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McLaren-Honda: Die ausgebremsten Weltmeister

Von Karin Sturm

McLaren-Honda: Die Hinterher-Fahrer Fotos
AFP

Ausfälle, hintere Plätze, frustrierte Fahrer: McLaren-Honda hat in dieser Formel-1-Saison massive Probleme. Und die Ingenieure wissen offenbar nicht, wie sie den Motor verbessern können.

Das Ergebnis kam einer Sensation gleich. Fernando Alonso wurde beim Großen Preis von Ungarn Fünfter, sein Teamkollege Jenson Button Neunter. Beide McLaren-Honda in den Punkterängen - das hatte es in den neun vorherigen Formel-1-Saisonrennen nicht gegeben. Zuvor war es Alonso als Zehnter in Großbritannien und Button als Achter in Monaco jeweils einmal gelungen, in die Top Ten zu fahren. Ansonsten? Hintere Plätze und diverse Ausfälle.

"Ich bin Fünfter geworden, weil wir die Chance genutzt haben, die die anderen uns geboten haben", sagte Alonso nach dem Rennen in Ungarn. Er hätte auch sagen können: Wären Lewis Hamilton, Nico Rosberg, die beiden Williams und der Rest nicht so dusselig gewesen, hätte das McLaren-Team wieder keine Punkte bekommen. So aber kletterte Alonso in der WM-Wertung von Platz 18 auf 15, Button bleibt auf Rang 17. Für zwei frühere Weltmeister indiskutabel.

Dabei war die Wiedervereinigung von McLaren und Motorenlieferanten Honda vor dieser Saison mit großem Bohei inszeniert worden. Man wollte an die erfolgreichen Zeiten mit Ayrton Senna und Alain Prost Ende der Achtziger-, Anfang der Neunzigerjahre anknüpfen. Doch das Auto ist den Wagen der Spitzenteams hoffnungslos unterlegen.

Alonso bezeichnete seinen fünften Platz zwar als "unglaubliches Ergebnis". Das heiße aber nicht, "dass wir deshalb jetzt einen weltbewegenden Sprung nach vorne gemacht haben. Wir machen Schritte in die richtige Richtung, aber es ist noch ein weiter Weg."

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22  Bilder
McLaren in der Formel 1: Große Namen, große Erfolge
Ein realistischeres Bild über den Leistungsstand der McLaren-Boliden gab das Qualifying in Ungarn. Da schied Button schon im ersten Abschnitt aus; Alonso schaffte es gerade mal so in die zweite Runde, konnte dort wegen technischer Probleme aber kaum noch Runden drehen. Betrachtet man die Ergebnisse der vergangenen vier, fünf Rennen, deutet so gut wie nichts darauf hin, dass McLaren auch nur zu durchschnittlichen Teams wie Sauber, Toro Rosso, Lotus oder Force India aufschließen kann.

Die größte Baustelle von McLaren ist der Honda-Motor. Die Japaner kommen mit der Antriebseinheit einfach nicht weiter, sie scheinen ziemlich hilflos zu sein. Im Fahrerlager wird bereits gemutmaßt, die Honda-Ingenieure wüssten nicht, wo sie ansetzen sollten, um das Leistungsdefizit und auch die Zuverlässigkeitsprobleme in den Griff zu bekommen.

Formel-1-Halbzeitbilanz
Lewis Hamilton, Mercedes, WM-Platz 1, 202 Punkte

Zehn Rennen, fünf Siege, Führender der Fahrerwertung: Für Hamilton lief die erste Saisonhälfte fast ideal. Der Titelverteidiger wirkt noch stärker als in der vergangenen Saison. Nur wenn sich Hamilton oder dessen Team Fehler erlauben, haben die Konkurrenten eine Siegchance (so wie Sebastian Vettel in Ungarn oder Nico Rosberg in Monaco). Der Engländer müsste in der zweiten Saisonhälfte schon einen ziemlichen Einbruch erleben, damit er seinen insgesamt dritten Titel noch verpasst.

Nico Rosberg, Mercedes, WM-Platz 2, 181 Punkte

Vor der Saison hatte Rosberg behauptet, der verlorene WM-Zweikampf mit Lewis Hamilton habe ihn noch stärker gemacht. In den ersten zehn Rennen drängte sich allerdings der Eindruck auf, dass vor allem der Weltmeister noch stabiler ist als 2014. Rosberg verlor nicht nur die Rennduelle gegen seinen Teamkollegen (3:7), er büßte sogar seine große Stärke der vergangenen Saison ein: die Schnelligkeit in den Qualifyings, wo er früher häufig besser als Hamilton war. Aktuell steht es dort 9:1 für den Engländer.

Sebastian Vettel, Ferrari, WM-Platz 3, 160 Punkte

Eigentlich sollte Vettels erstes Ferrari-Jahr als Saison zum Eingewöhnen bei der Scuderia dienen. Doch schon im zweiten Rennen in Malaysia stand der vierfache Weltmeister ganz oben auf dem Podest. Dazu kamen der Sieg in Ungarn, ein zweiter Platz und vier dritte Plätze. In den bislang zehn Rennen war Vettel am Ende nie schlechter als Rang fünf – ein sehr gutes Ergebnis angesichts der massiven Probleme, die der italienische Rennstall im vergangenen Jahr noch hatte.

Valtteri Bottas, Williams, WM-Platz 4, 77 Punkte

Die bisherige Saison ist ein Rückschritt für Bottas. Dem Finnen gelang bisher nur ein Podestplatz, 2014 fuhr er insgesamt sechsmal auf Platz zwei oder drei. Zwar ist Williams dieses Mal klar stärker als Red Bull, wurde aber von Ferrari nicht nur eingeholt, sondern sogar überholt. Bottas gilt unter den jüngeren Fahrern als das größte Talent, weshalb er wohl nicht mehr allzu lange bei Williams bleiben dürfte. Ferrari hat schon angefragt und will den 25-Jährigen eventuell schon zur kommenden Saison holen, was aber gut zehn Millionen Euro Ablöse kosten würde.

Kimi Räikkönen, Ferrari, WM-Platz 5, 76 Punkte

Verglichen mit dem katastrophalen Jahr 2014 läuft es in dieser Saison ganz gut für Kimi Räikkönen. Eigentlich. Denn wenn man sieht, was Sebastian Vettel aus dem Ferrari rausholt, ist das Abschneiden des Finnen nicht mehr so prächtig: Er hat nicht mal halb so viele Punkte wie sein deutscher Teamkollege (160:76). Räikkönen scheint über seinen Zenit zu sein, er wird in der kommenden Saison wohl nicht mehr für die Scuderia fahren. Die Italiener wollen seinen Landsmann Valtteri Bottas verpflichten.

Felipe Massa, Williams, WM-Platz 6, 74 Punkte

Für den Brasilianer gilt Ähnliches wie für seinen Teamkollegen Valtteri Bottas: Der bisherige Saisonverlauf war zwar keine Katastrophe; die Ergebnisse vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2014 versprachen allerdings mehr als das bislang Erreichte. Seit dem Kanada-GP hat Williams aber einen Schritt nach vorn gemacht. Und es fällt auf: An seinem Teamkollegen Bottas ist Massa in dieser Saison deutlich näher dran als im Vorjahr.

Daniel Ricciardo, Red Bull, WM-Platz 7, 51 Punkte

Vergangene Saison, in seinem ersten Red-Bull-Jahr, lief Ricciardo ständig grinsend durchs Fahrerlager – in diesem Jahr hat der Australier seine gute Laune verloren. War er 2014 noch erster Verfolger des Duos Hamilton/Rosberg, ist Red Bull hinter Mercedes, Ferrari und Williams nur noch viertbeste Kraft bei den Teams und Ricciardo auf Platz sieben abgerutscht. Der 26-Jährige fuhr nur ein einziges Mal aufs Podest, es war der dritte Platz in Ungarn. Ansonsten war es für ihn bislang eine Saison zum Vergessen.

Daniil Kwjat, Red Bull, WM-Platz 8, 45 Punkte

Das letzte Rennen vor der Sommerpause dürfte den Russen etwas versöhnt haben, als er Zweiter in Ungarn wurde. Ansonsten wird sich Kwjat wie sein Teamkollege Daniel Ricciardo einen anderen Saisonverlauf gewünscht haben. Um Platz neun oder zehn mitzufahren war nicht das, was sich der Russe bei seinem Wechsel von Toro Rosso zu Red Bull erhofft hatte. Positiv ist für den 21-Jährigen, wie er sich bislang im teaminternen Duell schlägt: Bei den Rennen liegen Ricciardo und Kwjat gleichauf (5:5), bei den Qualifyings führt der Australier nur knapp (6:4).

Nico Hülkenberg, Force India, WM-Platz 9, 24 Punkte

Der Deutsche ist der Beste vom Rest hinter den vier großen Teams Mercedes, Ferrari, Williams und Red Bull. Das darf durchaus als Erfolg gewertet werden, auch wenn Hülkenberg im Vergleich zur vergangenen Saison kaum einmal eine realistische Chance hatte, um die Podestplätze mitzufahren. Aber von den Teams, die von Mercedes mit Motoren beliefert werden, liegt Force India auf Platz zwei, hinter Williams und vor Lotus – das ist ein Erfolg. Hülkenberg wird weiterhin hoffen, dass 2016 ein Cockpit bei Ferrari (Räikkönen) und/oder Williams (Bottas) frei wird und er zu den Nachfolgekandidaten zählt.

Romain Grosjean, Lotus, WM-Platz 10, 23 Punkte

Grobe Fehler leistete sich der Franzose kaum, bis auf eine völlig überflüssige Kollision mit einem Manor beim Überrunden in Kanada. Allerdings wurde Grosjean öfters auch einmal von der Technik seines Lotus im Stich gelassen. Drei siebte Plätze (China, Bahrain und Ungarn) waren die bisher besten Resultate. Wenn das Lotus-Team bald tatsächlich von Renault übernommen wird, was im Moment recht wahrscheinlich scheint, müsste sich Grosjean als derzeitiger Vorzeigefranzose der Formel 1 um seine Zukunft wohl keine Sorgen machen.

Max Verstappen, Toro Rosso, WM-Platz 11, 22 Punkte

Über kaum einen anderen Fahrer wurde vor dem Saisonstart so viel geschrieben und geredet wie über den 17-jährigen Holländer, den bisher jüngsten Formel-1-Piloten der Geschichte. Grundsätzlich zeigte der Sohn von Michael Schumachers früherem Benetton-Teamkollegen Jos Verstappen, dass er der Herausforderung Formel 1 durchaus gewachsen ist. An seinem Können bestand nie ein Zweifel, aber er scheint tatsächlich auch mental schon stark genug zu sein. Zwar agierte Verstappen hin und wieder etwas übermotiviert, etwa in Monaco; Platz vier in Ungarn war jedoch ein sehr gutes Ergebnis. Verstappen ist nach zehn Rennen der beste Neuling.

Felipe Nasr, Sauber, WM-Platz 12, 16 Punkte

Der junge Brasilianer wurde von vielen vor Saisonbeginn als Bezahlfahrer abgestempelt, obwohl er in Nachwuchsserien seit Jahren gute Leistungen brachte. Dass er ein guter Fahrer ist, zeigt er unter schwierigen Bedingungen. Der Sauber ist zwar besser als 2014, aber kein Top-Auto. Als Nasr bei seinem ersten Rennen in Australien auf Platz fünf fuhr, horchten viele auf. Ein paar technische Probleme oder Teamfehler verhinderten, dass Nasr mehr Punkte holte. Sein Vertrag wurde bereits bis Ende 2016 verlängert.

Sergio Pérez, Force India, WM-Platz 13, 15 Punkte

Zu Saisonbeginn schien der Mexikaner seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg im Griff zu haben, zuletzt war der Deutsche aber schneller. Platz sieben in Monaco ist sein bisher bestes Ergebnis. Trotzdem: Sollte Motorenlieferant Mercedes 2016 den Plan durchziehen, Eigengewächs Pascal Wehrlein in den Force India zu setzen, dürfte eher der Platz von Pérez sicher sein als der von Hülkenberg. Eine 15-Millionen-Mitgift ist nun mal ein wichtiger Trumpf im Kampf um ein Cockpit.

Pastor Maldonado, Lotus, WM-Platz 14, 12 Punkte

In der Formel 1 ist der Venezolaner in erster Linie für unnötige Crashs und Fehler bekannt. Auch in dieser Saison leistete er sich wieder einige, hatte aber auch eine längere Phase, in der ihn immer wieder technische Probleme zurückwarfen. So holte er erst in Kanada als Siebter seine ersten WM-Punkte. Vielsagend allerdings, dass er im Qualifying-Duell gegen seinen Teamkollegen Grosjean deutlich zurückliegt (1:9). Aber die 40 Millionen Öl-Dollar aus seiner Heimat dürften ausreichen, seine Formel-1-Zukunft weiter zu sichern.

Fernando Alonso, McLaren-Honda, WM-Platz 15, 11 Punkte

Katastrophal – anders kann man die bisherige Saison von Fernando Alonso nicht beschreiben. Den Saisonauftakt verpasste der Spanier wegen einer Verletzung, bei den neun anschließenden Rennen kam er fünfmal nicht ins Ziel. Allein der fünfte Platz in Ungarn verhinderte, dass Alonso als Drittletzter in die Sommerpause geht. Für einen zweifachen Weltmeister, der mit McLaren-Honda an große Zeiten anknüpfen wollte, ist das ein Desaster.

Carlos Sainz junior, Toro Rosso, WM-Platz 16, 9 Punkte

Der Sohn von Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz lieferte bisher eine bessere Leistung ab, als viele spanische Experten ihm zugetraut hatten. Schon viermal fuhr er in die Punkteränge und brachte sich mehrfach um noch bessere Ergebnisse, weil er nicht besonders gut mit den Reifen umging. Ein Problem aller jungen Fahrer aus dem Red-Bull-Nachwuchskader könnte er aber trotzdem bekommen: Wer nicht schnell Top-Leistungen bringt, ist wieder weg aus der Formel 1.

Jenson Button, McLaren-Honda, WM-Platz 17, 6 Punkte

Der Brite holte zwar in Monaco mit Platz acht das bisher beste Saisonergebnis für McLaren-Honda, das was aber vor allem der dortigen Ausfallorgie geschuldet. Ansonsten kann er mit dem noch immer nicht konkurrenzfähigen Auto kaum etwas ausrichten. Ob der Weltmeister von 2009 auch im kommenden Jahr McLaren fährt, ist noch nicht sicher. Britische Medien bringen ihn gern mit Williams in Verbindung, falls Bottas zu Ferrari geht. Williams hat aber eher Nico Hülkenberg als möglichen Bottas-Nachfolger im Blick.

Marcus Ericsson, Sauber, WM-Platz 18, 6 Punkte

Der Schwede ist zwar im Schnitt mindestens zwei bis drei Zehntel langsamer als sein Teamkollege Nasr. Trotzdem macht auch Ericsson bei Sauber gute Arbeit und passt ins Team, was mit der Bestätigung für 2016 belohnt wurde. Er leidet aber derzeit etwas darunter, dass das Schweizer Team aus finanziellen Gründen das Entwicklungstempo der anderen nicht mitgehen kann. Die neue Ferrari-Motorversion ab dem Spa-Rennen im August und ein großes Chassis-Update ab dem Singapur-GP im September sollen die Situation verbessern.

Roberto Merhi, Manor Marussia, WM-Platz 19, 0 Punkte

Einen Piloten zu beurteilen, der in einem derart hoffnungslos unterlegenen Auto wie dem Manor fährt, ist schwierig. Maßstab kann eigentlich immer nur der eigene Teamkollege sein. Was auffiel: Zumindest am Anfang des Jahres lief da der eigentlich noch unerfahrenere Will Stevens dem Spanier den Rang ab, inzwischen ist das Duell ausgeglichen. In England holte Merhi als Zwölfter das bisher beste Saisonergebnis für Manor. Allerdings profitierte er dabei von zahlreichen Ausfällen.

Will Stevens, Manor Marussia, WM-Platz 20, 0 Punkte

Dafür, dass den Briten selbst in der Motorsportszene kaum jemand kannte, ehe er 2014 in Abu Dhabi beim inzwischen pleitegegangenen Caterham-Team sein Formel-1-Debüt feierte, schlägt er sich nicht schlecht. Die Frage für die Zukunft: Wann kommt ein Fahrer, der bereit ist, für das eigentlich hoffnungslose Unterfangen Manor ein paar Millionen mehr zu bezahlen? Dann könnte Stevens ebenso schnell draußen sein wie Merhi. Sicher ist nur: Beide werden auch nach der Sommerpause nur hinterherfahren.

Vier Motoren darf ein Team im Laufe der Saison einsetzen. Beim Großen Preis von Österreich wurden die McLaren aber schon vom fünften in diesem Jahr angetrieben, weshalb Alonso und Button in der Startaufstellung strafversetzt worden waren. Zwar wurde Honda kurz darauf aufgrund einer Regeländerung zugestanden, als Neuling einen weiteren Motor, also Nummer sechs, straffrei einsetzen zu dürfen. Aber aufgrund des jetzt schon großen Verschleißes ist abzusehen, dass in den McLaren wohl auch noch Motor Nummer sieben und acht zum Einsatz kommen werden, was weitere Bestrafungen nach sich ziehen würde.

Also schont das Team die neuen Motoren, setzt im Training die alten ein und kommt sowohl mit der Modifizierung der Antriebseinheit als auch mit dem ebenfalls noch nicht perfekten Auto kaum weiter. Denn eigentlich müsste McLaren in den freien Trainings so viele Runden wie möglich fahren, um Daten und Erkenntnisse zu sammeln. Allerdings steht das Auto öfter in der Garage, als das es auf der Strecke fährt, wegen der alten Motoren. Ein Teufelskreis.

Der Wagen an sich ist zwar nach Aussage der Fahrer sehr gut ausbalanciert, es scheint aber an Abtrieb zu mangeln, dem Schlüsselfaktor für hohe Geschwindigkeit. Ein neues Aerodynamik-Paket sollte Fortschritte bringen, scheint aber bis jetzt keinen großen Unterschied zu machen.

Button forderte daher kürzlich, McLaren müsse 2015 abschreiben, sich jetzt schon komplett auf die kommende Saison konzentrieren, doch die Teamführung mit Ron Dennis und vor allem Eric Boullier widersprach öffentlich. Alonso glaubt, dass es ein Mittelweg sei, den man beschreiten müsse. Zumindest bei offiziellen Auftritten gelingt es dem Spanier meistens einigermaßen, positiv zu wirken.

Im Fahrerlager nimmt aber kaum jemand Alonso diesen Optimismus ab. Wie es wirklich in ihm aussieht, lässt er nur im Auto erkennen. In Kanada etwa, als er während des Rennens von der Box zum Spritsparen aufgefordert wurde, schimpfte Alonso wütend: "Wir sind langsam und jetzt soll ich auch noch Sprit sparen? Das ist doch alles amateurhaft, was wir hier machen!"

Formel-1-Saison 2015
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Red Bull
Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Toro Rosso
Max Verstappen und Carlos Sainz jr.
Lotus
Romain Grosjean und Pastor Maldonado
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
Manor Marussia
Will Stevens und Roberto Merhi
Der Rennkalender
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Pole-Positions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Pole-Positions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

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Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 28 Beiträge
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    Seite 1    
1. Alonso wird's verschmerzen,
laranagustavo 28.07.2015
mit 35 Mio Gehalt der bestbezahlte unter den Fahrern hat er zudem Zeit sein eigenes Museum einzuweiehen. Weltmeiser wird er aber wohl nie mehr.
2. Auch andere Gründe
nickmason 28.07.2015
Was die Autorin des Artikels beschreibt, sind nur die sichtbaren Auswirkungen. Die Ursachen der Misere hingegen bleiben (mehr oder weniger) ungenannt. Im Prinzip hat Honda aktuell kaum eine Chance, den Rückstand auf die etablierten Motorenhersteller Ferrari, Mercedes und Renault aufzuholen. Das Reglement verbietet nämlich sowohl die übermäßige Weiterentwicklung der Antriebseinheit, als auch größere Tests außerhalb der Rennwochenenden. Also selbst wenn man in Japan die Ursachen kennen würde, hätte man nur wenig Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen. Und das ist der (selbsternannten) "Königsklasse des Motorsports" unwürdig, denn diese war jahrzehntelang geprägt von Weiterentwicklungen, die den Konkurrenzkampf zwischen den Teams erst richtig angeheizt haben.
3. Hauptsache...
holladihöö 28.07.2015
die Regelung um die Turbomotoren wird wieder rückgängig gemacht und die Boliden strotzen wieder vor Kraft und Wildheit! Vettel sagte mal, dass die Autos kaum Beherrschbar sein sollten um wieder neuen Wind in diesen Zirkus zu bekommen! Recht hat er. Denn wenn 17 jährige Jünglinge diese Boliden schon steuern können, hat dies für mich nichts mit der Königsklasse mehr zu tun. Fahre selbst Rennen und bin mit meinen 450 PS und 900 Kilo Leergewicht völlig am Leistungslimit.
4. naja
Nonvaio01 28.07.2015
das ist normal. Als McLaren angefangen hat mir Mercedes zusammen zu arbeiten sah das erste ja auch nicht so viel besser aus.
5. frankenbaer
frankenbaer 28.07.2015
Dass im ersten Jahr der Wiedervereinigung erhebliche Entwicklungs- und Anpassungsprobleme auftreten und zu bewältigen sind, ist ein ganz normaler Vorgang. Man denke an die lange Anlaufzeit bei Mercedes! Es zeugt von wenig Sachkenntnis, wenn das Team derart verunglimpft wird.
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