Hamburg - Mercedes und Rekordweltmeister Michael Schumacher gehen ab der kommenden Saison getrennte Wege. Der Rennstall bestätigte am Freitagvormittag, dass der zum Ende des Jahres auslaufenden Vertrag mit Schumacher nicht verlängert wird. Einen Nachfolger hat Mercedes bereits gefunden: Der Rennstall verpflichtete für kommende Saison den früheren Weltmeister Lewis Hamilton.
"Ich hatte drei schöne Jahre beim Mercedes-Team, die leider sportlich nicht so gelaufen sind, wie wir uns das alle gewünscht hatten", sagte Schumacher, "ich wünsche Lewis alles Gute und der gesamten Mannschaft den Erfolg, für dessen Aufbau wir so hart gearbeitet haben. Jetzt werde ich mich auf die kommenden Rennen konzentrieren."
Seine Karriere könnte damit nach dem letzten Saisonrennen am 25. November in São Paulo enden, doch darüber will sein Umfeld noch nicht nachdenken. "Das ist heute einfach kein Thema", sagte seine Managerin Sabine Kehm zu einem möglichen weiteren Wechsel des einstigen Ferrari-Stars.
Zuvor hatte Hamiltons Rennstall McLaren bereits die Verpflichtung des Mexikaners Sergio Perez als künftigen Teamkollege von Jenson Button bekannt gegeben. Hamilton bekommt nach Mercedes-Angaben hingegen einen Dreijahresvertrag, der laut "Daily Mail" mit rund 75,5 Millionen Euro dotiert sein soll. Der 27-Jährige, Weltmeister von 2008, fährt seit 2007 für McLaren. "Es ist nur angemessen, die Gelegenheit zu nutzen, um Lewis Danke zu sagen", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh in der Pressemitteilung über die Verpflichtung von Perez.
Bereits am Donnerstag hatte Mercedes-Teamchef Ross Brawn dem TV-Sender BBC für Gerüchte über ein mögliches Vertragsende Schumachers gesorgt: "Michael ist ein großer Gewinn für das Team gewesen, er hat uns wirklich nach vorne gebracht." In der laufenden Saison sammelte Schumacher bisher erst 43 Punkte und liegt auf Platz zwölf der Fahrerwertung.
Nach seinem Comeback in der Formel 1 vor drei Jahren war Schumacher nur 2012 als Dritter in Valencia auf das Podest gefahren. Zuletzt hatte der 43-Jährige für Schlagzeilen gesorgt, als er beim Nachtrennen in Singapur dem Toro-Rosso-Piloten Jean-Eric Vergne ins Heck gefahren und ausgeschieden war.
Im Juli hatte Schumacher noch verlauten lassen, erst im Oktober über seine Zukunft nachdenken zu wollen. Mercedes wollte jedoch schon früher eine Entscheidung von ihm. Nun hat ihm Mercedes die Entscheidung abgenommen.
psk/sid/dpa
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