Formel 1 Red Bull hat einen neuen Motorenpartner

Die Zukunft ist geklärt: Der Formel-1-Rennstall Red Bull wird in der kommenden Saison mit einer Antriebseinheit von Tag Heuer an den Start gehen. Die Basis des Motors liefert weiter Renault.

Formel-1-Team Red Bull: Motorenstreit beigelegt
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Formel-1-Team Red Bull: Motorenstreit beigelegt


Es war sogar von einem Ausstieg die Rede, nun ist die Frage nach einem Motorenlieferanten für Red Bull geklärt: Der Formel-1-Rennstall hat einen neuen Partner bekanntgegeben. Das ehemalige Team von Sebastian Vettel wird in der kommenden Saison mit einem Antrieb an den Start gehen, der den Namen "Tag Heuer power unit" trägt. Der Uhrenhersteller hat sich die Namensrechte gesichert, ob die Zusammenarbeit über ein reines Sponsoring hinausgehen wird, ist noch unklar. Die Basis des Motors liefert weiterhin Renault.

Red Bull hatte sich aus Ärger über den schwächelnden Antrieb mit dem französischen Motorenhersteller eigentlich überworfen. Renault wollte sich daraufhin als Motorenlieferant aus der Formel 1 zurückziehen. Dem Rennstall aus Milton Keynes sind aber in den vergangenen Monaten die Alternativen weggebrochen. Mercedes weigerte sich, überhaupt Triebwerke zu liefern, Ferrari bot veraltete an, und ein Deal mit Honda platzte. Der Wagen für 2016 wird nun den Namen Red Bull Racing-Tag Heuer RB12 tragen.

Bereits in den Achtzigerjahren wurden Motoren in der Formel 1 nach Tag benannt. Die Firma hatte bei Porsche Turbo-Antriebe finanziert, mit denen Niki Lauda und Alain Prost im McLaren zu fünf WM-Titeln fuhren.

"Tag Heuer ist eine Ikone der Formel 1 und wir sind sehr glücklich, dass wir mit dieser Marke zusammenarbeiten können", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "Wir sind auch sehr zufrieden, dass sich Renault dazu entschlossen hat, dem Formel-1-Sport treu zu bleiben."

Schwesterteam Toro Rosso bekommt indes für die nächste Saison Ferrari-Motoren von 2015.

mrr/dpa/sid



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insgesamt 4 Beiträge
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SirTurbo 04.12.2015
1.
Alter Falter. Nix gegen die Uhren. Aber wenn man mit solchen eher geringen Stückzahlen so ein Engagement stemmen kann zeigt das was für fette Margen in dem Geschäft drin sind:)
Krefey 04.12.2015
2.
Zitat von SirTurboAlter Falter. Nix gegen die Uhren. Aber wenn man mit solchen eher geringen Stückzahlen so ein Engagement stemmen kann zeigt das was für fette Margen in dem Geschäft drin sind:)
Tag Heuer ist eigentlich eine eher günstige Uhrenmarke. Sicherlich wird sich nicht jeder eine eigentlich unnütze Uhr für einen vierstelligen Betrag leisten, es ist somit ein Luxusartikel, aber wenn man die Preise von Tag Heuer mit denen anderer schweizer Luxusuhren vergleicht, stellt man fest, dass das sogar noch eine der günstigen Firmen ist. Vor allem ist Tag Heuer aber kein selbständiges Unternehmen sondern gehört dem Konzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, die mit Hublot auch eine der wirklich teuren Uhrenmarken im Portfolio haben. ich denke, das wird quersubventioniert über die anderen Firmen des Konzerns und primär als Werbemaßnahme laufen. Nebenbei bin ich mir sicher, dass die nur in eine Renn-Spezialisten-Firma so viel Geld pumpen, dass sie ihren Namen drauf schreiben dürfen. Die werden sicherlich keine Motoren-Firma gegründet haben.
thomas.d. 04.12.2015
3.
Hinter Tag Heuer steht Mansour Ojjeh, Technique de Avantgarde, außerdem Mitinhaber von McLaren. Mit Uhren finanziert der den Motor ganz sicher nicht.
alfons# 05.12.2015
4. passt doch!
Es war ja auch fünf vor zwölf ??
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