Pressestimmen zur Formel 1 "Vettel muss langsam aufpassen"

"Hamilton ist der König des Hungarorings": Die internationale Presse feiert den Briten für seinen Erfolg in Ungarn. Sebastian Vettel habe auch sein schnelleres Auto nichts genützt.

Lewis Hamilton (r.), Sebastian Vettel
REUTERS

Lewis Hamilton (r.), Sebastian Vettel


Lesen Sie hier die Pressestimmen zum Großen Preis von Ungarn.

ENGLAND

"The Guardian": "Es war kochend heiß am Hungaroring, aber Lewis Hamilton und Mercedes behielten kühle Köpfe. Der Brite holte einen Sieg, der ihn in eine exzellente Position bringt und der ihn die Formel-1-Sommerpause genießen lässt."

"Daily Mail": "Lewis Hamilton ist der König des Hungarorings. Sein sechster Sieg auf dieser Strecke - und was für ein wichtiger. Jetzt hat der Brite ein Polster von 24 Punkten auf Vettel, so viel Vorsprung hatte er in diesem Jahr noch nie."

"The Telegraph": "Von der Poleposition im Regen bis zum Sieg in der Hitze: Lewis Hamilton hat seinen Status als Nummer eins auf dem Hungaroring eindrucksvoll unterstrichen. An einem Tag, an dem Ferrari das schnellere Auto hatte, antwortete Mercedes mit der schlaueren Taktik."

"The Sun": "LEW-WIN: Hamilton hat erneut bewiesen, dass er der König des Rings ("King of the Ring" im Original, d. Red.) ist. Hamilton feiert einen dominanten Sieg und verabschiedet sich in die Sommerpause. Jetzt will das Mercedes-Ass feiern."

"Mirror": "Ein fehlerfreier Hamilton: Vom Start weg dominiert der Brite auf dem Hungaroring."

SPANIEN

"Marca": "Viel zu viel Hamilton für Vettel, ein neues Wunder von Alonso mit seinem achten Platz. Obwohl Vettel einen besseren Boliden in den beiden vergangenen Rennen hatte, konnte er der Dominanz von Hamilton nichts entgegensetzen."

"As": "Bequemer Triumph für Hamilton. Vettel dachte, er habe eine Chance gegen Hamilton, aber in Wirklichkeit kämpfte er gegen Bottas. Der Brite zeigte sich jederzeit konzentriert. Vettel muss langsam aufpassen, dass Hamilton ihm nicht davonzieht. Und abseits des Duells Mercedes gegen Ferrari: Was für ein Spektakel von Daniel Ricciardo. Er ist ein Pilot, der es verdient hat, um den Titel zu kämpfen."

"Sport": "Niemand war in der Lage, Lewis Hamilton zu gefährden. Für Ferrari blieben die beiden Podiumsplätze für Vettel und Räikkönen. Ein schwacher Trost."

"El Mundo Deportivo": "Hamilton geht mit seiner Führung spazieren in Ungarn. Der Engländer fährt mit 24 Punkten Vorsprung in den Urlaub, diesmal musste er nicht einmal den Koffer auspacken. Ferrari und Vettel haben es wieder einmal nicht genutzt, dass sie einen widerstandsfähigeren und konstanteren Boliden haben. Der Deutsche hat dem Briten die Hand gegeben - und dieser hat gleich den ganzen Arm genommen. Hamilton machte keinen einzigen Fehler und konnte so bequem den Sieg nach Hause fahren."

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "BudaFEST für Hamilton. Jetzt kann man von einem Hamilton-Ring sprechen, denn Lewis ist der König von Budapest. Er feiert seinen sechsten Sieg auf dieser Strecke. Ein Hieb nach dem anderen - und Hamilton zerstört Sebastian Vettels Sicherheiten. Der Hungaroring hätte Ferraris Domäne sein sollen. Doch Hamilton, König auf der nassen Rennbahn, war auch auf dem kochenden Asphalt spektakulär und feiert jetzt einen verdienten Triumph".

"Corriere dello Sport": "Hamiltons Flucht nach vorne, während der Abstand von Vettel auf 24 Punkte steigt. Die Qualität von Ferraris Power Unit genügt Maranello nicht, um sich in Ungarn zu behaupten. Ferrari hat sein großes Ziel verfehlt. Jetzt beginnt die Sommerpause in einer Phase von Spannung und Fragilität, die dem Team nicht guttut".

"Tuttosport": "Lewis Hamilton ist das Ass, das in Ungarn alles gewinnt. Sein Rennen in Budapest ist tadellos. Die Wärme und die Leidenschaft der 100.000 Fans sind ein riesiger Ansporn für alle Piloten. Der Wille Ferraris, dem verstorbenen Chef Sergio Marchionne den Sieg in Ungarn zu widmen, genügt jedoch nicht, um Vettel den ersten Platz zu bescheren."

"La Repubblica": "Hamilton nimmt sich einen verdienten Urlaub in der komfortablen Rolle als König dieser WM. Mit ihm ist die Formel 1 zu einem Wilden Westen geworden. Der kaltblütigste Cowboy ist Hamiltons Teamkollege, der Finne Valtteri Bottas, der Lewis den Rücken schützt und langsam genug rennt, um Ferrari in Schwierigkeiten zu versetzen. Jetzt steht Ferrari eine Urlaubszeit bevor, in der es viel zu arbeiten gibt. Der Vorsprung Hamiltons kann zwar noch aufgeholt werden, Maranello muss jedoch viel leisten, um die Zuverlässigkeit des Autos zu steigern".

"Corriere della Sera": "Der Marsmensch Hamilton beherrscht das Rennen. Sein Sieg ist zum Großteil seinem effizienten Teamkollegen Bottas zu verdanken, der ihn wie ein Bodyguard eskortiert und schützt. Bottas hat sich drei Viertel des Rennens als eine Mauer erwiesen, an der Ferraris Angriffe zerschellt sind."

"La Stampa": "Zwei Ferrari auf dem Podium im Rennen der Reue. Der gute Start beschert Hamilton den halben Sieg. Für die andere Hälfte nutzt Hamilton die Arbeit des loyalen Bottas. So kann er in Richtung Ziel spazieren."

SCHWEIZ

"Blick": "Am König von Ungarn ist kein Vorbeikommen. Aber Achtung! Wird Lewis Hamilton jetzt vom berüchtigten Ungarn-Fluch heimgesucht? Seit Michael Schumachers Sieg im Jahr 2004 hat nämlich kein einziger Budapest-Sieger mehr die WM gewinnen können."

mon/dpa



insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
lailamiriam 30.07.2018
1. Kein König! Ein reiner Glücksritter!
Der "König" muss aufpassen, dass die glücklichen Tage nicht bald zu Ende sind. Denn das "Pech-Konto" von Vettel ist voll - viel mehr wird nicht dazu kommen.
bhang 30.07.2018
2. [Zitat] "Vettel muss langsam aufpassen" [/Zitat]
Er muss nur beten, dass es fortan so wenig wie möglich regnet im Qualifying oder Rennen. Das ist alles. Unter normalen trockenen Bedingungen ist Ferrari the car to have. Weiterhin locker der Titel, der nur über SF71-H (bzw. Vettel) geht. Daran anknüpfend: [Zitat] Der "König" muss aufpassen, dass die glücklichen Tage nicht bald zu Ende sind. Denn das "Pech-Konto" von Vettel ist voll - viel mehr wird nicht dazu kommen. [/Zitat] Was'n für'n Pechkonto? Bisher war alles bei Vettel self induced. Ob er in Frankreich Mist gebaut hat oder in der Sachskurve in Hockenheim oder im Qualifying von Österreich oder im Rennen in Baku mit seiner komplett missglückten Ausbremsaktion an Bottas. Bei Hamilton waren im Gegensatz dazu alle Punkteeinbußen komplett unverschuldet (Getriebestrafe in Bahrain, Abschuss von Räikkönen in Silverstone, Auto-Verreckerei in Österreich).
ronny.grahl 30.07.2018
3. Kein Pech!
Vettel hat kein Pech. Seit über einem Jahr reihen er und Ferrari Fehler an Fehler. Mal ist es die Boxen-Strategie, mal ist es der Fahrer selbst, der einen Bock schießt. Alle beteiligten müssen ihre Herangehensweise überdenken, sonst wird ihnen das beste Auto auch nach der Sommerpause auf dem Weg zur WM kaum helfen. Hamilton und Mercedes bekommen zwar die Abstimmung auf der ein oder anderen Strecke nicht gebacken, haben aber eine geringere Fehlerquote. Zu dem ist der britische Weltmeister dazu in der Lage, schwierige Wetterbedingungen konsequent zu seinem Vorteil zu nutzen.
ausdersichtvon 30.07.2018
4. Hamilton
hat einen klaren Vorteil und der heißt Bottas Raikkönen dagegen fährt gegen Vettel verstehe nicht das die Ferrari BOSSE das nicht sehen
wasistlosnix 30.07.2018
5. Gelaber
Die Rennen werden im Qualifying, wenn kein Startfehler passiert oder in der Box entschieden. Wann hat den P2 P1 mal auf der Strecke überholt, das muss schon lange her sein.
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