Formel 1 Nico Hülkenberg wechselt zu Force India

Er gilt als einer der besten Fahrer der Formel 1: Nico Hülkenberg wechselt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen jetzt von Sauber zu Force India. Dort kassiert er 1,9 Millionen Euro und ersetzt womöglich einen anderen deutschen Fahrer.

Formel-1-Pilot Hülkenberg: In der Gesamtwertung auf Rang zehn
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Formel-1-Pilot Hülkenberg: In der Gesamtwertung auf Rang zehn

Aus São Paulo berichtet


Hamburg - Nico Hülkenberg gilt als einer der besten Fahrer der Formel 1. Entsprechend beliebt ist der Deutsche bei den Teams. Sein Problem? Er bringt kaum Sponsorengelder mit. Deshalb zerschlug sich auch sein Wechsel zu Lotus - obwohl sich der Rennstall und der 26-Jährige im Grunde schon einig waren. Nun hat Hülkenberg nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen bei Force India einen Vertrag unterschrieben. Dort kassiert er 1,9 Millionen Euro Gehalt.

Hülkenberg fuhr bereits 2012 für Force India und wechselte dann zu Sauber. In dieser Saison holte er 51 WM-Punkte und belegte in der Gesamtwertung Rang zehn.

Die Rückkehr zu Force India hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet. Der "Welt" sagte Hülkenberg, dass sein aktueller Rennstall Sauber sowie Force India mögliche Arbeitgeber für die kommende Saison seien.

Für den indischen Rennstall fuhren in der nun abgelaufenen Saison der Deutsche Adrian Sutil sowie der Schotte Paul di Resta. Beide müssen Force India offenbar verlassen. Neuer Teamkollege von Hülkenberg soll Sergio Pérez werden. Der Mexikaner muss sein Cockpit bei McLaren räumen. Pérez ist ebenfalls ein Bezahlfahrer. Er wird von einem mexikanischen Telekommunikationskonzern unterstützt und würde wohl rund 15 Millionen Euro an Sponsorengelder mitbringen.

Sutil tauscht angeblich mit Hülkenberg die Arbeitgeber. Am Rande des Großen Preises von Brasilien bestätigte Sutil beim TV-Sender Sky, dass er seit Monaten einen Vertrag unterschrieben habe. Wegen einer Klausel dürfte er den Rennstall aber nicht nennen. Sutil sagte lediglich, dass sich die Farben nicht großartig ändern würden - und ließ damit Raum für Spekulationen. Offenbar war Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn schon früh in der Saison an einer Zusammenarbeit mit dem 30-Jährigen interessiert.

Für weitere Bewegung im Fahrerkarussell könnte Pastor Maldonado sorgen. Der bisherige Williams-Pilot soll ebenfalls bei Sauber hoch im Kurs stehen. Der finanziell angeschlagene Rennstall könnte den Venezolaner gut gebrauchen. Maldonado würde dringend benötigte Sponsoren-Millionen aus der heimischen Ölbranche mitbringen - angeblich rund 30 Millionen Euro pro Saison. Allerdings soll auch Lotus am 28-Jährigen interessiert sein. Wie Sauber plagen den Rennstall ebenfalls große Geldsorgen.

insgesamt 13 Beiträge
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mirkor 25.11.2013
1. Am
gelde hängt zum gelde drängt doch alles
inhaltsangabe 25.11.2013
2. Sutil weg?
Sutil hat doch gerade erst gestern bekannt gegeben,dass er verlängert hat, wie kann er dann ersetzt werden?
streitross2012 25.11.2013
3. Warum lässt man nicht einfach
die Vorstände der Sponsoren ans Steuer?
mod2 25.11.2013
4. Moment mal ...
... ganz langsam: es gibt also Fahrer, die werden bezahlt (was mir normal erscheint) und solche, die quasi Ihr Gehalt und noch etliche weitere Millionen selbst mitbringen? Soll ein Menschen verstehen, diese F1 ...
aurichter 25.11.2013
5. Es gibt Oligarchen
die kaufen sich mal eben als Hobby einen Fußballverein und dann gibt es eben Andere, die sich einen F1 Fahrer als Schoßhündchen halten. Wo ist da nun der Unterschied? Wenn so die Rennställe als Ersatz für gute Platzierungen mit den Sponsorengeldern für miserable Platzierungen entschädigt werden, dann ist das ganz sauber deren Problem.
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