Formel 1 Dennis verkauft Anteile und hört bei McLaren auf

Ron Dennis hat sich nach seinem Aus als Teamchef nun komplett von McLaren zurückgezogen. Der 70-Jährige fing einst als Mechaniker beim Rennstall an, später verhalf er unter anderem Lewis Hamilton in die Formel 1.

Ron Dennis (rechts)
Getty Images

Ron Dennis (rechts)


Die Ära von Ron Dennis bei McLaren ist nach 37 Jahren endgültig beendet. Der langjährige Chef des Formel-1-Teams hat seine Anteile an der McLaren-Unternehmensgruppe an die anderen Eigner verkauft. Das teilte der Konzern mit. Laut Medienberichten soll der 70-Jährige für die 25 Prozent an der Gruppe 275 Millionen Pfund (rund 313 Millionen Euro) erhalten. Die anderen Besitzer sind ein Staatsfond aus Bahrain und Mansour Ojjeh aus Saudi Arabien.

Dennis war bereits im November vergangenen Jahres bei McLaren entmachtet und als Vorstandschef abgelöst worden, nachdem er sich mit Ojjeh überworfen hatte. Seinen Posten als Chef des Formel-1-Teams hatte er schon 2009 abgegeben. Der Rennstall wird von Zak Brown geleitet, als neuer Vorstandschef der gesamten Unternehmensgruppe wurde Scheich Mohammed bin Essa Al Khalifa benannt.

Dennis hatte sich von einem Mechaniker zu einer Formel-1-Legende hochgearbeitet. Ikonen wie Ayrton Senna, Niki Lauda und Alain Prost fuhren unter ihm für McLaren, Lewis Hamilton gab er 2007 das erste Cockpit in der Königsklasse. 17 WM-Titel feierte Dennis mit McLaren, bei 158 Grand Prix fuhr eines seiner Autos zuerst ins Ziel. Doch in den vergangenen Jahren fehlte der Erfolg. Die aktuelle Motoren-Partnerschaft mit Honda erwies sich als Desaster.

Als Zeichen des Bruchs mit der Vergangenheit hatte McLaren nach der Ablösung von Dennis an der Konzernspitze die Typenbezeichnung MP4, die unter dem Briten viele Jahre dem Namen des neuen Formel-1-Autos vorangestellt war, durch den neuen Titel MCL32 ersetzt. Von Erfolgen bleibt das Team aber weit entfernt. In der WM-Teamwertung ist McLaren nach acht Rennen in dieser Saison Letzter.

Dennis will seine Karriere als Berater und Unternehmer fortsetzen. Darüber hinaus will er sich sozialen Projekten widmen.

mru/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
novoma 30.06.2017
1. Typenbezeichnung
Nun ja, die Umbenennung war längst überfällig, denn MP stand für Marlboro Project, diese Bezeichnung war schon zum Zeitpunkt des Wechsels Marlboros zu Ferrari obsolet.
ex_Kamikaze 30.06.2017
2. Ohne Dennis
wird McLaren nie wieder McLaren sein. Der Rennstall ist mausetot, die letzten Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.