Formel 1 Wehrlein wechselt zu Sauber

Mercedes wird in der kommenden Saison wohl keinen deutschen Formel-1-Piloten beschäftigen. Pascal Wehrlein hat sich für einen Wechsel zum Schweizer Sauber-Rennstall entschieden.

Pascal Wehrlein
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Pascal Wehrlein


Pascal Wehrlein wird in der neuen Formel-1-Saison nicht für Mercedes, sondern für den Sauber-Rennstall fahren. Wie das Schweizer Team mitteilte, wird der 22-Jährige 2017 an der Seite des Schweden Marcus Ericsson an den Start gehen. Wehrlein hatte in der vergangenen Saison sein Formel-1-Debüt für Manor gegeben und beim Grand Prix von Österreich seinen bislang einzigen Punkt geholt.

"Unser Ziel ist, dass wir uns als Team im Mittelfeld etablieren und regelmäßig in die Punkte fahren können", teilte Wehrlein auf der Sauber-Homepage mit: "Ein großes Dankeschön für die Unterstützung geht natürlich auch an Mercedes."

Damit scheint der Weg zu den Silberpfeilen für den Finnen Valtteri Bottas endgültig frei. Williams-Pilot Bottas galt zuletzt bereits als großer Favorit auf den Job bei Mercedes, die Bekanntgabe seines Wechsels scheint nun lediglich eine Frage der Zeit. Mercedes-Junior Wehrlein hatte sich zunächst Hoffnung auf den vakanten Platz beim Werksteam machen dürfen, nachdem Weltmeister Rosberg seine Karriere Anfang Dezember völlig überraschend beendet hatte.

rae/dpa/sid



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der-junge-scharwenka 16.01.2017
1. Gutes Manöver
Nun gut: Dann fährt Wehrlein 2017 eben nicht für Mercedes vorne mit, sondern für Sauber hinterher. Das machen andere auch. Spannend ist nur, warum das für jemanden, der immerhin die DTM gewonnen hat, so sein soll. Und spannend ist vor allem, warum Mercedes, statt Wehrlein ins vakante Rosberg-Cockpit zu setzen, lieber einen Bottas aus einem bestehenden Vertrag teuer herauskauft und gleich noch den Teamchef obendrauf legt, der für die Erfolge der letzten Jahre maßgeblich verantwortlich war. Klar hat Toto Wolff darauf eine Antwort. Er meint, die Kombination aus Wehrlein und Hamilton im Mercedes würde ähnlich explosiv werden wie seinerzeit die von Hamilton und Alonso... Dann fragt man sich: Und wann kommen Schneewittchen und die sieben Zwerge? Und vor allem: Wie passt das damit zusammen, dass sich 2017 kein einiges Formel-1-Team um den ehemaligen Star der DTM gerissen hat? Force India, immerhin Mercedes-Kunde, hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, ihn zu verpflichten. Das Williams-Team, das Bottas an Mercedes abtreten muss, nimmt im Tausch lieber dessen bisherigen Teamchef als einen Wehrlein, und selbst Sauber - klamm wie kein anderes Team - kam nur deshalb auf die Wehrlein-Idee, weil sie mit einigen Millionen aus Stuttgart attraktiv gemacht worden ist. Man fragt sich, ob Wehrlein wirklich das Genie ist, für den ihn Mercedes so lauthals vermarktet... Aber egal: Am Ende der Operation ist Wehrlein untergebracht - nicht vorne, sondern hinten, aber immerhin fährt er überhaupt -, und Sauber ist finanziell gerettet. So gesehen ist auch das eine gute Tat. Dann fragt man sich unweigerlich, wie das mit der mangelnden Anziehungskraft des jungen Mannes auf andere Teams zusammenpasst...
Referendumm 16.01.2017
2. Wehrlein passt zu Sauber ...
Wehrlein passt zu Sauber wie die berühmte Faust aufs Auge. Nun ja, soll er weiterhin reifen oder halt verwelken. Die Gründe warum Mercedes ihn nicht in ihrem eigenen Team haben, dürften den meisten F1-Fans bekannt sein: Wehrlein würde den Hamilton nicht so anschleimen, wie es Rosberg leider ständig tun musste! Genau das waren auch die Gründe für den Rücktritt von Nico. DIe beiden Ösi-Vortänzer (Wolff + Lauda) wollen nämlich neben ihrem Renngott Hamilton keine andere Lichtgestalt haben. Und Bottas ist genügsam und ruhig; zur Not, sollte Hamilton mal ausfallen, darf er sogar siegen - und das würde selbst ein Bottas hinbekommen. Und ganz nebenbei, weil Wolff der Manager / Vertraute von Bottas ist, kassiert der gute Toto auch noch ein paar Millionen - genau das kann er nämlich am besten: Kohle machen. Dumm laufen täte es nur, falls Bottas, da neu im Team, seine Abstimmung des Rennboliden nicht richtig hinbekommt und so Hamilton selber arbeiten müsste (wozu er eh keine großen Böcke hat) und ev. die ersten GPs ohne Mercedes-Siege ablaufen täten. Nun ja, schaun mer mal.
taffy-61 16.01.2017
3.
Hat er ganz bestimmt nicht, w u r d e entschieden. Wer "entscheidet" sich als Mercedes-Werksfahrer denn freiwillig für eine ferrari-angetriebene Hinterherfahrertruppe? Mit Wehrlein hätte Mercedes wenigstens eine Wundertüte am Start gehabt, die dem F1-Rapper Hamilton möglicherweise die Hölle heiß gemacht hätte. Jetzt kommt Bottas. Und der hat ja nicht mal Massa regelmäßig im Griff gehabt. Freilos Hamilton. Hoffentlich hat ein anderer Rennstall technisch irgendwas auf der Kette, um den nächsten Titel für Mr. Tattoo zu verhindern. Ferrari wird's mangels ernstzunehmender Techniker nicht sein, also sagt der Sportliebhaber mal: Hup Holland!
der-junge-scharwenka 16.01.2017
4.
Zitat von ReferendummWehrlein passt zu Sauber wie die berühmte Faust aufs Auge. Nun ja, soll er weiterhin reifen oder halt verwelken. Die Gründe warum Mercedes ihn nicht in ihrem eigenen Team haben, dürften den meisten F1-Fans bekannt sein: Wehrlein würde den Hamilton nicht so anschleimen, wie es Rosberg leider ständig tun musste! Genau das waren auch die Gründe für den Rücktritt von Nico. DIe beiden Ösi-Vortänzer (Wolff + Lauda) wollen nämlich neben ihrem Renngott Hamilton keine andere Lichtgestalt haben. Und Bottas ist genügsam und ruhig; zur Not, sollte Hamilton mal ausfallen, darf er sogar siegen - und das würde selbst ein Bottas hinbekommen. Und ganz nebenbei, weil Wolff der Manager / Vertraute von Bottas ist, kassiert der gute Toto auch noch ein paar Millionen - genau das kann er nämlich am besten: Kohle machen. Dumm laufen täte es nur, falls Bottas, da neu im Team, seine Abstimmung des Rennboliden nicht richtig hinbekommt und so Hamilton selber arbeiten müsste (wozu er eh keine großen Böcke hat) und ev. die ersten GPs ohne Mercedes-Siege ablaufen täten. Nun ja, schaun mer mal.
Also doch: Wehrlein, das Genie? Und warum genau haben das jetzt weder Force India noch Sauber erkannt? Weil sie Dummköpfe sind? Oder weil auch sie Angst hatten, dass Wehrlein ihre übrigen Piloten in Grund und Boden fahren würde? Oder waren sie möglicherweise doch eher der Ansicht, dass Wehrlein nichts als eine gehypte Luftnummer ist? Man könnte ja fast meinen, die dritte Möglichkeit wäre doch die wahrscheinlichste....
desertcruiser 16.01.2017
5. Keine Experimente
Wehrlein hätte als Rosberg-Nachfolger gut ins Mercedes Team gepasst. Verstappen hat vorgeführt wieviel frischen Wind die Youngsters in den Motorsport bringen. Zudem hätte ein weiterer deutscher Fahrer in einem Topteam auch das Interesse an der Formel 1 in Deutschland eher wachgehalten. In einem sehr guten Auto ist jeder gute Fahrer gut, dazu hätte es also nicht einen Bottas gebraucht.
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