Formel 1 Souveräner Rosberg siegt auch in China

Der Hattrick ist perfekt: Nico Rosberg hat beim GP von China seinen dritten Saisonerfolg gefeiert. Sebastian Vettel misslang der Start, Lewis Hamilton legte eine Aufholjagd hin.

REUTERS

Die Siegesserie von Nico Rosberg geht weiter. Der Deutsche gewann im Mercedes auch das dritte Saisonrennen beim Großen Preis von China. Es war saisonübergreifend bereits sein sechster Sieg in Folge. Der Silberpfeil-Pilot dominierte das Feld souverän, einzig den Start hatte Rosberg zunächst gegen Daniel Ricciardo verloren. Platz zwei ging an Sebastian Vettel, Dritter wurde Daniil Kvyat im Red Bull. Lewis Hamilton wurde trotz einiger Rückschläge Siebter. Es war ein gutes Rennen mit vielen Überholmanövern.

Bereits der Start hatte es in sich: Ricciardo, von Position zwei ins Rennen gegangen, gewann ihn gegen Rosberg. Er hatte den Silberpfeil-Piloten auf der Innenseite der ersten Kurve überholt. Dahinter kam es zu einer unglücklichen Kollision zwischen den Ferrari-Fahrern Vettel und Kimi Räikkönen, der Finne musste anschließend in die Box. Genauso wie Hamilton, der bei einem Crash nach dem Start seinen Frontflügel verloren hatte.

Es ging packend weiter: In der dritten Runde hatte Ricciardo im Red Bull einen Reifenschaden, der Australier schaffte es jedoch noch in die Box. Rosberg hatte bereits kurz zuvor die Führung zurückerobert. Danach musste das Safety Car raus, viele Autoteile befanden sich auf der Strecke. Laut Reifenhersteller Pirelli sollen die Trümmerteile auch den Reifenplatzer bei Ricciardo verursacht haben.

Das Feld war zu diesem Zeitpunkt kräftig durcheinandergemischt, so fuhr beispielweise Pascal Wehrlein im Manor auf Rang vier vor, der Formel-1-Rookie war vom vorletzten Platz gestartet. Im weiteren Verlauf fiel der Deutsche jedoch deutlich zurück. Er wurde 18.

Aufholjagd der Spitzenfahrer

In der neunten Runde konnte das Rennen fortgesetzt werden, der Blick auf die Positionen hinter der Spitze war ungewohnt: Rosberg führte vor Felipe Massa und Fernando Alonso, der nach seinem schweren Unfall beim Grand Prix von Australien in China seine Rückkehr feierte. Doch jetzt begann die Aufholjagd der Spitzenfahrer: Hamilton ging Risiko und schnappte sich am Ende des Feldes einen Fahrer nach dem nächsten, bereits in der 16. Runde war der Brite wieder in den Top Ten. Auch Vettel gelangen einige sehenswerte Überholmanöver. Einzig bei Räikkönen ging es lange schleppend voran, den Ferrari-Piloten warf ein weiterer Boxenstopp weit zurück.

Für einen weiteren Aufreger sorgte Nico Hülkenberg. Der Deutsche war zu langsam in die Boxengasse gefahren, weil sein Teamkollege Sergio Pérez noch beim Reifenwechsel stand. Das führte anschließend zu einem Überholmanöver von Vettel, Hülkenberg erhielt eine Durchfahrtsstrafe.

Dann beruhigte sich das Rennen ein wenig. Rosberg fuhr souverän an der Spitze, gefolgt von Kvyat und Vettel. Beide hatten jedoch deutlichen Rückstand auf den Führenden. In der 30. Runde betrug der Vorsprung über 25 Sekunden. Spannender war es im Mittelfeld: Hamilton und nun auch Räikkönen sorgten für viele Überholmanöver und lieferten sich auch selbst ein packendes Duell. Das aggressive Fahrverhalten von Hamilton führte unter anderem dazu, dass die Reifen des Titelverteidigers stark abnutzen. Er musste - auch aus taktischen Gründen - fünfmal in die Box.

In der 36. Runde setzte Vettel mit neuen Reifen zum Schlussspurt an - mit Erfolg. Nur eine Runde später überholte er Kvyat und sicherte sich Platz zwei. In der Endphase des Rennens sorgten Räikkönen, Hamilton und Ricciardo für ständige Positionswechsel. Der Finne wurde Fünfter, der Red-Bull-Pilot fuhr auf den vierten Rang.

Formel-1-Saison 2016
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Red Bull
Daniel Ricciardo und Max Verstappen
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Renault
Kevin Magnussen und Jolyon Palmer
Toro Rosso
Daniil Kwjat und Carlos Sainz jr.
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Manor
Rio Haryanto und Pascal Wehrlein
Haas
Romain Grosjean und Esteban Gutierrez
Der Rennkalender
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (as-Sachir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montréal)
19. Juni: Europa (Baku)
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Großbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Mogyoród)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur (Singapur)
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Japan (Suzuka)
23. Oktober: USA (Austin)
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Interlagos)
27. November: Abu Dhabi (Yas-Insel)
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Polepositions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Polepositions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

jan

insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
pb-sonntag 17.04.2016
1. Herzlichen Glückwunsch, Nico
31 Sekunden vor diesem Vettel. Das sind Welten. Weiter so!
micha63 17.04.2016
2. Hamma Rennen
Schon das Dritte diese Saison.
Boesor 17.04.2016
3.
Gutes, spannendes Rennen
ticino49 17.04.2016
4. Langweilig
Nachdem Hamilton als letzter ins Rennen gehen musste, stand der Sieger schon vor dem Start fest. Dieses Jahr wird ein Deutscher auf einem deutschen Auto Weltmeister. (wurde von Mercedes schon vor dem Saisonstart festgelegt)
wilbury 17.04.2016
5. Von wegen Langeweile
Allen die von Langweile in der F1 sprechen empfehle ich sich mal an die Dominanz von Ferrari 2000-2004 und Red Bull 2008-11 zu erinnern. M. Schumacher war über Jahre auf Sieg abonniert und bekam dazu noch Siege durch Teamorder geschenkt. Das war noch langweiliger. Jetzt dominiert gerade mal Mercedes-Benz. Na und....
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