Formel 1: Mercedes-Chef Zetsche umgarnt Schumacher

Als Fahrer war Michael Schumacher Mercedes nicht mehr gut genug. An anderer Stelle im Formel-1-Team könne er sich den Weltmeister jedoch gut vorstellen, so Konzernchef Dieter Zetsche. Er hoffe auf Schumachers Verbleib.

Mercedes-Boss Zetsche (l.) und F-1-Fahrer Schumacher: "Wünsche mir, dass er bleibt" Zur Großansicht
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Mercedes-Boss Zetsche (l.) und F-1-Fahrer Schumacher: "Wünsche mir, dass er bleibt"

Hamburg - Vor wenigen Tagen gab Mercedes Michael Schumachers Ausmusterung als Fahrer des werkseigenen Formel-1-Teams bekannt. Nun sendet Mercedes-Chef Dieter Zetsche positive Signale in Richtung des 43-Jährigen, dessen zum Ende der Saison 2012 auslaufender Vertrag nicht verlängert werden wird.

"Ich persönlich wünsche mir, dass er nach seiner aktiven Zeit im Mercedes-Cockpit Partner unseres Unternehmens bleibt", sagte Zetsche der "Bild"-Zeitung. Bislang hat Schumacher nicht bekanntgegeben, was er in Zukunft zu tun gedenke. Spekuliert wird unter anderem über eine Fortsetzung der F-1-Karriere bei Sauber oder Lotus.

An den bislang enttäuschenden Ergebnissen treffe Schumacher und dessen derzeitigen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg keine Schuld, so Zetsche. "Wir haben beiden Fahrern in den vergangenen drei Jahren nicht das Auto zur Verfügung stellen können, das in der Mehrzahl der Rennen siegfähig gewesen wäre."

Seit 2010 bilden Schumacher und Rosberg bei Mercedes das Fahrerduo. Nur ein F-1-Rennen konnte Mercedes in dieser Zeit gewinnen. Am 15. April dieses Jahres siegte Rosberg beim Großen Preis von China. Schumacher, der nach drei Jahren Pause sein F-1-Comeback gegeben hatte, kann als beste Platzierung seitdem einen dritten Rang vorweisen.

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F1-Pilot Schumacher: Aus bei Mercedes
Zetsche räumt die schwachen Resultate freimütig ein. "Sicherlich haben wir uns vor drei Jahren gewünscht, weiter zu sein, als wir es in dieser Saison sind. Die Erwartungshaltung war durch den Namen Michael Schumacher und die Marke Mercedes-Benz sehr hoch. Von unserer Marke erwartet man, dass sie vorn ist."

Für den Aufschwung soll auch Lewis Hamilton sorgen. Der Weltmeister von 2008 erhält einen Vertrag bis 2016. "Es war Zeit für eine neue Herausforderung", begründete der 27-jährige Brite seinen Wechsel von McLaren zum deutschen Team. "Er hat gefühlt, dass dies die nächste Stufe seiner Karriere ist", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Rosberg freut sich auf seinen neuen Teamkollegen. "Ich kenne Lewis, seit ich zwölf Jahre alt bin. Wir verstehen uns immer schon gut, hatten Hammerzeiten 2001 im Gokart-Team von McLaren und Mercedes", sagte Rosberg der "Bild am Sonntag".

Respekt habe er schon vor dem ein Jahr älteren Hamilton, aber keine Angst, so Rosberg. "Mit Lewis kommt wieder eine Herausforderung und die nehme ich gerne an. Lewis ist einer der besten Rennfahrer momentan, aber ich glaube schon, dass ich ihn schlagen kann."

ach/dpa/sid

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Wird Michael Schumacher seine Karriere als Fahrer fortsetzen?

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1 18.03. Australien (Melbourne)
2 25.03. Malaysia (Sepang)
3 15.04. China (Shanghai)
4 22.04. Bahrain (Sachir)
5 13.05. Spanien (Barcelona)
6 27.05. Monaco (Monte Carlo)
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