Missachtung der Stallorder Red Bull fordert Erklärung von Vettel

Ja, er hat sich entschuldigt - doch so leicht kommt Sebastian Vettel nicht davon. Nach seinem umstrittenen Überholmanöver beim Großen Preis von Malaysia auf Kosten seines Teamkollegen fordert sein Rennstall Red Bull eine Erklärung. Mark Webber hatte seinem Ärger noch im Cockpit Ausdruck verliehen. 

Red-Bull-Pilot Vettel (l.), Renningenieur Guillaume Rocquelin: Aussprache im April
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Red-Bull-Pilot Vettel (l.), Renningenieur Guillaume Rocquelin: Aussprache im April


Hamburg - Sebastian Vettel hatte den Motor seines Red Bull kaum abgestellt, da zeigte sich der Triple-Weltmeister als reuiger Sünder. "Ich habe einen großen Fehler gemacht, ich will bei der Wahrheit bleiben und mich bei Mark (Teamkollege Webber, Anm. d. Red.) entschuldigen", sagte Vettel nach seinem Verstoß gegen die Stallorder, die ihm den Sieg beim Großen Preis in Malaysia brachte.

Doch für seinen Rennstall ist die Sache damit noch nicht erledigt. Webber hatte seinem Rivalen unmittelbar nach dem Überholvorgang den Mittelfinger gezeigt. Allerdings war Vettel zu diesem Zeitpunkt bereits enteilt und dürfte die Geste kaum im Rückspiegel gesehen haben.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagte einen Tag nach Vettels Aktion: "Sebastian weiß, dass es falsch war. Er hat sich entschuldigt, aber wir werden uns hinsetzen und darüber reden." Vettel habe sich laut Horner "dazu entschieden, das zu hören, was er hören will".

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Die seit Jahren angespannte Beziehung zwischen den beiden Piloten macht die Arbeit bei Red Bull nicht einfacher. Beim Saisonfinale im Vorjahr hatte es eine ähnliche Situation mit umgekehrten Vorzeichen gegeben. In Brasilien steckte Webber trotz Aufforderung gegen Vettel nicht zurück, obwohl dieser um seinen dritten Titel kämpfte. "Sie sind schon seit Jahren keine Busenfreunde", so Horner.

Eine mögliche Aussprache zwischen allen Beteiligten könnte es Anfang April geben. Dann kehrt Webber von einem kurzen Heimaturlaub in Australien zu Tests in die Teamfabrik im englischen Milton Keynes zurück.

Unterstützung hat Webber aus seiner Heimat erhalten. Ein australischer Wettanbieter zahlte allen, die Geld auf einen Sieg des Australiers gesetzt hatten, ihren Einsatz wieder zurück. Das Unternehmen taufte die Aktion auf den Namen "Gerechtigkeits-Rückzahlung". Ein Sprecher des Anbieters sportsbet.com.au sagte: "Es ist ja nicht Marks Fehler, dass sich Sebastian nicht an einfache Anweisungen halten kann."

luk/dpa/sid



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Casparcash 25.03.2013
1.
gut gesagt. wer bei einem rennen nicht gewinnen will, hat dort nichts verloren, oder? webber hätte doch vettel nochmals überholen können. dann hätte er gewonnen, oder sehe ich das falsch?
Bono Beau 25.03.2013
2. Vettel hat's richtig gemacht
und Rosberg hat's richtig gemacht. Warum? Erstmal jeder für sich: Vettel kämpft von Anfang an um die WM - um was sonst? Und er weiss, dass Webber ihn nicht unterstützen wird. Und Rosberg muss sich darauf einstellen, auf die Strecke schneller zu sein als Hamilton. Der ist die Nummer Eins im Team - noch... Und durch diese unterschiedliche Reaktionsweise auf eine sehr, sehr frühe Teamorder bleibt die Teamorder selbst in der Diskussion. In den letzten Runden, in den letzten Rennen - kann man akzeptieren. Aber im zweiten Rennen der Saison bzw. 12 Runden vor Schluss bei unterschiedlichen Reifenstrategien (Red Bull) bzw. komplett versägtem Rennen (Mercedes / Hamilton) - das geht einfach zu weit. Sollte so nicht möglich sein. Eventuell könnte, analog zur DRS-Zone, eine Teamorder-Zone (pro Rennen und für die Saison) Abhilfe schaffen. Unter den gegebenen Bedingungen haben, sei's nochmal gesagt, beide Fahrer recht.
lautreamont 25.03.2013
3. unsportliche Stallorder
Das hat wirklich nichts mehr mit Sport zu tun! Nur Taktik, nicht der Schnellere gewinnt. Bietet dem Industriesport der Automobilindustrie keine Plattform mehr!
dienshentai 25.03.2013
4. vorsatz
kennt man aus klassischen boxerfilmen,wer der sieger ist,steht vorher fest,damit der wetteinsatz auch garantiert gewinn einbringt...
mikesch0815 25.03.2013
5. Der bessere gewinnt halt
...und das ist nun mal Hr. Vettel. Meine Güte, Hr. Webber hat einen zwoten Platz eingefahren - und das ist doch eine super Leistung. Das Abkarten von Rennen ist Sache der Ferraristis... das müssen andere nicht nachmachen.
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