Formel 1: Pirelli verschiebt Einführung neuer Reifen erneut

Pirelli-Reifen am Ferrari von Alonso: Weitere Überarbeitung der Pneus Zur Großansicht
AP/dpa

Pirelli-Reifen am Ferrari von Alonso: Weitere Überarbeitung der Pneus

Keine neuen Reifen: Auch beim kommenden Rennen in Silverstone müssen die Formel-1-Fahrer mit den aktuellen Modellen zurechtkommen. Hersteller Pirelli will die neuen Pneus weiter überarbeiten, bevor sie unter Wettkampfbedingungen zum Einsatz kommen.

Hamburg - Formel-1-Lieferant Pirelli wird seine neu entwickelten Reifen auch beim kommenden Grand Prix in Silverstone (30. Juni) nicht während des Rennens zum Einsatz bringen. Stattdessen plant das italienische Unternehmen eine weitere Überarbeitung der bestehenden Modelle. Das kündigte Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery nach dem Rennen in Kanada im Gespräch mit dem Magazin "Autosport" an.

"Wir werden das Rennen nicht mit den neuen Reifen bestreiten, weil wir hier nur wenige Möglichkeiten hatten, sie zu testen", sagte der Brite mit Blick auf den Grand Prix in Montreal. Am Freitag hatte Pirelli den Teams im Freien Training die neuen Modelle zur Verfügung gestellt, die ursprünglich in Silverstone auch im Rennen zum Einsatz kommen sollten. Aufgrund anhaltenden Regens waren die Erkenntnisse mit den neuen Slicks jedoch angeblich gering.

Einige Teams, angeführt von Sebastian Vettels Rennstall Red Bull, fordern seit Wochen neue Reifen und kritisieren den schnellen Verschleiß der aktuellen Pneus. Daher wollte Pirelli neue Modelle bereits in Kanada einsetzen, machte wegen der Testfahrt-Affäre um Mercedes allerdings einen Rückzieher.

Die Konkurrenten vermuten, das Team des Stuttgarter Autobauers könnte Vorteile im WM-Kampf haben, weil es die neuen Reifen in Barcelona getestet hatte. Mercedes und Pirelli entgegnen, die Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg könnten gar keine Erkenntnisse gewonnen haben, weil die Reifen nicht gekennzeichnet waren, Piloten und Team also gar nicht wussten, mit welcher Mischung sie fuhren.

ham/sid

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1. warum auch
Nonvaio01 10.06.2013
lief doch super am WE. 1-2 Stops, mehr will ma doch nicht. Kein grund neue Reifen zu liefern. Naechstes jahr wird die F1 dann ohne reifen fahren, da Pirelli keine lust mehr auf schlechte Presse hat, obwohl man genau das geliefert hat was die F1 wollte. Andere hersteller werden sich das genau angeschaut haben und sich sehr gut ueberlegen ob man das braucht. Pirelli verdient damit ja kein Geld sondern zahlt noch drauf. ich finde man muss wieder mehrere hersteller haben, wobei man 2 verschiene typen reifen weiterhin nutzen muss, ich hab nie verstanden warum es nur noch einer sein sollte.
2.
Pentam 11.06.2013
Zitat von Nonvaio01lief doch super am WE. 1-2 Stops, mehr will ma doch nicht. Kein grund neue Reifen zu liefern. Naechstes jahr wird die F1 dann ohne reifen fahren, da Pirelli keine lust mehr auf schlechte Presse hat, obwohl man genau das geliefert hat was die F1 wollte. Andere hersteller werden sich das genau angeschaut haben und sich sehr gut ueberlegen ob man das braucht. Pirelli verdient damit ja kein Geld sondern zahlt noch drauf. ich finde man muss wieder mehrere hersteller haben, wobei man 2 verschiene typen reifen weiterhin nutzen muss, ich hab nie verstanden warum es nur noch einer sein sollte.
Das Kanada Rennen war nun nicht wirklich aussagekräftig. Die Strecke dort belastet die Reifen nicht so stark, wie es auf anderen Strecken der Fall ist. Wenn die Reifen bei 6 von 7 GPs Probleme gemacht haben und dann bei einem nicht, würde ich eher auf eine harmlose Strecke als auf gute Reifen tippen. Sollte Pirelli wirklich den Vertrag nicht verlängern (was bei der schlechten Presse nur allzu verständlich wäre), wird die Formel 1 große Probleme haben, bei dem aktuellen Reglement einen aderen Hersteller zu finden. Mehrere Hersteller halte ich aber auch nicht für eine Lösung. Bei so (absichtlich) "zerbrechlich" gebauten Reifen können die Unterschiede zwischen den Herstellern schnell riesig sein, so dass Autos mit dem "falschen" Hersteller direkt keinerlei Chancen mehr haben. Dadurch würden die Reifen nur noch mehr Einfluss gewinnen, wobei der jetzt schon mMn zu groß ist.
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