum Grand Prix von Frankreich zur Bestzeit gefahren. Der britische Mercedes-Pilot war mit einem modifizierten Mercedes-Motor in Le Castellet 0,7 Sekunden schneller als der Australier Daniel Ricciardo im Red Bull. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel musste sich mit Rang fünf begnügen. Der Ferrari-Fahrer war mehr als 1,1 Sekunden langsamer als Hamilton.

Unterbrochen wurden die Übungseinheiten von zwei Unfällen: Am Vormittag landete Marcus Ericsson mit seinem Sauber nach einem Unfall in der Streckenbegrenzung. Nachdem das Auto des Schweden Feuer gefangen hatte, wurde das Training vorzeitig abgebrochen. Ericsson blieb zwar unverletzt, konnte aber am Nachmittag wegen der notwendigen Arbeiten an seinem Boliden nicht mehr weiterfahren.

Der Mexikaner Sergio Pérez hatte bei hoher Geschwindigkeit ein Rad an seinem Force India verloren. Wegen der Gefahr durch den über die Strecke rollenden Reifen hatte die Rennleitung das zweite Training unterbrochen.

Die Formel 1 gastierte 1990 zuletzt in Le Castellet

Hamilton wird bei dem Grand Prix am Sonntag (16.10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: RTL) mit einem verstärkten Motor starten. Die Silberpfeile bestätigten nach dem freien Training am Freitag den Einsatz der nächsten Ausbaustufe, die ursprünglich bereits im vorherigen Rennen in Kanada zum Einsatz kommen sollte. Aufgrund von Qualitätsproblemen verzichtete Mercedes damals darauf.

Der achte Saisonlauf ist der erste Grand Prix in Frankreich seit zehn Jahren. Damals hatte Ferrari-Pilot Felipe Massa in Magny-Cours gewonnen. Zum bislang letzten Mal in Le Castellet fuhr die Formel 1 im Jahr 1990. Die Fahrer nutzten den ersten Trainingstag daher vor allem dazu, sich mit dem weitgehend unbekannten Kurs vertraut zu machen.

In der WM-Gesamtwertung hatte Vettel zuletzt mit seinem Sieg in Kanada wieder die Führung übernommen. Hamilton liegt jedoch nur einen Punkt hinter dem Deutschen. Das Frankreich-Rennen ist der erste von drei WM-Läufen, die innerhalb von 14 Tagen ausgetragen werden (Österreich: 1. Juli, Großbritannien: 8. Juli). Das gab es in der Formel-1-Geschichte bisher noch nie.

ngo/dpa/sid



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Nonvaio01 22.06.2018
1. wie gut
das noch kein quali ist und die zeiten nichts wert sind. Im rennen wird Merc eh nicht den neuen Motor voll belasten. Im letzten rennen hatte Merc zu wenig power, und nun sollen die 1.1 sek vor weg fahren, das waehre eine verbesserung von ueber 1.5sek....soviel zu den zeiten im freien training.
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