"So schlecht wie nie" Lauda kann Ecclestone-Kritik an Formel 1 nicht verstehen

Der Formel-1-Chef hat gepoltert, nun gibt es Kritik an der Kritik - von Mercedes-Teamchef Niki Lauda. Der Österreicher hat kein Verständnis für Bernie Ecclestone.

Mercedes-Aufsichtsrat Lauda (l.), Ecclestone
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Mercedes-Aufsichtsrat Lauda (l.), Ecclestone


Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda hat mit Unverständnis auf die Generalkritik von Chefvermarkter Bernie Ecclestone an der Formel 1 reagiert. "Das ist seine Einstellung seit dem vergangenen Jahr. Ich verstehe einfach nicht, warum er das macht, als Boss des Sports so kritisch zu sein", sagte der 67-Jährige dem englischen "Mirror". Alle seien positiv, und er müsse alles zerstören.

Ecclestone hatte kurz vor dem Treffen der Formel-1-Kommission am Dienstag in Genf ein vernichtendes Urteil über die gegenwärtige Lage der Rennserie gefällt. Die "Formel 1 ist so schlecht wie nie zuvor", hatte der 85-Jährige gesagt. "Ich würde mein Geld nicht ausgeben, um mit meiner Familie ein Rennen anzusehen. Ausgeschlossen."

Ecclestone führt diesen seiner Ansicht nach verheerenden Zustand auf jene Leute zurück, die nur den kurzfristigen Erfolg im Blick hätten. "Ich will machen, was am besten für die Formel 1 ist", versicherte der Brite, der als Geschäftsführer der Formula One Group für die Werbung und kommerzielle Verwertung der Formel 1 zuständig ist.

Ecclestones Kritik: Die Rennen seien "zu vorhersehbar". In den vergangenen beiden Jahren gab es eine Mercedes-Dominanz. Lewis Hamilton wurde jeweils Weltmeister vor Teamkollege Nico Rosberg. Den Zuschauern müssten wieder spannende Rennen mit unterschiedlichen Siegern präsentiert werden, so Ecclestone.

bka/dpa

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insgesamt 20 Beiträge
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chiefseattle 23.02.2016
1. stimmt
Die Formel 1 könnte spannender werden, wenn man daraus eine Fahrerweltmeisterschaft macht. Das heißt, die Fahrer müssten auf allen Autos starten. Dann findet man eindeutig den besten Fahrer!
themistokles 23.02.2016
2. Langweilige Rennen
Da kann man Ecclestone, ob man ihn mag oder nicht, gar nicht widersprechen. Formel 1 ist in der Tat langweilig und eintönig geworden. Schuld daran ist nicht zuletzt auch die "Gleichmacherei" beim Thema Technik und Reifen. Wäre nicht dieser Medienhype (zB durch RTL) drumherum, es würde hierzulande kaum noch jemanden interessieren.
gruenertee 23.02.2016
3.
Ja klar. Wenn man oben ist, beklagt man sich natürlich nicht über Regel und Strukturen. Man möchte ja möglichst lange an der Spitze stehen und am besten ohne ernsthafte Konkurrenz. FC Bayern beschwert sich ja auch nicht darüber, dass die Bundesliga Strukturen die Spitze übervorteilen.
five-oceans-buccaneer, 23.02.2016
4. Da kann ich dem Ecclestone
nur zustimmen. Ich als begeisterter Formel 1 Fan sei vielen Jahren langweile mich mehr und mehr und schalte zuweilen um. Keine Strategie mehr, kein Nachtanken, Reifen nur von einem Produzenten, usw. Die Gleichmacherei abschaffen und den vollen Wettbewerb machen lassen. Im Unterschied liegt die Würze. Wir sind schliesslich und endlich auch nicht alle gleich geboren...
spontanistin 23.02.2016
5. Sieht Ecclestone denn....
... überhaupt noch etwas resp. scharf? Taub scheint er ja schon zu sein, wenn er lautere Motoren fordert!
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