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Pressestimmen zur Formel 1: "Genau, was der Arzt verschrieben hat"

Rosberg, Hamilton, Vettel (v.l.n.r.) Zur Großansicht
DPA

Rosberg, Hamilton, Vettel (v.l.n.r.)

Die italienische Presse freut sich über einen vielversprechenden Auftakt für Ferrari - und ärgert sich über den geplatzten Traum vom Sieg in Melbourne. In Spanien und England dominiert der Schock über Fernando Alonsos Crash.

Die Pressestimmen zum Großen Preis von Australien.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ferrari brauchte einen solchen Start. Die ersten Meter des Rennens waren ein regelrechter Aufschrei von Vettel und Räikkönen. Dann wurden die Karten neu gemischt, und der Traum vom Sieg platzte. Melbourne hat aber einen einmaligen Vettel gesehen, der Rosbergs und Hamiltons Schlaf sicherlich stören wird."

Corriere dello Sport: "Ferrari ist wettbewerbsfähig. Wir werden Spaß haben, wenn das gesamte Niveau von Ferrari in dieser Saison jenes von Vettels Autos ist. Ferraris Startsystem ist besser als das von Mercedes. Doch einiges ist noch zu verbessern, wie etwa die Wahl der Reifen, die Vettel letztlich zum dritten Platz verurteilt hat."

Tuttosport: "Ferraris dritter Platz hinterlässt Bitterkeit, doch es ist offenkundig, dass Mercedes in dieser Saison kein Alleinherrscher sein wird. Auf den ersten Runden haben Vettel und Räikkönen das Rennen dominiert, während Formel-1-Gott Hamilton hinter Verstappen stöhnte. Eine verkehrte Welt, die leider nicht lange hielt."

La Stampa: "Ferrari auf Augenhöhe mit Mercedes. Die Silberpfeile gewinnen, doch dieser Doppelsieg ist nicht wie alle anderen. 34 lange Runden war Ferrari vorn. Aus einer Serie von Gründen wie Zufall, Pech und Fehlern hat Vettel dann allerdings doch nicht gewonnen. Doch Ferraris Leistung ist vielversprechend für die Saison."

Corriere della Sera: "Nicht alle Niederlagen sind gleich. Mercedes hat in Australien gewonnen, doch nur dank einiger Fehler Ferraris. Das Potenzial ist vorhanden und kann in Bahrain noch klarer zum Ausdruck kommen, weil das Klima Ferrari entgegenkommen könnte."

SPANIEN

Marca: "Alonsos Unfall und der Rennstopp beendeten Vettels Hoffnungen, das erste Rennen des Jahres zu gewinnen. Es sah zunächst nach einem der brillanten Tage von Vettel aus, an denen ihm niemand widerstehen kann. Stattdessen: Doppelsieg von Mercedes. Nico Rosberg präsentiert seine Kandidatur für den Titel."

AS: "Angst. Das ist das Wort beim Anblick von Alonsos Unfall. Das Sicherheitssystem seines Boliden bewahrte alle vor einem tragischen Ende. Rosberg holt seinen vierten Sieg in Folge. Der Start war der Schlüssel, um seine Privatfehde gegen Hamilton zu gewinnen. Aber auch Vettel hatte Recht. Ferrari ist im Rennen den Mercedes-Boliden nähergekommen."

Sport: "Brutaler Unfall von Alonso beim GP von Australien. Der Asturier konnte den ersten GP der Saison nicht beenden, nachdem er sich mehrmals überschlug. Der zweifache Vizeweltmeister Rosberg holt seinen 15. Sieg in der Königsklasse."

El Mundo Deportivo: "Riesenunfall von Fernando Alonso, glücklicher Doppelsieg von Mercedes. Ferrari überraschte Mercedes beim Start, doch beging danach einen taktischen Fehler. Die Entscheidung, nach dem Unfall mit superweichen Reifen weiterzufahren, wurde bestraft."

ENGLAND

The Guardian: "Nico Rosberg beginnt die Saison so, wie er die alte beendet hat: Mit einem Sieg beim zuweilen packenden Grand Prix von Australien. Der Unfall von Alonso hat Ferrari zurückgeworfen. Es war ein Kampf der Strategien, bei dem Mercedes mit zwei Stopps und den härteren Reifen gewann. Vielleicht haben sich all die Runden bei den Tests in Barcelona ausgezahlt."

Telegraph: "Das Ergebnis war keine Überraschung: Rosberg vor Hamilton und Vettel. Doch auf dem Weg dorthin gab es bei der actiongeladenen Premiere der Formel-1-Saison einiges Durcheinander. Alles deutet auf eine spannendere Saison als zuletzt hin. Hamilton wird hart arbeiten müssen, um seinen historischen vierten WM-Titel zu gewinnen."

Daily Mail: "Der Horror-Crash vom Alonso bringt das erste Rennen der Formel-1-Saison zwischenzeitlich zum Erliegen. Dass der Spanier den Trümmern seines Wagens unverletzt entstieg, ist eines der größten Wunder in der Geschichte dieser Sportart."

Mirror: "Rosberg siegt in einem Rennen, das genau das bot, was der Arzt nach dieser Farce von einem Qualifying verschrieben hatte. Eine Sportart auf der Intensivstation erlebt ein wildes Tohuwabohu von Drama und Unterhaltung."

The Times: "Lasst uns brutal ehrlich sein: Dieser Sieg ist Rosberg in den Schoß gefallen. Hamilton war der deutlich schnellere Fahrer, aber ein verpatzter Start und ein aggressiver Vettel haben ihm den verdienten Sieg verwehrt."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Auf den ersten Blick scheint sich nichts geändert zu haben an der Spitze der Formel 1: Mercedes vor Mercedes und dahinter ein Ferrari. Trotzdem ist nach dem Grand Prix der Unwägbarkeiten vieles anders. Der Herausforderer Sebastian Vettel hatte mit dem Ferrari 31 von 57 Runden lang geführt."

Blick: "Was für ein WM-Start in Melbourne: Mercedes feiert einen Doppelsieg, Alonso lässt mit seinem Abflug den Fans den Atem stocken. Die Formel 1 ist zurück. Und dank Fernando Alonso mit einem Knall. Die Bilder des McLaren-Wracks an der Leitplanke lassen das Schlimmste befürchten. Wie durch ein Wunder steigt Alonso aber ohne größere Verletzung aus."

FRANKREICH

L'Equipe: "Für alle, die sich fragen, wie man die Formel-1 wiederbeleben kann, gab der Auftakt in diesen Grand Prix die Antwort: Mercedes verpatzt den Start. Nur ein paar Meter in die neue Saison hinein wurden die Karten des Qualifyings neu gemischt. Ferrari fuhr lange einem Doppelsieg entgegen. Erst der Unfall von Alonso hat wieder alles geändert."

Zusammengestellt vom sid

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1. Manchmal frage ich mich
Vladimir Iljic 21.03.2016
Haben wir das gleiche Rennen gesehen? Oder versuchen die (Qualitäts-)Medien sich was schön zu reden? Jeder der genau hinschaut, hat gemerkt, dass Ferrari zu beginn nur über eine bessere Kupplung verfügt, aber, die Mercedes sind um Welten (1.3 Sekunden!) schneller. Aber, man kann auch so versuchen, die Rennen "spannend zu reden".
2. Naja
cindy2009 21.03.2016
Zitat von Vladimir IljicHaben wir das gleiche Rennen gesehen? Oder versuchen die (Qualitäts-)Medien sich was schön zu reden? Jeder der genau hinschaut, hat gemerkt, dass Ferrari zu beginn nur über eine bessere Kupplung verfügt, aber, die Mercedes sind um Welten (1.3 Sekunden!) schneller. Aber, man kann auch so versuchen, die Rennen "spannend zu reden".
Also, wenn ein Ferrari am Hinterteil eines Mecedes klebt, das rundenlang und im DRS-Fenster fährt, sehe ich da keine 1.3 Sekunden Vorsprung (pro Runde). Oder meinten Sie die Zeitangabe auf das ganze Rennen bezogen?
3. In der Vergangenheit ...
www.yzx.de 22.03.2016
... gab es schon oft dominierende Autos. Da hatten die Konkurrenten allerdings die Chance, den Rückstand sofort aufzuarbeiten, auch wenn das bei allem Einsatz von Kraft, Geld und Material auch damals schon nicht immer möglich war. Im aktuellen Reglement, mit Testbeschränkungen und Änderungs-, Verbesserungs- und Neukonstruktionsverboten wird die Mercedes-Dominanz allerdings seit nunmehr drei Jahren festgeschrieben. Seit Schumachers 5. Jahr war es nicht mehr einfacher, einen WM-Titel einzufahren. Meint: Jeder der Fahrer im Feld könnte mit dem Auto Weltmeister werden und einzige Konkurrenz wäre jeweils der Teamkollege. Was selbst zu den besten Zeiten Vettels im RedBull nie der Fall war, wie der meist weit hinten hinterherfahrende "best #2 driver" aus Australien immer wieder eindrucksvoll bewiesen hat. Ähnlich übrigens bei Schumacher und seinen "#2s". Hoffen wir also, dass trotz des Mercedes-Reglements die Mercedes-Langeweile irgendwann mal wirklich ein Ende findet. Auf das uns solche Peinlichkeiten wie der Mercedes-Stern als Nr. 4 auf dem WM-Bus 2014 dann möglichst lange und dauerhaft erspart bleiben.
4. die Rennen
Emil Peisker 22.03.2016
Zitat von Vladimir IljicHaben wir das gleiche Rennen gesehen? Oder versuchen die (Qualitäts-)Medien sich was schön zu reden? Jeder der genau hinschaut, hat gemerkt, dass Ferrari zu beginn nur über eine bessere Kupplung verfügt, aber, die Mercedes sind um Welten (1.3 Sekunden!) schneller. Aber, man kann auch so versuchen, die Rennen "spannend zu reden".
Sie haben die entscheidenden Fehler der Ferrari-Crew einfach nicht mitbekommen. Die Reifenwahl hat es entschieden, denn Vettel musste einmal mehr in die Box. Macht + 26 Sekunden aus. Da sind ihre Sekündchen vernachlässigbar.
5. Reifen
www.yzx.de 22.03.2016
Zitat von cindy2009Also, wenn ein Ferrari am Hinterteil eines Mecedes klebt, das rundenlang und im DRS-Fenster fährt, sehe ich da keine 1.3 Sekunden Vorsprung (pro Runde). Oder meinten Sie die Zeitangabe auf das ganze Rennen bezogen?
Wenn beide auf gleich alten Mediums gefahren wären, dann wäre das richtig. Dummerweise fuhr der Ferrari am Anfang auf neuen Ultra-Soft und Hintendran auf neuen Soft gegenüber uralt Medium auf dem Mercedes. Von den wo auch immer bestimmt noch 100+ PS, die Mercedes im Qualifying noch obendrauf mobilisieren kann (so sieht es jedenfalls aus) will ich da gar nicht erst anfangen. Hätte ich auch gar keine Probleme mit, wenn die Konkurrenz eine faire Chance hätte, den Vorsprung aufzuholen. Hat sie aber nicht. ...
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