Formel-1-Pilot Alonso "Sie haben uns alle Freude am Fahren genommen"

Fernando Alonso schimpft über die neuen Regeln in der Formel 1. Die Autos seien so langsam, dass es keinen Spaß mehr mache, sagt der McLaren-Pilot.

McLaren-Pilot Fernando Alonso
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McLaren-Pilot Fernando Alonso


Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso hat die Regelhüter der Formel 1 scharf kritisiert. "Die Autos sind gerade so langsam, sie haben uns alle Freude am Fahren genommen", sagte der 34-Jährige dem spanischen Fernsehsender TVE. Zudem sei er neugierig, ob die Autos nach der angedachten Reform 2017 tatsächlich deutlich schneller werden.

Mit der Einführung der Hybridmotoren zur Saison 2014 hatte die Formel 1 auf die Veränderungen in der Serienproduktion reagiert, die Entwicklung sollte wieder enger mit der Technik für Straßenautos verknüpft sein. Die leiseren, verbrauchsärmeren Motoren sowie die komplizierte Technik, etwa zur Energierückgewinnung, stoßen allerdings nicht nur bei Alonso auf Kritik.

Der Spanier, der seit seinem Wechsel 2015 zu McLaren-Honda im hinteren Teil des Feldes fährt, sieht sich noch "wenigstens zwei Jahre auf einem Top-Level". Von seinem Auto erwartet er auch in dieser Saison "keine Siege", allerdings ließen die Tests auf größere Erfolge als in der von Pannen durchzogenen Vorsaison hoffen.

An ihm selbst solle es dabei nicht scheitern: "Ich bin motiviert und bereit, die beste Saison meines Lebens hinzulegen", sagte der Champion von 2005 und 2006. Zwar wolle ein ehrgeiziger Fahrer "immer im besten Auto sitzen, und das ist Mercedes" - er sei aber bei einem Team, das "sein Bestes versucht, um mich glücklich zu machen. Und ja, ich bin glücklich." Alonsos Vertrag bei McLaren läuft bis Ende 2017.

cte/sid



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farbraum 06.03.2016
1.
Dann soll der Kollege doch in die Formel E wechseln, dort sind attraktive Kurse innerhalb vom Städten möglich dank des fehlenden infernalen Lärms und der fehlenden tödlichen Abgase! Dort liegt die Zukunft, begrabt endlich das Relikt aus vergangenen, dunklen Zeiten.
ctv24 06.03.2016
2. @dbrown
Da bin ich ganz deiner Meinung, die zerstören ihren und unseren Sport von ganz alleine. Mal ehrlich: Warum sagt das Alonso wohl? Damit sich die Regeln ändern und er wieder eine Chance auf den Titel hat. Aktuell ist das nicht möglich.
Bernd.Brincken 06.03.2016
3. Unabhängig
Mit der Idee, Energie-Spar Technik in die Formel-1 zu transplantieren, haben sich die Planer schlicht verhoben, vermutlich auf Druck der Automobilkonzerne. Wer sich für Motorsport begeistert, ob als Zuschauer oder aktiv, will jedenfalls nicht gleichzeitig an die Energiespar-Ziele erinnert, oder darauf verpflichtet werden. Das ist schlicht widersinnig, denn es wäre auf jeden Fall energiesparender, den Rennwagen gleich stehen zu lassen. Die Klimaziele von Paris sind richtig und verdienen Beachtung bzw. (Um-)Planung. Aber ein in Summe winziger Energieverbraucher wie der Rennsport muss davon unabhängig funktionieren.
chiefseattle 06.03.2016
4. spannender
Die Fahrer sollten mit allen Autos fahren. Am Ende der Saison kennt man dann den besten Fahrer. Die Team-WM geht sowieso wieder an Mercedes.
der_durden 06.03.2016
5.
Zitat von ctv24Da bin ich ganz deiner Meinung, die zerstören ihren und unseren Sport von ganz alleine. Mal ehrlich: Warum sagt das Alonso wohl? Damit sich die Regeln ändern und er wieder eine Chance auf den Titel hat. Aktuell ist das nicht möglich.
Unsinn. Der Sport wird durch das Reglement und Figuren wie Ecclestone zerstört. Seit Jahren sehen wir nur Dominanz einzelner Teams. Erst RedBull mit Vettel nun Hamilton/Rosberg im Mercedes. In wie fern die Fahrer selbst ihren Sport zerstören, sollten Sie den Foristen hier bitte mal etwas genauer darlegen. So ganz ohne Argumente hört sich das nach einer luftgefüllten steilen These an. Duelle wie Scheckter/Villeneuve, Lauda/Hunt, Schumi/Hill (später auch gegen Senna) oder auch Senna/Prost gibt es seit ewigen Jahren nicht mehr. Das liegt ganz sicher nicht an den Fahrern, denn das Feld hat genügend Charaktere, welche die F1 spannend gestalten könnten. Umso länger ich drüber nachdenke, desto absurder wird Ihre Aussage, dass die Fahrer selbst dafür verantwortlich sind, was aus der F1 bis heute geworden ist. Die Fahrer waren es, die sich immer mal wieder kritisch gegenüber einige Regeln geäußert haben.
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