Formel 1 Renault ist wieder da und will um Siege fahren

Zum dritten Mal in der Historie stellt Renault ein eigenes Formel-1-Team. Nach der Übernahme von Lotus wurden in Paris die Fahrer vorgestellt. Überraschend ist das schwarze Design des Rennwagens.

Renault/ DPA

Kevin Magnussen wird in der kommenden Formel-1-Saison als zweiter Pilot für das neue Renault-Team an den Start gehen. Der Däne wurde bei der Team-Präsentation als zweiter Fahrer neben dem Briten Jolyon Palmer vorgestellt. Neu ist auch Ersatzfahrer Esteban Ocon, der 19-jährige Franzose wurde aus dem Nachwuchsteam von Mercedes verpflichtet.

Magnussen und Palmer ersetzen Pastor Maldonado und Romain Grosjean, die in der vergangenen Saison für den Vorgänger-Rennstall Lotus gefahren sind. Magnussen erhielt den Vorzug vor dem Venezolaner Maldonado, der angeblich nicht mehr die Sponsorenmillionen aus seiner Heimat beisteuern konnte.

Der neue Bolide des Werksteams heißt RS16 und ist überwiegend in schwarz gehalten. Viele Experten hatten mit der klassischen Renault-Farbe gelb gerechnet. Bis zum Saisonstart könnte sich das farbliche Erscheinungsbild allerdings noch ändern. Vorstandschef Carlos Ghosn gab als Ziel "Podiumplatzierungen in den kommenden drei Jahren" aus.

Der Sitz von Renault bleibt weiterhin das englische Enstone. Neuer Teamchef wird der Franzose Frédéric Vasseur, der bislang die Geschicke für ART Grand Prix in der Formel 3, der GP2 und der GP3 leitete. Sportchef Jérôme Stoll sagte: "Renault ist zurück, um zu gewinnen. Wir haben das Budget, wir haben das Talent, wir haben den Willen und die Leute, um das zu schaffen."

In den selbstbewussten Auftritt der Rückkehrer - 2005 und 2006 holte man mit Fernando Alonso die Titel in der Fahrer- und Hersteller-WM - mischten sich allerdings durchaus vorsichtige Töne. "Sie können im kommenden Jahr eigentlich noch nicht mit den Besten mithalten", sagte der viermalige Weltmeister Alain Prost, Markenbotschafter bei Renault: "Es macht keinen Sinn, die Leute anzulügen. Es wird sehr schwer dieses Jahr, vor allem zu Beginn. Sie müssen geduldig sein."

Nach der Bestätigung des Renault-Teams ist für die kommende Saison einzig die Fahrerpaarung des Manor-Rennstalls offen. Auch gut sechs Wochen vor dem Saisonstart in Melbourne (20. März) darf Pascal Wehrlein weiter auf den Sprung in die Königsklasse hoffen. Der DTM-Champion in Diensten von Mercedes ist heißer Anwärter auf einen Platz bei Manor.

krä/dpa/sid

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